Mercedes-Benz feierte auf der Auto Shanghai 2021 die Weltpremieren des neuen vollelektrischen Kompaktmodells EQB, der Langversion der neuen C-Klasse – ausschließlich für den chinesischen Markt – und des neuen viertürigen Coupés CLS. Neben der für den chinesischen Markt entwickelten Version des EQB zeigten sich erstmals die vollelektrische Luxuslimousine EQS und der kompakte Stromer EQA auf einer Messe. Alle drei Mercedes-EQ Modelle debütierten auf der Mercedes-EQ Night im Rahmen der Auto Shanghai – damit scheint man in China wieder auf dem Weg „Zurück in die Normalität“ zu sein.

In China startet der neue EQB im November 2021 als vollausgestattetes Topmodell mit sieben Sitzen und der AMG Line. Europäische Kunden haben die Wahl zwischen fünf und sieben Sitzen, Allradantrieb und verschiedenen Leistungsstufen. Die Fertigung des EQB für den europäischen und den nordamerikanischen Markt startet ebenfalls Ende des Jahres im ungarischen Kecskemét. „China ist nicht nur die wichtigste Pkw-Absatzregion für uns, sondern auch der weltweit führende Markt für Elektroautos“, sagt Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für alle China-Aktivitäten. „Wir freuen uns sehr, den vollelektrischen EQB hier in China zum allersten Mal zu präsentieren. Mit seinen sieben Sitzplätzen trifft der neue EQB die Bedürfnisse sehr familienorientierter Kunden. Neben den richtigen Produkten ist unser lokaler Produktions-Footprint einer der entscheidenden Faktoren für nachhaltiges Wachstum in China. Deswegen freuen wir uns sehr darauf, den vollelektrischen EQB in Peking zu produzieren.“ 

Bereits im August 2021 kommt der neue EQS, das eigenständige, vollelektrische Mitglied im neuen S-Klasse Programm, in Europa auf den Markt. Auf der neuen Architektur folgen mit der Business-Limousine EQE und den SUV-Varianten von EQS und EQE bald weitere Modelle.

Mit dem EQS sollen die Kunden des Luxussegments alle Vorteile einer reinen Elektroarchitektur in Sachen Raumangebot und Design optimal nutzen können. Mit Reichweiten bis 770 km soll der EQS den Ansprüchen an eine progressive Limousine im S-Klasse Segment auch in dieser Hinsicht gerecht. Die neue Luxus- und Oberklasse-Generation von Elektrofahrzeugen basiert auf einer eigens dafür entwickelten Architektur, die in jeder Hinsicht skalierbar und modellübergreifend einsetzbar ist: Radstand und Spurweite sowie alle übrigen Systemkomponenten, insbesondere die Batterien, sind dank des modularen Systembaukastens variabel – das Fahrzeugkonzept ist damit für alle Anforderungen einer zukunftsorientierten, batterieelektrischen Modellfamilie optimiert.

Nächste Schritte zur Neuausrichtung in China

 Audi schließt weitere Partnerschaft mit chinesischem Unternehmen

Erstmals tritt Audi auf der Auto Shanghai 2021 mit zwei Partnern an einem gemeinsamen Messestand auf – gemeinsam mit den chinesischen Partnerunternehmen FAW und SAIC werden gleich vier Weltpremieren an den Start gebracht: das Konzeptfahrzeug Audi A6 e-tron concept, die erneuerten Audi Q5L und A7L sowie eine noch in Tarnfolie gehüllte SUV-Studie mit dem Namen Audi concept Shanghai. Audi geht konsequent die nächsten Schritte zur Neuausrichtung in China. Klarer Fokus auf Elektromobilität, ein neuer Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge in Changchun und eine zweite Partnerschaft mit der SAIC Motor Corporation – dies sind die Leitlinien, mit denen Audi die China-Strategie der Zukunft umsetzen wird.

„Wir treiben den Wandel hin zur nachhaltigen Mobilität in China aktiv voran. Mit der neuen Konstellation schaffen wir dazu das perfekte Fundament und richten das Chinageschäft von Audi strategisch neu aus“, sagt Markus Duesmann, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG. Ende 2020 hatte das Unternehmen bereits die Gründung der Audi FAW NEV Co. angekündigt. Gemeinsam mit dem langjährigen Joint-Venture-Partner FAW errichtet Audi derzeit ein komplett neues Automobilwerk eigens für die künftige Generation von elektrisch angetriebenen Modellen auf Basis der neuen Technik-Plattform PPE. Erste Serienautomobile für den Markt China sollen ab 2024 in Changchun vom Band rollen.

