Eine Alpenfahrt der Modernen

Unterwegs auf kurvenreichen Straßen mit up! GTI

Länge: 3600 mm Länge. Radstand: 2420 mm. Leistung: 115 PS – alles in einem solide wirkenden Leichtgewicht verpackt. Woran erinnert uns das? Wer jetzt an den ersten Golf GTI denkt, liegt nicht ganz falsch, aber auch nicht richtig. Der up! GTI ist ein moderner Kraftzwerg, dessen technische Eckdaten ganz nah dran sind am Urvater aller „Hot Hatches“, also der heißen Heckklappen. Nah genug, dass der Erstkontakt mit einem up! GTI irritierend wie ein Dèjá-vu wirkt: So schlank. So reduziert. So direkt. Näher am ursprünglichen GTI-Feeling kann man heutzutage nicht sein. Da stellt sich natürlich die Frage: Wohin fährt man mit so einem emotionalen Kracher? Am besten in die Berge, dorthin, wo man das Autofahren noch ganz um seiner selbst willen zelebrieren kann. Den Genuss der flotten Bewegung, die Freude am eleganten Swing, den Kick der perfekt durchmessenen Hundekurve.

Eine gute Adresse abseits des touristischen Mainstreams liegt im österreichischen Alpenvorland – eine gute Idee. Das Gebiet beginnt westlich der Hauptstadt Wien mit den sanft gewellten Hügeln des Wienerwaldes und steigert sich Richtung Hauptalpenkamm bis zu seriösen Pässen. Und das Beste daran: Man bewegt sich durch eine nahezu unberührte ländliche Idylle, die bei Zwischenstopps auch allerlei kulinarische Erlebnisse zu bieten hat. Das Alpenvorland zählt mit seinen Bio-Bauern, authentischen Produzenten, Lokalen und Labestationen zu den führenden Genussregionen des Landes.

Apropos Genussregion: Letztlich handelt es sich auch um historisches Motorsportland. Hier führte einst die Alpenfahrt durch, die bereits 1910 ins Rennen ging, also ein Jahr vor der Rallye Monte Carlo und damit älteste Rallye der Welt ist. 1973 wurde erstmals eine Rallye-WM ausgetragen und die Alpenfahrt zählte natürlich dazu, später überlebte sie die Ölkrise nicht. Aufgrund der harten Bedingungen waren die leistungsmäßig unterlegenen Rallye-Käfer bei der Alpenfahrt stets für Heldentaten und Spitzenplatzierungen gut. Die selektivsten Sonderprüfungen befanden sich damals im Alpenvorland und ihr Zauber lässt sich selbst heute noch gut nachvollziehen, im Semmering-Gebiet, im Mariazeller Land oder rund um Lunz am See.

Man erlebt eine Gegend, in der die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten zumeist aus drei Kurven besteht. Manchmal sind es auch vier oder fünf. Eine besondere Attraktion wird Kalte Kuchl (= Küche) genannt, eine asphaltierte Hochschaubahn, in der dem Fahrer warm ums Herz wird. Hier zeigt sich der up! GTI ganz in seinem Element, hier kann er seine fahrdynamischen Fähigkeiten voll ausspielen. Die Wendigkeit wurde ihm ja ins Konzept geschrieben, durch die minimalen Überhänge wirken die Räder, als wären sie direkt an den Ecken angebracht. Dass man eigentlich mit einem Fahrzeug aus dem Einstiegslevel des modernen Autofahrens unterwegs ist, hat man bereits nach wenigen Kilometern völlig verdrängt.

Bei manchen Gelegenheiten kann ja zu viel Platzangebot sogar auf die Stimmung drücken. Hier gilt: das Gerät, die Straße und Du. Fertig. Das Zusammenspiel aus tollem Handling, übersichtlicher Sitzposition und dem stets freudig agierenden Triebwerk ergibt ein Fahrerlebnis, dem in seiner Unmittelbarkeit nicht viel zum Motorrad fehlt – allerdings ohne der Gefahr des Umfallens. Die ausgeklügelte ESP-Technik macht es möglich. Hohen Anteil am Fahrspaß hat das 1,0-Liter Dreizylinder-Turbo-Triebwerk. Der Hubraumzwerg entpuppt sich in den Bergen als wahrer Drehmomentriese; 200 Nm stehen bereits ab 2000 Touren zur Verfügung, also praktisch fast immer – und sie haben mit dem kompakten up! spürbar leichtes Spiel. Wie von einem unsichtbaren Gummiband gezogen schnalzt man die Steigungen hoch, das Sechsganggetriebe lässt sich so fein schalten, dass man gerne jede Gelegenheit wahrnimmt, um den Turboschub auszukosten. Nie bleibt der Eindruck, mit „nur“ 115 PS unterwegs zu sein. Verantwortlich ist das exzellente Leistungsgewicht. Aber nicht nur vorbildliche Agilität macht Laune.

Die Sound-Ingenieure haben dem Dreizylinder-Turbo sozusagen eine Fremdsprache beigebracht. Beim Hochdrehen braucht es nicht viel Fantasie, um beim naturgemäß ein wenig rauen Klang an den wunderbar kernigen Sound eines Fünfzylinders erinnert zu werden. Überhaupt hat der up! GTI alle Zutaten, um sich positiv aufs Gemüt zu legen. Handling, Drehmoment, Schaltung, alles flutscht dahin, sodass man ohne viel Nachdenken und fahrerischen Aufwand ganz automatisch in einen eleganten, kraftsparenden Swing gerät. Ja, es steckt erstaunlich viel Harmonie in diesem Kraftzwerg.

Unwillkürlich ertappt man sich dabei, den Easy-Listening-Klassiker „up, up and away“ von The 5th Dimension zu summen – nur Fliegen ist schöner? Doch auf der Rückfahrt, sobald man die Berge verlassen hat, treten dann die ganz banalen Qualitäten des up! GTI zutage. Auch nach Stunden sitzt man noch immer ordentlich, weder auf der Autobahn, noch auf städtischen Schlaglochpisten hoppelt es zu arg. Der GTI ist zwar ein wenig härter abgestimmt, aber mit gutem Augenmaß. Im Alltag gibt der up! GTI nicht den sportlichen Musterschüler, der einem penetrant seine Fähigkeiten unter Beweis stellen möchte. Er hält sie diskret bereit, wenn man sie braucht – oder sich einen kleinen Erlebniskick zwischendurch gönnen möchte.

Das GTI Erlebnis

Nicht nur der Golf trägt die populären drei Buchstaben am Heck – auch der Polo und der up! sind heute Teil der GTI-Geschichte.

Der Golf GTI ist ein Volkswagen für alle, der emotional und zugleich dynamisch und auf das Wesentliche konzentriert ist. Polo GTI und up! GTI wollen mit ihm den Mythos gemeinsam erfahren.