Hybridantriebe boomen: Volkswagen, Europas erfolgreichste Automobilmarke, weitet sein Angebot an Hybrid-Modelle aus. Golf, Tiguan, Passat und Passat Variant, Arteon und Arteon Shooting Brake sowie Touareg – sie alle bieten elektrisierten Antrieb. Fakt ist: Hybrid-Technologien vereinfachen den Umstieg auf E-Mobilität. Kunden können die Handhabung und das Laden ausprobieren, ohne auf große Gesamtreichweiten zu verzichten.

Bei Volkswagen gibt es ein 48V-Mild-Hybrid- oder ein Plug-In-Hybridantrieb. Die wichtigsten Unterschiede sind schnell erklärt: Der Mild-Hybridantrieb ermöglicht das emissionsfreie „Segeln“, dabei wird der Benzin­motor abgeschaltet. Hingegen hat der Plug-In-Hybrid-Antrieb einen zusätzlichen Elektromotor und eine auch extern aufladbare Batterie an Bord. Somit können Plug-In-Hybridmodelle elektrisch und lokal emissionsfrei fahren. Mild- und Plug-In-Hybrid eint, dass sie elektrische Energie nutzen, um den Verbrauch und die Emissionen zu senken und die Gesamtreichweite zu erhöhen.

Hintergrund: Plug-In-Hybrid-Antriebe haben einen zusätzlichen Elektromotor an Bord. Sowohl die E-Maschine als auch der Verbrennungsmotor können die Fahrzeuge jeweils einzeln oder gemeinsam antreiben. Deshalb empfehlen sich alle Volkswagen mit Plug-In-Hybridantrieb ganz besonders all jenen Autofahrern, die im Alltag lokal emissionsfrei unterwegs sein möchten, gleichzeitig aber Wert auf große Gesamtreichweiten legen. Bereits auf dem Markt sind der Golf eHybrid, Golf GTE, Passat GTE, Passat Variant GTE, Tiguan eHybrid, Arteon eHybrid, Arteon Shooting Brake eHybrid, Touareg eHybrid und der Touareg R mit Plug-In-Hybridantrieb.

DIE AUTOSEITEN unterwegs mit dem Golf GTE in Norwegen

Im Vergleich zum 48V-Mild-Hybrid sind die Plug-In-Hybride mit einer deutlich größeren und stärkeren Hochvolt-Lithium-Ionen-Batterie ausgerüstet. Denn sie versorgt den Elektromotor mit Energie. Aufgeladen wird diese Batterie extern über das Stromnetz per Stecker (Plug-In) und via Rekuperation (beim Verzögern) beim Fahren. Bei ausreichend geladener Batterie starten alle Volkswagen Plug-In-Hybridmodelle stets rein elektrisch. Insbesondere Kurzstrecken werden damit praktisch immer lokal emissionsfrei absolviert. Die Volkswagen Plug-In-Hybridmodelle sind somit zu Beginn einer Fahrt oder bewusst während einer Fahrt (per „E-Mode“) temporär Elektroautos. Dabei gilt, dass die elektrische Reichweite immer größer wird.

Der Golf eHybrid (204 PS/150 kW) kommt beispielsweise auf eine elektrische Reichweite von bis zu 80 Kilometern. Das ermöglicht im Alltag in der Regel komplett emissionsfreie Tagesdistanzen. Zur Einordnung das Beispiel Deutschland: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ermittelte 2019 im Ergebnisbericht „Mobilität in Deutschland (MiD)“, dass die Menschen im bevölkerungsreichsten Land Europas im Mittel mit dem Pkw zwei Fahrten pro Tag und eine Distanz von 30 Kilometer zurücklegen. Distanzen, die alle Volkswagen mit Plug-In-Hybridantrieb komplett elektrisch absolvieren können. 75 Prozent der Pkw-Fahrleistung in Deutschland erfolgt bei Fahrten von unter 100 Kilometern Länge. Auch auf diesen Strecken spielen Plug-In-Hybride mit geladener Batterie ihr volles Potenzial aus.

