„Teardrop Trailer“ wurden die kleinen Wohnwagen genannt, die Anfang der 1930er-Jahre in den USA in Mode kamen und bald auch in Deutschland ihre Fangemeinde erschlossen. Doch während deren runde Form die Amerikaner an Tränentropfen erinnerte, wurde der Mini-Caravan hierzulande als „Ei“ legendär, genauer gesagt als „Dübener Ei“. Als Hintergrund: die deutsche Variante dieses rollenden Doppelbetts wurde erstmals im sächsischen Bad Düben konstruiert. Wie aus dem Ei gepellt präsentieren sich auch der kultige Nachfolger T@B 320 und dessen Zugfahrzeug, der Kia Stonic – zumal der Caravan aus dem Hause

KnausTabbert im gleichen leuchtenden Gelb lackiert wie der Kia-Crossover. Auch dessen kontrastierende schwarze Elemente vom Dach bis zu den Seitenschutzleisten setzen sich beim T@B optisch fort. Doch dieses Gespann will nicht nur optisch ein Dream-Team sein, sondern bietet trotzt seiner Kompaktheit alle Voraussetzungen für einen attraktiven Outdoor-Urlaub.

 Das fängt schon bei der Geräumigkeit des Stonic an. Für seine Länge von nur 4,14 Metern verfügt der Crossover über ein großzügiges Platzangebot. Sowohl Fahrer und Beifahrer als auch die Fondpassagiere haben ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Und das Gepäckraumvolumen von 352 Litern lässt sich durch Umklappen der Rücksitzlehne variabel auf bis zu 1.155 Liter erweitern. Hinzu kommt eine der größten Heckklappenöffnungen im B-SUV-Segment, daher lassen sich auch sperrige Gegenstände oder Kühlboxen leicht verstauen.

Seit der Jahrtausendwende erleben „Teardrop-Trailer“ eine Renaissance und KnausTabbert will dabei eine treibende Kraft sein. Seit das Unternehmen 2001 den ersten T@B vorstellte, genießt der Mini-Caravan nicht nur in seiner stetig wachsenden Fangemeinde Kultstatus. Der „Hipster unter den Wohnwagen“ ist optisch zwar an die legendären Vorläufer in Tränen- oder Eiform angelehnt. Doch in der Ausstattung und im Fahrverhalten ist der T@B 320 ein komfortabler, moderner Caravan, der wie der Kia Stonic trotz kompakter Außenmaße mit einem erstaunlich großzügigen Interieur überrascht.

 Der leichte, windschlüpfige Anhänger liegt ruhig auf der Straße und verhält sich auch bei kräftigem Bremsen absolut spurtreu. Zugleich glänzt das Gespann durch seine Handlichkeit. Mit 2,01 Metern Breite ist der T@B 320 so schlank, dass am Stonic keine Zusatzspiegel erforderlich sind, um den rückwärtigen Verkehr im Blick behalten zu können. Und mit nur 5,17 Meter Gesamtlänge lässt sich der Anhänger auch auf engem Raum leicht manövrieren.

 Der Innenraum mit Stehhöhe bietet Platz zum Kochen, Essen und Schlafen. Die U-förmige Sitzgruppe mit absenkbarem Tisch in der Mitte lässt sich mit wenigen Handgriffen in ein großzügiges Bett (175 x 200 cm) verwandeln. Der Zwei-Flammen-Kocher mit elektrischer Zündung, auf dem sich Töpfe und Pfannen fast jeder Größe verwenden lassen, ist mit einer Spüle kombiniert. Die Wasserversorgung erfolgt durch einen 20-Liter-Kanister mit Tauchpumpe. Darüber hinaus bietet der kleine Caravan ausreichend Stauraum, zum einen in den Schränken im Bug, zum anderen im Staufach unter der Sitzbank im Heck.

