Porsche feiert den 25. Geburtstag seiner Roadster-Familie mit einem besonderen Jubiläumsmodell: dem Boxster 25 Jahre. Die weltweit auf 1.250 Exemplare limitierte Edition basiert auf dem 400 PS (294 kW) starken GTS 4.0-Modell mit 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor. Sie greift zahlreiche Designmerkmale jener Studie namens Boxster auf, die 1993 auf der Detroit Motor Show die Erfolgsgeschichte des offenen Zweisitzers einläutete. Die optisch kaum veränderte Serienversion ging vor 25 Jahren an den Start und tritt heute, nach mehr als 357.000 produzierten Einheiten, in vierter Generation an.

Die aktuelle Generation – der Porsche 718 Boxster der Modellreihe 982 – stellte im Januar 2016 die Weichen neu: Sie debütierte mit Vierzylinder-Turbomotoren und einem geschärften Design. Der 2,0-Liter leistet 300 PS (220 kW), der 2,5-Liter Vierzylinder-Boxermotor ist dank Turbolader 350 PS (257 kW) stark – kurz darauf folgte der Boxster GTS mit 365 PS (269 kW). An die Spitze rückte Mitte 2019 die Neuauflage des Boxster Spyder: Sie teilt sich das 420 PS (309 kW) starken 4,0-Liter Triebwerk mit dem geschlossenen sportlichen Spitzenmodell 718 Cayman GT4 – und seit 2020 treibt dieser Sechszylinder-Mittelmotor auch den 718 Boxster GTS 4.0 mit 400 PS (294 kW) an.

Rückblick: Der Boxster besitzt für Porsche eine besondere Bedeutung. Die Baureihe läutete eine Neuorientierung der Modellpolitik ein und wies dem Sportwagenhersteller Mitte der 1990er Jahre den Weg aus einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Dies spiegelte sich im ersten wassergekühlten Sechszylinder-Serienboxer ebenso wider, wie im intelligenten Gleichteilekonzept, das mit dem wendigen Mittelmotor-Roadster debütierte – die Rückkehr zu einer profitablen Produktion war geschaffen.

Dabei hat der preislich attraktive Zweisitzer die Herzen neuer, jüngerer Kunden von Beginn an erobert. Optisch zitierte er die noch junge, aber bereits ruhmreiche Geschichte der Marke. Die Anmutung der Detroit-Studie „Boxster“ erinnerte an den legendären 550 Spyder und den Rennsportwagen 718 RS 60 Spyder. Sie fand im Januar 1993 so großen Anklang, dass der Porsche-Vorstand kurzerhand die laufende Designentwicklung des Serienmodells beeinflusste und anordnete: „Bitte die Studie genauso bauen“ – eine kluge Entscheidung, wie die Zeit zeigen sollte.

Tatsächlich ließ das Serienmodell, als es im August 1996 an den Start ging, eine große Ähnlichkeit mit dem Messe-Highlight erkennen. Da es sich den Vorderwagen mit der Elfergeneration 996 teilte, stand die Abstammung außer Frage: Der Boxster war ein echter Porsche. Zugleich war sein mittig angeordneter 2,5 Liter großer Boxermotor mit 204 PS (150 kW) dank Wasserkühlung, Vierventiltechnologie und variablen Einlasssteuerzeiten für strengere Abgasnormen gewappnet.

Der Einstieg in die Porsche Welt

20 Jahre nach dem Debüt des ersten Boxster stellt Porsche seine Mittelmotor-Roadster neu auf: Die neue Modell-Generation heißt 718 Boxster und 718 Boxster S – die offenen Zweisitzer sind leistungsstärker und zugleich effizienter. Mit ihnen knüpft Porsche an die Tradition der Vierzylinder-Boxermotoren der 718 Mittelmotor-Sportwagen an. Er gewann in den 1950er und 1960er Jahren zahlreiche Rennen, darunter die legendäre Targa Florio und Le Mans.

Herzstück der neuen Modellreihe ist der neu entwickelte Vierzylinder-Boxermotor mit Turboaufladung: Der 718 Boxster leistet 300 PS (220 kW) aus 2,0-Liter Hubraum, der 718 Boxster S kommt auf 350 PS (257 kW) bei 2,5 Liter Hubraum. Im S-Modell setzt Porsche außerdem einen Turbolader mit variabler Turbinen-Geometrie ein. Porsche bietet damit neben dem 911 Turbo auch im 718 Boxster S als einziger Hersteller die VTG-Technologie in Serienfahrzeugen mit Benzinmotoren an. Sowohl das Leistungsplus von 35 PS (26 kW) überzeugt im Vergleich zu den bisherigen Boxster-Modellen, als auch die Effizienz der neuen Turbo-Motoren: Bis zu 13 Prozent weniger Kraftstoff sollen die neuen 718 Boxster Modelle verbrauchen. Serienmäßig sind die 718-Modelle mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgerüstet – als empfehlenswerte Option steht das Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) zur Wahl.

 In ihrer Fahrdynamik wollen die neuen Roadster der Spur der 718 Urahne folgen: Das komplett neu abgestimmte Fahrwerk steigert die Kurven-Performance. Zehn Prozent direkter ist die elektromechanische Lenkung ausgelegt. Damit lassen sich die 718 Boxster noch agiler und handlicher durch Rundkurse und Alltagsverkehr gleichermaßen steuern. Die neue Modellreihe präsentiert sich auch im Design: Der Zweisitzer ist komplett überarbeitet – bis auf die Kofferraumdeckel, die Windschutzscheibe und das Verdeck. Im Interieur rahmt eine neu gestaltete Schalttafel das Cockpit. Dazu serienmäßig an Bord ist das Porsche Communication Management (PCM) jüngster Generation mit modernem Touchscreen.