In der fünften Generation des Sportage wird es den SUV-Bestseller von Kia erstmals in einer speziell für Europa konzipierten Version geben. Der europäische Sportage orientiert sich vom Format her am Vorgänger, während die globale Version deutlich in der Länge gewachsen ist. Der auf dem deutschen Markt angebotene Sportage soll nicht nur in den Proportionen und im Fahrverhalten auf die Ansprüche europäischer Kunden zugeschnitten sein, sondern auch beim Antrieb. Neben dem adaptivem Fahrwerk gibt es auch den „All-Terrain-Mode“, der auf rutschigem Untergrund die Traktion erhöhen soll. Die Markteinführung des neuen Sportage ist für Anfang 2022 angekündigt.

Mit einer Länge von 4,51 Meter, einer Breite von 1,86 Meter und einer Höhe von  1,64 Meter haben sich die Masse des Sportage mit der neuen Modellgeneration nur geringfügig verändert – der Radstand misst eine Länge von 2,68 Meter. Doch das Raumangebot des neuen Sportage ist deutlich gewachsen. So verfügen die Fondpassagiere über mehr Bein- und Kopffreiheit und der Gepäckraum fasst bis zu 591 Liter. Bei der Weltpremiere auf der IAA Mobility in München hatten DIE AUTOSEITEN bereits die Möglichkeit eine erste Sitzprobe zu unternehmen. Erstes Fazit: Im Innenraum fühlt man sich wohl. Für ein hohes Maß an Variabilität sorgt die dreigeteilte Rücksitzbank – wird sie komplett umgeklappt, wächst das Gepäckraumvolumen auf bis zu 1.780 Liter.

Der neue Kia Sportage wird mit einer breiten Palette moderner Antriebssysteme angeboten, die auch die Hybrid-Technologien beinhaltet. Da die neue Plattform speziell auf die Integration elektrifizierter Antriebe zugeschnitten ist, konnten bei den Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Versionen die Batterien so integriert werden, dass sie das Raumangebot kaum beeinträchtigen. Die Plug-in-Version ist die Topmotorisierung des neuen Sportage. Sie kombiniert einen 180 PS (132 kW) starken 1,6-Liter Turbobenziner mit einem 66,9-kW-Permanentmagnet-Elektromotor und einem 13,8-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Akku und hat eine Gesamtleistung von 265 PS (195 kW). Im Sportage Hybrid kommt ebenfalls der 1.6 T-GDI zum Einsatz, die Gesamtleistung liegt bei 230 PS (169 kW). Hier ist der Hybrid mit einem 44,2-kW-Permanentmagnet-Elektromotor und einem 1,49-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Akku kombiniert.

Zudem wird der 1,6-Liter Turbobenziner mit 48-Volt-Mildhybrid-Technologie angeboten: 150 PS (110 kW) und 180 PS (132 kW) stehen zur Wahl. Kia komplettiert das Antriebsangebot durch einen 1,6-Liter Turbodiesel. Das moderne, schadstoffarme Triebwerk mit aktiver SCR-Abgasreinigung und NOx-Speicherkatalysator wird in zwei Varianten mit 115 PS (85 kW) oder 136 PS (100 kW) angeboten. Die stärkere Version ist auch mit einer 48-Volt-Mildhybridisierung erhältlich. Sowohl die Benziner als auch die Diesel können mit einem automatisierten Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden. Die Alternative ist hier ein intelligentes Schaltgetriebe (iMT) mit sechs Gängen.

Die neue Plattform des Kia Sportage will ein noch präziseres, stabileres und komfortableres Fahrverhalten mit einem agilen, dynamischen Handling kombinieren. Dazu sollen auch die optimierte Lenkung und die neu abgestimmte Radaufhängung beitragen. Das neue adaptive Fahrwerk „Electronic Controlled Suspension“ (kurz ECS) will durch die kontinuierliche Echtzeitregelung der Dämpfungskraft zu jeder Zeit ein Höchstmaß an Komfort und Sicherheit bieten. Und das elektronisch gesteuerte Allradsystem gewährleistet eine je nach Fahrsituation und Straßenbedingung optimal angepasste Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterrädern.

 Die neue „All-Terrain Mode“-Funktion der Allradversionen will auch auf rutschigem Untergrund im Gelände eine hohe Traktion garantieren. Dabei kann der Fahrer zwischen drei Modi wählen (Snow, Mud, Sand), je nachdem, ob er sich auf matschigem, sandigem oder verschneitem Terrain bewegt. Mit jeder der Einstellungen wird dann der Antriebsstrang für das gewählte Szenario optimiert. Auch im normalen Fahrbetrieb auf der Straße kann mit der Fahrmoduswahl „Drive Mode Select“ zwischen drei Einstellungen (Comfort, Eco, Sport) gewählt werden. Der aktive Modus wird im digitalen Kombiinstrument angezeigt.

Der vollelektrische EV6

Der Kia EV6, das erste ausschließlich für den Batterieantrieb entwickelte Fahrzeug der Marke, feierte der IAA Mobility seine Europa-Premiere. Der EV6 möchte die neue Ausrichtung von Kia hin zu nachhaltiger, innovativer Mobilität verkörpern. Das Ziel bei der Entwicklung dieses Hightech-Stromers war, die vermeintlichen Hindernisse zu beseitigen, die viele vom Umstieg auf ein Elektroauto abhalten. So bietet der neue E-Crossover eine Reichweite von bis zu 528 Kilometern, lässt sich an 800-Volt-Stationen in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen und verfügt über ein großzügiges Interieur sowie ein Gepäckraumvolumen von 520 Litern. Kia sagt: „Damit bewegt sich der EV6 voll auf Augenhöhe mit benzin- oder dieselbetriebenen Fahrzeugen, kann aber eine deutlich bessere Umweltbilanz vorweisen.“

Steffen Cost , Vice President Operations KIA Europa und die DIE AUTOSEITEN auf der IAA    

Der knapp 4,70 Meter lange Kia-Stromer wird in drei Ausführungen erhältlich sein: als Basismodell, als GT-line und als GT. Für das Basismodell mit Heckantrieb steht auch eine 58-kWh-Batterie zur Wahl, die mit einem 125-kW-Motor (170 PS) kombiniert ist. Mit dem größeren Akku mobilisiert der heckangetriebene EV6 168 kW (229 PS) und mit Allradantrieb 239 kW (325 PS). Beide Antriebsvarianten werden sowohl für das Basismodell als auch für den EV6 GT-line angeboten. Das serienmäßig allradgetriebene Topmodell EV6 GT ist ebenfalls mit dem 77,4-kWh-Akku ausgestattet und leistet 430 kW (585 PS)*. Die Auslieferungen des Basismodells und des GT-line starten im Herbst 2021, die GT-Version folgt im Winter 2022.