Der Sommer ist da und nach monatelangem „Lockdown“ werden dank sinkender Infektionszahlen die Einschränkungen nun Schritt für Schritt aufgehoben. So sind auch wieder Treffen mit Freunden möglich – zumindest im kleinen Kreis und natürlich weiterhin unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Doch das mit dem Abstand gestaltet sich vor allem bei gemeinsamen Autofahrten als eher schwierig. Neben dem Tragen einer FFP2-Maske hilft im Fahrzeug vor allem richtiges Lüften – der DIE AUTOSEITEN Tipp wie man hier vorgehen sollte.

 Denn die Gefahr einer Infektion lässt sich mit einer Variante besonders effektiv minimieren: Jedes geöffnete Fenster, und sei es auch nur um einen Spalt, nimmt Einfluss auf die Luftströmung und damit auch die Verteilung von Aerosolen oder anderen ausgeatmeten Teilchen in der Luft. Für ihre Untersuchungen hat  die University of Massachusetts und der Brown University in Providence in verschiedenen Szenarien bestimmte Fenster geöffnet und andere geschlossen gelassen, um die jeweiligen Luftbewegungen zu untersuchen. Dabei saßen Fahrer und Beifahrer stets diagonal versetzt, um deren Abstand voneinander größtmöglich zu gestalten. Das Ergebnis der Studie: Ist das Fenster hinter dem Fahrer und das Fenster vor dem Beifahrer geöffnet, während alle anderen geschlossen bleiben, entsteht ein Zirkulationsmuster, das einen großen Teil der Luft aus dem Fahrzeug leitet, ehe sie bei der anderen Person im Fahrzeug ankommt. Das setzt die Ansteckungsgefahr deutlich herab.

 Öffnet der Fahrer zusätzlich sein Fenster, ergibt sich in der Simulation ebenfalls eine Situation, bei der die Verteilung potenzieller Viren unwahrscheinlicher wird. Dieses und ein weiteres Szenario mit gar vier geöffneten Fenstern stufen die Wissenschaftler allerdings als nicht realitätsnah ein, da es – vor allem bei höheren Geschwindigkeiten oder niedrigeren Außentemperaturen – innen ziemlich ungemütlich wird. Daher lautet die Empfehlung: diagonal lüften, diagonal Fenster öffnen.