Darüber hinaus zeigen sich alle Plug-In-Hybride auch auf langen Strecken als ideale Begleiter: Da die Batterie per Rekuperation selbst während der Fahrt immer wieder nachgeladen wird, steht der E-Motor im Modus „Hybrid“ unterstützend und damit verbrauchsreduzierend zur Verfügung. Das senkt den Verbrauch und verlängert die Reichweite. Der Golf eHybrid kommt bei zuvor geladener Batterie auf eine Gesamtreichweite von 870 Kilometern. Das Vorurteil, die Fahrer von Plug-In-Hybridmodellen würden die Batterien der Fahrzeuge oftmals gar nicht laden, ist übrigens eine Mär, die das renommierte Frauenhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in einer großangelegten Studie bereits Ende 2017 widerlegt hat – durchgeführt in den USA und Deutschland. Zitat des ISI: „Plug-In-Hybridfahrzeuge mit einer realen elektrischen Reichweite von etwa 60 Kilometern fahren genauso viel elektrisch wie reine Batteriefahrzeuge, nämlich bis zu 15.000 Kilometer pro Jahr. Deshalb ist ihr CO2-Reduktionspotenzial ebenso groß wie das von Elektroautos mit reinem Batterieantrieb. Somit sind Plug-In-Hybride eine gute Ergänzung zu reinen Batteriefahrzeugen, um die Treibhausgase zu reduzieren.“

 Zudem gilt: Die Volkswagen mit Plug-In-Hybrid sind nicht nur sparsam und temporär emissionsfrei unterwegs – sie machen ebenso Spaß. Zum einen bietet schon der Elektromotor aus dem Stand heraus ein großes Drehmoment. Zum anderen gilt: Fusionieren E-Maschine und Benziner, entsteht eine sehr dynamische Allianz. Fest steht: Plug-In-Hybridantriebe sind in beiden Welten zuhause – sie werden im Alltag temporär zu Elektroautos und überzeugen gleichzeitig mit niedrigen Verbrauchswerten und hohen Gesamtreichweiten auf der beruflichen und privaten Langstecke.

Der Golf elektrisiert

Volkswagen bietet den Golf in zwei Plug-In-Hybrid-Versionen an: als Golf eHybrid und Golf GTE – der Vorgänger war ausschließlich als Golf GTE erhältlich. Der neue Golf eHybrid ist mit einer Systemleistung von 204 PS (150 kW) und einem Systemdrehmoment von 350 Nm in der exklusiven Ausstattungslinie „Style“ lieferbar. Sportlich positioniert ist der neue Golf GTE. Das Design, die Abstimmung und die Ausstattung dieser Version schlagen eine Brücke zum Golf GTI. An dieser Ikone orientieren sich mit 245 PS (180 kW) und 400 Nm auch die Systemleistung und das Systemdrehmoment. Mit der größeren Spreizung der Plug-In-Hybridmodelle will Volkswagen dem stetig wachsenden Kundenspektrum gerecht, das sich heute für ein Modell mit diesem intelligenten und vielseitigen Antrieb entscheidet.

Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Energiegehalt der Batterie der neuen Plug-In-Hybridmodelle deutlich vergrößert – und zwar um 50 Prozent auf 13 kWh. Vorteil: ein deutliches Plus an elektrischer Reichweite. Sie stieg auf bis zu 80 Kilometer. Beide Golf sind darauf ausgelegt, insbesondere Kurzstrecken rein elektrisch zu absolvieren. Deshalb starten sie bei ausreichend geladener Batterie stets im „E-Mode“. Der Golf eHybrid und der Golf GTE werden so zum Beginn jeder Fahrt automatisch zu Zero Emission Vehicles. Wer viel Kurz- und wenig Langstrecke fährt, wird mit diesen zwei Golf nur äußerst selten eine Tankstelle besuchen.

„Volkswagen steht für nachhaltige E-Mobilität für alle. Wir haben uns auf den ‚Way to Zero‘ gemacht und stellen die Umwelt konsequent in den Mittelpunkt unseres Handelns“, sagt Ralf Brandstätter, CEO von Volkswagen. „Unsere große E-Offensive war dabei nur der Anfang. Wir denken Dekarbonisierung ganzheitlich: Von der Herstellung über die Nutzung bis hin zum Recycling. Als erster Automobilhersteller unterstützen wir nun auch selbst den Ausbau regenerativer Energien im industriellen Maßstab.“

Ralf Brandstätter im Gespräch mit DIE AUTOSEITEN