Autos mit Plug-in Hybrid sind eine wichtige Brücke auf dem Weg hin zu umweltfreundlicher Mobilität. Das erste Plug-in Hybrid Electric Vehicle (PHEV) der spanischen Marke SEAT – der SEAT Leon e-HYBRID – und ebenso andere Hybrid-Modelle bieten nicht nur einen reinen Elektromodus, sondern sind dank modernster Technologien effizienter, sauberer und leistungsstärker als viele Autos mit Verbrennungsmotoren. DIE AUTOSEITEN und Neus Mesalles, Ingenieurin im Bereich Complete Vehicle bei SEAT, räumen mit den größten Mythen rund um das Thema Hybrid-Antrieb auf, während wir im neuen SEAT Leon e-HYBRID unterwegs sind.

Mythos 1: Der reine Elektromodus eignet sich nur für die Stadt

Wir starten unsere Fahrt in Barcelona. „Das Fahrzeug ist so voreingestellt, dass der Motor, wann immer es möglich ist, im Elektromodus gestartet wird“, erläutert Neus Mesalles. Die Ingenieurin ist im Elektromodus auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle im 25 Kilometer entfernten Werk von SEAT in Martorell. „Mit der rein elektrischen Reichweite des Fahrzeugs ist die Hin- und Rückfahrt problemlos möglich.“ Der SEAT Leon e-HYBRID hat im Elektromodus eine Reichweite von bis zu 64 Kilometern.

Außerdem wird die Batterie auch unterwegs wieder aufgeladen. Der Schlüssel zur emissionsfreien Fahrt ist ein gefühlvoller Gasfuß. Über den Infotainment-Bildschirm zeigt der SEAT Leon e-HYBRID an, ob und wie er Energie verbraucht oder bei schonender Fahrweise zurückgewinnt. „Wenn ich vom Gas gehe oder leicht bremse, werden auf dem Display blaue Pfeile angezeigt. Sie weisen in Richtung Batterie. Auf diese Weise weiß der Fahrer, dass Energie erzeugt und in der Batterie gespeichert wird“, erläutert Mesalles. Für den Fahrer fühlt es sich an, als würde das Auto automatisch ein wenig abbremsen. Und in der Tat wird durch eine Umkehr der Wirkungsweise des Elektromotors hin zu einem Generator die Bremsenergie in Strom umgewandelt und gespeichert. In den meisten Fällen reicht dank vorausschauender Fahrweise sogar die Bremsleistung der Motorbremse aus, sodass die mechanische Bremse nur selten benutzt werden muss.

Mythos 2: Der Hybrid ist nichts für Landstraße und Autobahn

Während der Ausfahrt merkt Mesalles an: „Oft wird der Elektromodus mit niedrigen Geschwindigkeiten assoziiert, wie sie für die Stadt typisch sind. Wir sind bereits mit der rein elektrischen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h unterwegs.“ Auch auf der Landstraße oder der Autobahn sollte man vorausschauend fahren. Dann kann die Energierückgewinnung via Motorbremse abgeschaltet werden. Nimmt der Fahrer den Fuß vom Gas, gleitet der SEAT Leon e-HYBRID komfortabel, während sich die Geschwindigkeit kaum verringert. Das senkt den Verbrauch. So verändert sich die Definition von Fahrspaß schnell für Hybridfahrer: Es geht nicht mehr um die höchste Geschwindigkeit und die schnellste Zeit – sondern den geringsten Verbrauch und die höchste elektrische Reichweite.

Mythos 3: Der Plug-in Hybrid hat einen höheren Verbrauch

Kaum im SEAT angekommen, muss die Ingenieurin zu einer Teststrecke in 50 Kilometer Entfernung fahren. Dafür wählt sie den Hybridmodus. „Nun steuert das Hybridsystem die Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor je nach Fahrsituation, um eine maximale Energieeffizienz zu bieten“, sagt sie. Beim Beschleunigen ist der Elektromotor effizienter, fürs gleichmäßige Fahren wird die Batterie geschont und der sparsame TSI-Motor übernimmt den Vortrieb. Das spürt die Ingenieurin vor allem beim Anfahren auf den ersten Metern: Der SEAT Leon e-HYBRID fährt zunächst rein elektrisch an und schaltet, sobald das Fahrzeug Schwung aufgenommen hat, den Verbrenner hinzu. Das führt zu einem drastischen Rückgang des Verbrauchs. Auch die CO2-Emissionen werden so deutlich gesenkt.