Mit einer zweiten Partnerschaft baut Audi zudem die Präsenz in China weiter aus. Die Kooperation mit der SAIC Motor Corporation startet in diesem Jahr mit der Produktion im Werk von Shanghai Volkswagen in Anting/Shanghai. Werner Eichhorn, Präsident von Audi China, betont: „Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner FAW haben wir unser Chinageschäft über drei Jahrzehnte erfolgreich aufgebaut. Gemeinsam mit der FAW und unserem zweiten Kooperationspartner SAIC starten wir nun in eine neue Wachstumsphase. Partnerschaften, mit denen wir den Erfolgskurs im größten Markt von Audi fortschreiben werden.“ 

Auf der Auto Shanghai gibt Audi mit seinen Weltpremieren einen Ausblick auf die konkreten Entwicklungen der Zukunft: Das Showcar Audi A6 e-tron concept zeigt zum ersten Mal, wie ein Automobil auf der ausschließlich E-Automobilen vorbehaltenen PPE-Plattform aussehen kann: ein so eleganter wie dynamischer 4,96 Meter langer Sportback, dessen 100-kWh-Batterie für eine Reichweite von mehr als 700 Kilometer sorgen soll – die Serienversion wird in Europa und in China gebaut und soll weltweit angeboten werden. Die 800-Volt-Technologie an Bord ermöglicht besonders schnelles Laden – gerade einmal 10 Minuten dauert es, Energie für 300 km nachzuladen. Noch in Tarnfolie gehüllt, zeigt SAIC Audi den zweiten Debütanten des neuen Programms – eine SUV-Studie mit dem Namen Audi concept Shanghai. Die Serienversion des rein elektrisch angetriebenen, 4,87 Meter langen Automobils soll in der zweiten Jahreshälfte 2021 enthüllt werden.

Hintergrund: Im Jahr 1988 war Audi der erste Premium-Hersteller, der im Joint Venture FAW-Volkswagen die lokale Produktion in China startete. Bis heute wurden in China rund 7 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Audi produziert im Joint Venture FAW-VW bereits an vier Standorten in China, in Changchun, Foshan, Tianjin und Qingdao. Im Jahr 2020 wurden in der Volksrepublik insgesamt 727.358 Fahrzeuge verkauft – das entspricht einem Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal 2021 lieferte Audi 207.386 Fahrzeuge an Kunden in China aus.

Die Regionalstrategie ist wichtig

 Volkswagen erweitert die ID. Familie

Volkswagen treibt die Elektrifizierungs-Offensive weltweit voran. Mithilfe der Regionalstrategie will das Unternehmen in China zum führenden Anbieter nachhaltiger Fahrzeuge werden. Schon 2030 soll mindestens jedes zweite in China verkaufte Fahrzeug ein E-Fahrzeug sein. Auf der Auto Shanghai feierte deshalb das erste eigens für den chinesischen Markt entwickelte Modell ID.6

seine Weltpremiere. Ein Wunsch nach viel Platzangebot, Sicherheit und Komfort, gepaart mit einem hohen Kundeninteresse für neue Technologie und Vernetzung – China ist ein Markt wie kaum ein anderer. Bis 2023 wird Volkswagen in China insgesamt acht ID. Modelle auf die Straße bringen. Mit der Weltpremiere des ID.6

in China führt Volkswagen seine Regionalisierungsstrategie fort. So bereitet die Marke jetzt die Basis dafür, dass bis 2030 mindestens 50 Prozent der in China abgesetzten Volkswagen Fahrzeuge elektrisch fahren.

Der ID.6 ist ein weiterer wichtiger Baustein, um auch in China die begehrteste Marke für nachhaltige Mobilität zu werden. Er basiert auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) und wird in zwei Versionen (SAIC VOLKSWAGEN ID.6 X und FAW-Volkswagen ID.6 CROZZ) auf den Markt kommen. Das bislang größte ID. Modell bietet Platz für sechs oder sieben Fahrgäste – je nach Modell – und will hinsichtlich Raumangebot, Funktionalität, Design sowie insbesondere Benutzerfreundlichkeit Maßstäbe setzen – somit ist der ID.6 speziell auf die Bedürfnisse und Wünsche chinesischer Kunden zugeschnitten.

„Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, die führende Elektroauto-Marke im Markt zu werden“

China spielt eine Kernrolle bei der weltweiten Transformation der Autoindustrie hin zu Elektrifizierung und Digitalisierung und damit auch für die Ziele der Marke Volkswagen.

Olaf Gutowski, Vizepräsident Vertrieb, Marketing und After Sales bei Volkswagen China, analysiert die Bedeutung einer Regionalstrategie und des neuen ID.6. 

Was unterscheidet den chinesischen und den europäischen Markt für Automobilhersteller?

Gutowski: China ist ein Markt, der sich sehr schnell verändert, und gleichzeitig sind chinesische Kunden sehr offen für neue Technologien. Aufstrebende, lokale Marken wie NIO und Xpeng verschärfen den Wettbewerb, vor allem im Bereich teil- und reinelektrisch angetriebener und hochvernetzter Fahrzeuge. In China haben wir deshalb für unsere ID. Modelle sowohl eine starke Rechenleistung als auch eine potente Software-Plattform vorgesehen, um die Nachfrage unserer Kunden nach digitalen und vernetzten Diensten an Bord erfüllen zu können. Chinesische ID.6 Kunden können beispielsweise Informationen zur Luftqualität oder Strafzettel für Verkehrsvergehen abrufen. Das sind nur zwei Beispiele dafür, dass wir unsere ID. Modelle speziell auf die Bedürfnisse des chinesischen Markts abstimmen. Wir wollen in China bis zum Jahr 2023 acht ID. Modelle einführen und somit unsere Elektromobilitätsoffensive beschleunigen. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, die führende Elektroauto-Marke im Markt zu werden. Bis 2030 sollen mindestens 50 Prozent aller verkaufter Volkswagen in China rein elektrisch angetrieben sein.

