In den Sommermonaten klettern die Spritpreise an den Tankstellen traditionell in die Höhe. Wer jedoch zur rechten Zeit zur richtigen Zapfsäule fährt und zudem sein Fahrverhalten anpasst, kann dennoch bares Geld sparen.

 Spritpreise beobachten

In der Regel tankt man abends günstiger als morgens, und montags ist es oft deutlich preiswerter als freitags. Wem Faustregeln zu ungenau sind, der kann auf eine der zahlreichen Smart-Phone-Apps zurückgreifen. Damit kann man die aktuell günstigste Tankstelle in der direkten Umgebung finden.

Bewusst fahren

Günstig tanken ist eine Möglichkeit, die Kosten zu senken – eine andere ist, das eigene Fahrverhalten zu überdenken. Rechnet es sich für kurze Wege das Auto zu nutzen? Hintergrund: solange der Motor noch kalt ist, verbrennt er mit Abstand am meisten Kraftstoff. Auf den ersten ein bis zwei Kilometern kann der Verbrauch umgerechnet schnell auf bis zu 30 Liter pro 100 Kilometer ansteigen.

 Ballast abwerfen

Auf dem Dach montierte Gepäck- oder Fahrradträger verstärken den Luftwiderstand eines Fahrzeugs erheblich. Mit zwei Rädern auf dem Dach verbrennt der Motor bis zu 40 Prozent mehr Kraftstoff – deutlich sparsamer ist dagegen der Transport auf einem Heckträger. Aber auch ohne Fahrräder erhöht der Dachträger den Verbrauch um rund fünf Prozent. Daher ist es ratsam, einen nicht benötigten Gepäckträger stets zu entfernen. Das konsequente Befreien von nutzlosem Ballast kann sich über das Jahr auszahel.

Reifendruck kontrollieren

Der Kraftstoff-Verbrauch hängt auch mit dem Reifendruck zusammen: Bei niedrigem Reifendruck steigt der Verbrauch spürbar an, weshalb es sich lohnt, die Pneus regelmäßig zu überprüfen. Selbst ein um 0,5 bar zu niedriger Reifendruck erhöht den Kraftstoffverbrauch um rund fünf Prozent. Die empfohlenen Werte finden sich in der Bedienungsanleitung, im Tankdeckel, am Holm der Fahrzeugtür oder in der Drucktabelle des Reifenherstellers.

Komfortzone ausweiten

Sitzheizungen und Klimaanlagen erhöhen zwar den Komfort, benötigen aber ebenfalls Sprit. Daher sollte man sie nur bei Bedarf nutzen. Man kann beispielsweise die Klimaanlage entlasten, indem man vor der Abfahrt gründlich durchlüftet und die Fenster auch beim Anfahren noch geöffnet lässt. Ab Erreichen der Wunschtemperatur sollten sie konsequent geschlossen bleiben.

 Fahrweise anpassen

Den höchsten Verbrauch hat ein Auto beim Anfahren und Beschleunigen – hier hilft es, möglichst früh in den nächsthöheren Gang zu schalten. Zudem ist es ratsam, den Motor bei Pausen von einer Minute oder länger abzustellen – etwa vor einer roten Ampel oder im Stau. Auch wenn sich die These hartnäckig hält: Durch den Neustart des Motors wird kein Benzin verschwendet. Eine im Auto verbaute Start-Stopp-Automatik spart im Stadtverkehr bis zu 15 Prozent Kraftstoff.