Die Elektrifizierungsoffensive von Opel startet in eine neue Phase: Die deutsche Traditionsmarke baut aktuell nicht nur das Portfolio an elektrifizierten Modellen aus, sondern will ab 2028 in Europa komplett auf batterie-elektrische Fahrzeuge setzen. Zudem steigt Opel in den weltgrößten Automobilmarkt China ein – als rein elektrische Marke. Darüber hinaus feiert der legendäre Manta ein Comeback als reines Elektroauto.

„Opel wird auf dem Kernmarkt Europa ab 2028 ausschließlich Elektrofahrzeuge anbieten“, sagte CEO Michael Lohscheller beim digitalen Stellantis-Tag der Elektrifizierung („EV Day 2021“). „Das unterstreicht das Bekenntnis unserer Marke zur Elektromobilität. Die Zukunft der Automobilindustrie ist elektrisch – und Opel ist Teil dieser Bewegung. Wir sind auf dem Weg, Opel neu zu erfinden und uns zu einer jungen, grünen und globalen Marke zu entwickeln“, erklärte Lohscheller weiter. „Opel bewegt sich von ‚cold‘ zu ‚cool‘. Wir steuern auf eine CO2-neutrale Zukunft zu, denn CO2 ist die neue Währung in unserer Branche.“

Zudem ist nun die endgültige Entscheidung gefallen, die Marke Opel zurück nach China zu holen – weitere Details werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. „Wir haben versprochen, dass Opel global wird – und wir liefern. China ist der größte Automobilmarkt der Welt und wir sind sicher, dass wir dort profitabel wachsen werden. Chinesische Kunden können sich auf unsere Produkte und unsere emotionale deutsche Marke freuen“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. Zudem kündigte er an, dass Opel den legendären Manta neu erfinden wird, nachdem die Marke bei der Vorstellung des Opel Manta GSe ElektroMOD viel positives Feedback erhalten hat. „Der Manta ist eine echte Ikone in der Geschichte unserer Marke und eine Inspiration für ihre Zukunft. Bis Mitte des Jahrzehnts werden wir einen neuen Manta in Serie bringen. Natürlich rein elektrisch“, so Lohscheller.

Opel befindet sich mitten in einer großen Elektrifizierungsoffensive: Bereits in diesem Jahr bietet die Marke neun elektrifizierte Modelle an, bis 2024 werden alle Modelle auch in elektrifizierter Ausführung erhältlich sein.

Stellantis-Konzern stellt sich auf

Stellantis? Was bedeutet Stellantis? Im Januar 2021 ist aus der Fusion von FCA und Groupe PSA Stellantis-Konzern hervorgegangen. Insgesamt gehören insgesamt 14 Automobilmarken zur Gruppe, darunter auch US-Marken wie Chrysler, Dodge und RAM.

Die Marken des Stellantis-Konzerns haben ihre starke Position in Deutschland im ersten Halbjahr weiter ausgebaut. Der kombinierte Pkw-Marktanteil von Alfa Romeo, Citroën, DS Automobiles, Fiat/Abarth, Jeep, Maserati, Opel und Peugeot stieg nach vorläufigen Zahlen auf 14,0 Prozent – nach 12,9 Prozent vor einem Jahr. Damit bleibt Stellantis die klare Nummer zwei am deutschen Markt.

Besonders große Zuwächse verzeichnete von Januar bis Juni die Marke Opel (Pkw-Neuzulassungen +39,3 Prozent). Getragen von der großen Nachfrage nach dem Bestseller Corsa und dem Newcomer Mokka sowie der Neuauflage des Crossland kam Opel im Heimatmarkt auf einen Anteil von 6,1 Prozent – nach 5,0 Prozent im Jahr zuvor. Auch Maserati (+35,6 Prozent), Alfa Romeo (+32,7 Prozent), Peugeot (+23,8 Prozent) und Jeep (+18,3 Prozent) legten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 deutlich zu.

Stellantis Deutschland-Chef Amaury de Bourmont rechnet in den kommenden Monaten mit einer weiteren Verbesserung der Position in Deutschland, einem der wichtigsten Märkte von Stellantis in Europa. „Wir haben allen Grund zur Zuversicht, dass sich unser Aufwärtstrend fortsetzen wird. Denn wir haben großartige neue Produkte in der Pipeline.“ Dazu zählen der gerade erst enthüllte Peugeot 308 SW, die neue Peugeot 308 Limousine, der DS 4 und die Neuauflage des Opel-Verkaufsschlagers Astra. „Sehr erfreulich ist auch, dass der neue vollelektrische Fiat 500 sehr gut bei unseren Kunden ankommt“, sagte de Bourmont. Und auch bei Citroën soll die Elektrifizierungs-Offensive mit sechs elektrischen Modellen in diesem Jahr auf Hochtouren laufen.