Wie wichtig ist der ID.6 für den chinesischen Markt? 

Gutowski: Um diese Ziele zu erreichen, wird der ID.6 unser erstes speziell für den chinesischen Markt entwickeltes ID. Modell. Chinesische Kunden ziehen die SUV-Karosserieform wegen ihrer Funktionalität, Übersichtlichkeit und ihres Komforts vor. Deshalb bringen wir den ID.6 gleich in zwei beeindruckenden Versionen auf den Markt. Unter dem Dach unseres Joint-Ventures SAIC VOLKSWAGEN führen wir den ID.6 X ein und mit FAW-Volkswagen den ID.6 CROZZ. Beide Versionen verfügen über einen Radstand von 2.965 Millimetern. Ein geräumiges Interieur mit drei Sitzreihen und Versionen mit sechs oder sieben Sitzen erfüllen unterschiedliche Kundenanforderungen. Seit Ende März liefern wir bereits unsere beiden ID.4 Modelle aus, die beiden ID.6 Varianten vergrößeren das Angebot an ID. SUVs also auf insgesamt vier Modelle in China. Unsere Kunden haben somit eine größere Auswahl an rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen von Volkswagen.

 Warum ist eine gezielte Regionalstrategie entscheidend für den Erfolg?

 Gutowski: In unterschiedlichen Märkten gibt es unterschiedliche Kundenwünsche, Straßenverhältnisse und Wettbewerber, weshalb es von größter Bedeutung ist, mit einer gezielten Regionalstrategie auf die tatsächliche Marktsituatuion einzugehen. China ist einer der weltweit bedeutendsten Märkte für Volkswagen und wird auch in Zukunft eine Schlüsselrolle beim Wandel hin zu Elektrifizierung und Digitalisierung spielen. Wie schon bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren will Volkswagen nun auch die führende Marke für nachhaltige Mobilität in China werden. Der ID.6 ist der nächste Baustein, um dieses Ziel zu erreichen.

Weltpremiere für den BMW iX

 Das neue Technologie-Flaggschiff der BMW Group

Rein elektrisch, in jeder Hinsicht nachhaltig, intelligenter denn je und im natürlichen Dialog mit dem Fahrer: Das sind wesentliche Merkmale des Automobils für die Fahrfreude der Zukunft, wie sie BMW auf der Auto Shanghai 2021 präsentierte. Schon bald ist diese fortschrittliche Form der individuellen Mobilität auch auf der Straße erlebbar: im BMW iX, dessen Weltpremiere als real erlebbares Serienfahrzeug im Mittelpunkt des Auftritts von BMW in Shanghai steht und dessen Markteinführung auch in China noch im Verlauf des Jahres 2021 beginnt.

Das neue Technologie-Flaggschiff der BMW Group soll die Innovationskraft des Unternehmens in den Bereichen Design, Elektromobilität, Fahrfreude, Nachhaltigkeit, Luxus und Vernetzung repräsentieren. Als erstes Modell der Marke verfügt der BMW iX über das neue Operating System 8 und die jüngste Generation des BMW iDrive, das die Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug zu einem intuitiven, persönlichen und emotionalen Erlebnis macht. Zugleich bildet das Operating System 8 die Basis für die nahtlose Integration zusätzlicher digitaler Services. Die dadurch optimierten Möglichkeiten zur Nutzung von marktspezifischen Apps in China bilden einen weiteren Schwerpunkt der Präsentation von BMW auf der Auto Shanghai 2021.

Die Auto Shanghai gehört zu den weltweit größten und bedeutendsten Fachmessen der Automobilindustrie und bietet auch in diesem Jahr einen spannenden Überblick über aktuelle Trends und Innovationen der Branche. In den Hallen des National Exhibition and Convention Centers (NECC) in der chinesischen Wirtschaftsmetropole zeigen Automobilhersteller, Zulieferer und Dienstleister aus aller Welt ihre neuen Modelle, Produkte und Technologien.

Der BMW iX wird zum Markstart Ende 2021 in zwei Modellvarianten angeboten: Die Elektromotoren der Modelle iX xDrive50 und iX xDrive40 stammen ebenso wie die Leistungselektronik, die Ladetechnologie und die Hochvoltspeicher aus der fünften Generation der BMW eDrive Technologie. Der elektrische Allradantrieb des BMW iX xDrive50 kommt auf eine Höchstleistung von mehr als 500 PS (370 kW) und ermöglicht eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in weniger als 5,0 Sekunden, kombiniert mit einer Reichweite von mehr als 600 Kilometern und einem Stromverbrauch von weniger als 21 kWh je 100 Kilometer.

Die entsprechenden Werte für den BMW iX xDrive40 belaufen sich auf mehr als 300 PS (240 kW) und auf mehr als 400 Kilometer und weniger als 20,0 kWh je 100 Kilometer.