Neuer Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz (links) im Gespräch mit DIE AUTOSEITEN

Zum 1. September 2021 wird Uwe Hochgeschurtz, derzeit noch CEO Renault Deutschland, Österreich und Schweiz, neuer CEO von Opel. Er übernimmt zu einem Zeitpunkt, an dem die deutsche Traditionsmarke die internationale Expansion – auch nach China – und mit großer Geschwindigkeit die Elektrifizierung vorantreibt. Hochgeschurtz folgt auf Michael Lohscheller, der sich entschieden hat, eine andere Herausforderung außerhalb des Stellantis-Konzerns anzunehmen.

Uwe Hochgeschurtz wird dem Top Executive-Team von Stellantis beitreten und direkt an Stellantis CEO Carlos Tavares berichten. Der gebürtige Kölner startete seine Karriere in der Automobilindustrie 1990 bei Ford, bevor er 2001 zu Volkswagen und 2004 zu Renault wechselte. Hochgeschurtz studierte Betriebswirtschaft in Deutschland (Wuppertal und Köln), Großbritannien (Birmingham) und Frankreich (Paris Dauphine).

 Carlos Tavares: „Ich möchte Michael Lohscheller herzlich dafür danken, dass er zusammen mit den Opel-Mitarbeitern ein starkes, nachhaltiges Fundament für das Unternehmen geschaffen hat. Dieser beeindruckende Turnaround ebnet nun den Weg für eine weltweite Expansion der Marke. Ich bin überzeugt, dass Uwe Hochgeschurtz dank seiner mehr als 30-jährigen Erfahrung in der Automobilindustrie dieses neue Kapitel der Marke Opel erfolgreich gestalten wird.“

Noch im Tarnkleid: der neue Opel Astra 

Opel Mokka

Opel Astra

Hintergrund: Opel befindet sich mitten in einer großen Elektrifizierungsoffensive. Bereits in diesem Jahr bietet die Marke neun elektrifizierte Modelle an, bis 2024 werden alle Modelle auch in elektrifizierter Ausführung erhältlich sein. Und die Elektrifizierung von Opel startet in eine neue Phase: Aktuell baut die deutsche Traditionsmarke nicht nur das Portfolio an elektrifizierten Modellen aus, sondern setzt ab 2028 in Europa komplett auf batterie-elektrische Fahrzeuge. Zudem steigt Opel in den weltgrößten Automobilmarkt China ein – als rein elektrische Marke. Darüber hinaus feiert der legendäre Manta ein Comeback als reines Elektroauto. Weitere Details werden zu gegebener Zeit veröffentlich

Opel auf der Überholspur: „Das erste Halbjahr 2021 war für Opel sehr erfolgreich. Dafür haben die Opel Händler vor Ort einen entscheidenden Beitrag geleistet, indem sie trotz schwieriger Rahmenbedingungen die Einführung des neuen Crossland sowie des neuen Mokka erfolgreich umgesetzt haben und dazu beitragen, dass der Corsa seit Monaten der meistverkaufte Kleinwagen Deutschlands ist“, sagt Opel Deutschlandchef Andreas Marx. „Darauf wollen wir im weiteren Jahresverlauf aufbauen und unseren Wachstumskurs fortsetzen.“

 Einen großen Anteil an diesem Erfolg hat einmal mehr der Opel Corsa – auch im Juni und damit im ersten Halbjahr erneut Deutschland beliebtester Kleinwagen: Im ersten Halbjahr verkaufte sich das „Auto des Jahres 2020“ in seinem Segment hierzulande 26.340 Mal (ein Plus von 48 Prozent). Auch die Neuzulassungen des Crossland stiegen mit plus 32 Prozent deutlich. Der neue Mokka, der erst im März 2021 zu den Händlern rollte, wurde seither 9.915 Mal in Deutschland zugelassen und trägt damit immer stärker zum Erfolg der Marke auf ihrem Heimatmarkt bei.

Stellantis-Konzern stellt sich auf  

 Stellantis? Was bedeutet Stellantis? Im Januar 2021 ist aus der Fusion von FCA und Groupe PSA Stellantis-Konzern hervorgegangen. Insgesamt gehören insgesamt 14 Automobilmarken zur Gruppe, darunter auch US-Marken wie Chrysler, Dodge und RAM.

Die Marken des Stellantis-Konzerns haben ihre starke Position in Deutschland im ersten Halbjahr weiter ausgebaut. Der kombinierte Pkw-Marktanteil von Alfa Romeo, Citroën, DS Automobiles, Fiat/Abarth, Jeep, Maserati, Opel und Peugeot stieg nach vorläufigen Zahlen auf 14,0 Prozent – nach 12,9 Prozent vor einem Jahr. Damit bleibt Stellantis die klare Nummer zwei am deutschen Markt.

Besonders große Zuwächse verzeichnete von Januar bis Juni die Marke Opel (Pkw-Neuzulassungen +39,3 Prozent). Getragen von der großen Nachfrage nach dem Bestseller Corsa und dem Newcomer Mokka sowie der Neuauflage des Crossland kam Opel im Heimatmarkt auf einen Anteil von 6,1 Prozent – nach 5,0 Prozent im Jahr zuvor. Auch Maserati (+35,6 Prozent), Alfa Romeo (+32,7 Prozent), Peugeot (+23,8 Prozent) und Jeep (+18,3 Prozent) legten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 deutlich zu.

Stellantis Deutschland-Chef Amaury de Bourmont rechnet in den kommenden Monaten mit einer weiteren Verbesserung der Position in Deutschland, einem der wichtigsten Märkte von Stellantis in Europa. „Wir haben allen Grund zur Zuversicht, dass sich unser Aufwärtstrend fortsetzen wird. Denn wir haben großartige neue Produkte in der Pipeline.“ Dazu zählen der gerade erst enthüllte Peugeot 308 SW, die neue Peugeot 308 Limousine, der DS 4 und die Neuauflage des Opel-Verkaufsschlagers Astra. „Sehr erfreulich ist auch, dass der neue vollelektrische Fiat 500 sehr gut bei unseren Kunden ankommt“, sagte de Bourmont. Und auch bei Citroën soll die Elektrifizierungs-Offensive mit sechs elektrischen Modellen in diesem Jahr auf Hochtouren laufen.