ELEKTRISIERT.

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Vernetzung von Energie und Mobilität

Das Potenziale zur CO2-Vermeidung nicht verschenken

Nachhaltige Mobilität durch Elektro-Fahrzeuge, eine CO2-neutrale Produktion und zum Laden möglichst Strom aus regenerativen Quellen – das sind die drei wichtigsten Maßnahmen von Volkswagen für konsequent saubere Elektroautos. Hintergrund: Wenn ein E-Auto mit Strom aus Kohle-Verbrennung fährt, belastet das die CO2-Bilanz und verschenkt Potenziale zur CO2-Vermeidung. Um langfristig zu einer klimaneutralen Mobilität zu kommen, stehen bei Volkswagen alle Zeichen auf Elektromobilität. E-Autos sind heute schon vielerorts die klimaneutralste Form individueller Fortbewegung. In Norwegen etwa, wo knapp die Hälfte aller Fahrzeuge rein elektrisch fährt, ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß im vergangenen Jahr auf nur 71 Gramm pro Kilometer gesunken – in Europa lag der Durchschnitt im Jahr 2017 bei 118,5 Gramm pro Kilometer. Möglich war dies allerdings nur, weil Norwegen ein „grünes“ Land ist: Der Strom stammt zu fast 100 Prozent aus Wasserkraftwerken – und Elektroautos sind nun einmal nur so sauber wie der Strom, den sie tanken. Das stellt den Rest Europas vor einige Herausforderungen.

 Als Faustregel gilt: Je grüner der Strom, desto grüner das Elektroauto. Bei der Produktion von E-Autos wird sehr viel Energie verbraucht. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je größer die Batterie und damit auch Reichweite eines E-Autos, desto höher ist der CO2-Ausstoß bei der Herstellung. Ausgleichen kann das E-Auto die Klimabilanz allerdings beim emissionslosen Fahren: Die CO2-Bilanz eines E-Autos ist umso besser, je höher die Gesamtlaufleistung des Fahrzeugs ist. Anders gesagt: Einmal gebaut, verbessert ein E-Auto seinen ökologischen Fußabdruck mit jedem Kilometer, den es fährt. Allerdings hängt hier sehr viel vom Ladestrom ab – und der kommt in Deutschland meist aus dem nächstgelegenen Kraftwerk. Für die Verbraucher ergibt sich ein Mix, der aktuell zu etwa 60 Prozent aus nicht erneuerbaren Energieträgern besteht. Hier müssen Politik und Energiewirtschaft nachsteuern, um die Klimaziele zu erreichen.

 +Seit vielen Jahren legt Volkswagen einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit in der Produktion. Ziel ist, eine CO2-neutrale Produktion über Energie-Effizienz, Energieversorgung und Klimaschutzprojekte zu erreichen sowie nachhaltige Konzepte über die gesamte Wertschöpfungskette zu entwickeln – von der Lieferkette, Produktion und Nutzung bis zum Recycling.

 Die Ziele zur Verbesserung der Nachhaltigkeit sind seit Jahren kontinuierlich gestiegen. Seit dem Start des Umweltprogramms „Think Blue.Factory“ wurden pro Fahrzeug und Komponententeil rund 40 Prozent CO2 gespart – bezogen auf das Basisjahr 2010. Mit Blick auf alle fünf wesentlichen Umweltkennziffern – neben dem CO2-Ausstoß sind das Energie- und Wasserverbrauch, Abfall und Lösemittelemissionen – konnte das Unternehmen per Ende 2018 sein angestrebtes Ziel einer um 25 Prozent ressourcenschonenden Produktion sogar überbieten: Im Vergleich zu 2010 wurden unter dem Strich 30 Prozent Umweltentlastung erreicht. Bis 2025 wird eine Umweltentlastung um 45 Prozent auf gleicher Basis angestrebt. Das ist ein weiterer großer Schritt in Richtung der Vision der „Zero Impact Factory“, also einer Produktion ohne jegliche Auswirkungen auf die Umwelt.

 Um diese Ziele zu erreichen, verfolgt jede Produktionsstätte eine eigene Dekarbonisierungsstrategie. Mit Erfolg: Im Werk Zwickau beispielsweise ist die Fahrzeugproduktion seit 2010 um 3 Prozent gestiegen – der absolute CO2-Ausstoß in der Produktion dabei um 66 Prozent gesunken. Dies war insbesondere durch den externen Bezug von CO2-freiem Grünstrom und dem Einsatz von gasbetriebenen, hocheffizienten Blockheizkraftwerken möglich, die jährlich 23.000 Tonnen weniger CO2 als konventionelle Kraftwerke ausstoßen. Zudem können die Blockheizkraftwerke die im Prozess entstandene Wärme zusätzlich zum Heizen des Werks verwenden, anstatt sie ungenutzt abzuleiten.

Durch ergänzende Investitionen in Klimaschutzprojekte, die verbleibende unvermeidbare Emissionen ausgleichen, erreicht Volkswagen, dass der neue ID. am Standort Zwickau von Beginn an bilanziell klimaneutral produziert werden kann.

 Auch auf Kundenseite wird viel dafür getan, um den CO2-Fußabdruck weiter nachhaltig zu neutralisieren. So bietet Volkswagen über die neue Tochter Elli einen bundesweit verfügbaren Ökostromtarif für Privathaushalte und Kleinunternehmen an. Elli (www.elli.eco/de/naturstrom) vereint Energieangebote und Ladelösungen und bietet grünen, zu 100 Prozent CO2-freien Strom (Volkswagen Naturstrom®) aus erneuerbaren Quellen. Der Strom stammt unter anderem aus Wasserkraft und wurde vom TÜV zertifiziert. Mit der Errichtung und Inbetriebnahme zweier Windenergieanlagen auf dem Werksgelände in Salzgitter bringt Volkswagen künftig auch eigens erzeugte Energie an den Start. Zum Marktstart des ID. in 2020 und darüber hinaus sollen weitere Lösungen geboten werden, zum Beispiel intelligente Stromtarife, Wallboxen und Ladesäulen sowie ein IT-basiertes Energiemanagement-System. Ab Ende 2019 soll auch eine Ladekarte (We Charge: https://www.volkswagen-we.com/de.html#/Dienste ) europaweit angeboten werden.

 Elli will die Themenbereiche Energie und Mobilität digital vernetzen. Dahinter steht die Überzeugung, dass Elektromobilität nur dann wirklich nachhaltig ist, wenn das E-Fahrzeug im Betrieb mit CO2-frei erzeugter Energie genutzt wird. Denn wenn die Klimaziele erreicht werden sollen, müssen E-Fahrzeuge grünen Strom tanken. „Als einer der weltweit größten Automobilhersteller wird Volkswagen die dringend benötigte Verkehrs- und Energiewende hin zu emissionsneutraler E-Mobilität beschleunigen. „Das neue Unternehmen trägt dazu mit Energie-Angeboten aus erneuerbaren Quellen und smarten Lade-Lösungen bei“, sagt Thomas Ulbrich, Vorstand für E-Mobilität der Marke Volkswagen. Thorsten Nicklass, designierter CEO von Elli: „Wir wollen mit unserem Naturstrom-Angebot grünen Strom einfach und günstig machen – und uns als zuverlässiger Partner für innovative und nachhaltige Energielösungen rund um Haushalt und Elektro-Fahrzeug etablieren.“