Abgesehen von der speziellen Farbgestaltung entspricht der T@B 320 dieses Gespanns der Ausführung „Mexican Sunset“. Sie beinhaltet serienmäßig unter anderem die Spüle samt Wasserversorgung, den Zwei-Flammen-Kocher inklusive Gasanlage (30 mbar) und Gaskasten für zwei 5-kg-Gasflaschen, hochwertige doppelverglaste Kunststofffenster mit Sicherheitsverriegelung, Ausstellfenster (Bug), Dachhaube mit Insektenschutz und Verdunklung, Vinyl-Bodenbelag, Schaummatratzen mit Holzlattenrost und eine LEDLichtleiste unter dem Küchenoberschrank. Die Ausstattung umfasst darüber hinaus verschiedene Extras: Polsterbezüge „Active Rock“, Verdunklungs- und Fliegenschutzrollos an den Fenstern, Dachzierleiste, Service-Klappe hinten rechts, um den Stauraum unter der Sitzbank auch von außen nutzen zu können, sowie die Auflastung auf 1.000 kg und eine Stabilisator-Sicherheits-Kupplung. Der Gesamtpreis dieses Modells inklusive der genannten Extras sowie TÜV und Papieren liegt bei 14.394 Euro (Grundpreis „Mexican Sunset“ 12.261 Euro).

Das Leergewicht beträgt 678 Kilogramm (Gewicht mit Serienausstattung: 655 kg). Der Komfort des T@B 320 lässt sich durch eine Reihe weiterer Optionen noch steigern. Angeboten werden unter anderem Kühlschrank, Heizung, Klimaanlage, 12-Volt-Versorgungspaket (Solartechnik-geeignete AMG-Batterie, elektronisches 28A-Ladegerät mit Spannungsfilter) sowie verschiedene Fahrradträger, die sich entweder auf der Deichsel oder auf dem optionalen Grundträger am Heck installieren lassen. Der Heckträger kann alternativ auch zur Befestigung einer wasserdichten Gepäckbox genutzt werden. Fazit: Mit ihrer Kombination von Kompaktheit, Praktikabilität und erfrischend sympathischem Design sind der Kia Stonic und der T@B 320 ein ideales Gespann, um Pause vom Alltag zu machen.

Stonic, der Zugwagen

Der Ende 2017 eingeführte Crossover, der zu den erfolgreichsten Kia-Modellen gehört und in Deutschland bisher über 24.000 Mal verkauft wurde, zeigt sich als praktischer Zugfahrzeug des T@B 320 – hier als Stonic 1.0 T-GDI 120 EcoDynamics+ mit Schaltgetriebe in der Ausführung Spirit samt „Technologie-Paket“ und „Kia-Navigationssystem“ für rund 28.000 Euro. Die Komfortausstattung beinhaltet unter anderem Smart-Key, Klimaautomatik, Sitzbezüge in Stoff-Leder-Kombination mit Farbakzenten in Gelb, beheizbare und höhenverstellbare Vordersitze, beheizbares, höhen und tiefenverstellbares Sportlederlenkrad, Mittelarmlehne vorn mit Staufach und USB-Ladebuchse im Fond. Information und Kontrolle bieten dem Fahrer neben dem Navigationssystem die Supervision-Instrumentenanzeige, Rückfahrkamera, Geschwindigkeitsregelanlage, Dämmerungs- und Regensensoren, Parksensoren vorn und hinten, selbstabblendender Innenrückspiegel und elektrisch anklappbare Außenspiegel.

Die breite Assistenzpalette beinhaltet Frontkollisionswarner mit Fußgänger- und Fahrraderkennung, aktiven Spurhalteassistenten mit korrigierendem Lenkeingriff, Spurwechselassistent, Querverkehrwarner, Verkehrszeichenerkennung für Tempolimits, Müdigkeitswarner inklusive Ablenkungswarner bei stehendem Verkehr und einen Fernlichtassistenten. Außen präsentiert sich das Zugwagen mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfern und LED-Rückleuchten, Kühlerabdeckung in Hochglanzschwarz mit Zierleisten in satiniertem Chrom, Chromleiste unter den Seitenfenstern, Privacy-Verglasung (dunkel getönte Scheiben ab B-Säule) und Dachreling.