Mythos 4: Das Hybrid-Auto bietet keinen Fahrspaß

Der SEAT Leon e-HYBRID ist auch für einen sportlichen Überholvorgang oder die flotte Autobahnfahrt zu haben: „Dann laufen beide Motoren gleichzeitig und können maximale Leistung und Drehmoment abrufen“, sagt Mesalles. Der Leon e-HYBRID liefert eine maximale Systemleistung von bis zu 204 PS (150 kW). Auch im reinen Elektromodus spielen Hybrid-Autos ihre Stärken aus: Im Gegensatz zu Verbrennern steht dem Fahrer unmittelbar nach Drücken des Gaspedals die volle Kraft des Elektromotors zur Verfügung, was sich vor allem beim Sprint aus dem Stand oder bei Überholmanövern bemerkbar macht.

 

Mythos 5: Ist der Akku leer, verpufft der E-Vorteil

Im Hybrid-Modus ist nicht nur eine automatische Kombination der beiden Motoren möglich, sondern auch eine manuelle Konfiguration. Der Ladezustand der Batterie kann zur späteren Nutzung geschont werden, etwa wenn die elektrische Reichweite nur noch wenige Kilometer beträgt und man diese für die letzten Kilometer auf dem Weg zur Ladesäule verwenden möchte. Sollte die E-Reichweite nicht genügen, lässt sich die Batterie auch im Verbrennungsmodus des TSI-Motors aufladen. So bleiben die wenigen Emissionen außerhalb der Stadt.

Mythos 6: Hybride werden nie geladen

Trotz aller genannten Vorteile verbreiten Gegner der Technologie die Behauptung, dass viele Hybrid-Fahrer ihre Autos gar nicht aufladen. Doch das Fraunhofer-Institut und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben in einer gemeinsamen Studie festgestellt, dass Plug-in-Hybrid-Autos mit einer Reichweite von rund 60 Kilometern genauso viele Kilometer rein elektrisch zurücklegen wie Elektrofahrzeuge: bis zu 15.000 Kilometer pro Jahr.

Mythos 7: Hybride sind unkomfortabel

Das regelmäßige Laden bietet auch viele Vorteile jenseits des Fahrkomforts und der Umweltschonung: Ein über Nacht an der Ladesäule angeschlossenes Hybrid-Auto kann über das Infotainment-System oder die SEAT Connect App klimatisiert werden. Im Winter beispielsweise ist es zu Fahrtbeginn warm im SEAT Leon e-HYBRID, im Sommer angenehm kühl. Das erhöht nicht nur den Komfort, sondern auch die Reichweite, da der Strom zur Klimatisierung nicht aus den Batterien entnommen werden muss. Die Umwelt und den Geldbeutel freut’s.

Mythos 8: Die Hybrid-Autos sind teurer und bringen keine Vorteile

Apropos Geldbeutel: Ihren höheren Listenpreis machen Hybridautos mit ihren geringeren Kosten für Steuern und Benzin wett. Viele Länder bieten zudem üppige Förderungen für die Anschaffung von Hybridautos und die Installation von Ladestationen am heimischen Parkplatz an. Beim emissionslosen Fahren muss man sich zudem keine Gedanken über die Emissionsschutzgesetze machen, die europaweit in immer mehr Städten gelten. Reservierte Fahrspuren führen am Stau vorbei und kostenlose Parkplätze in bester Lage schonen Geldbeutel und Nerven.

„Mit einem Plug-in-Hybrid haben Sie die beruhigende Gewissheit, dass Sie genauso weit fahren können, wie Sie es von einem konventionellen Verbrenner gewohnt sind“, sagt die Ingenieurin Neus Mesalles. „Sie sollten keine Angst davor haben, etwas Neues auszuprobieren. Die Kombination aus beiden Technologien – Elektro- und Verbrennungsmotor – bietet zahlreiche Vorteile.“