Er fährt nicht im Rampenlicht, steht aber vor dem Start zum Formel 1-Grand Prix Start in der ersten Reihe und sorgt für die Sicherheit auf der Rennstrecke: Das Safety Car. Während des GP-Rennen parkt das Safety Car einsatzbereit in der Boxengasse und wird nur nach dem Kommando der FIA auf die Strecke gelassen. Das Safety Car hat die Aufgabe, die Formel 1 Rennwagen nach Unfällen oder widrigen Witterungsbedingungen sicher aus Extremsituationen zu führen. Dabei darf kein Formel 1-Fahrer das Safety Car überholen. Wenn sich das Safety Car an die Spitze des Feldes setzt, muss dessen Fahrer möglichst schnell vorausfahren. Hintergrund: Die Gefahr, dass sonst die hochtechnisierten V8-Motoren der F1-Autos überhitzen und zudem die Reifen an Haftung verlieren, ist groß. Erst wenn das F1-Feld, beispielsweise nach einem Unfall wieder zusammengeführt und die Gefahrenstelle ausgeräumt ist, biegt Safety Car-Fahrer Bernd Mayländer in die Boxengasse ein und die Hatz kann auf ein Neues beginnen.

 Zwischen 2000 und 2500 Kilometer fährt das Safety Car im Jahr und reist mit dem Formel 1-Tross rund um den Globus. Dass für diese verantwortungsvolle Aufgabe ein erfahrener Rennfahrer am Steuer sitzen muss, ist verständlich. Seit nunmehr 21 Jahre fährt Ex-DTM-Pilot Bernd Mayländer das Safety Car und seit zehn Jahren stellt AMG, das Sportabzeichen von Mercedes-Benz, neben dem Safety Car auch das Medical Car. „In all den Jahren haben mich meine Safety Cars nie im Stich gelassen. Diese vorbildliche Zuverlässigkeit ist auch ein ganz wesentlicher Sicherheitsfaktor. Die hohe Rennstreckenperformance begeistert mich immer wieder. Ich freue mich, dass ich weiterhin das FIA Safety Car pilotiere und in dieser Saison wird es für mich nicht nur wegen der geänderten Farbe noch abwechslungsreicher“, sagt AMG-Markenbotschafter und Instruktor bei der AMG Driving Academy Bernd Mayländer, der 2000 von der FIA als Fahrer des Official Safety Car der FIA Formel 1 Weltmeisterschaft ernannt wurde.

Das Medical Car: Aston Martin DBX   

Das Safety  Car: Aston Martin Vantage

In die Formel 1 Saison 2021 starten das Mercedes-AMG Official Safety Car und das Official Medical Car der FIA Formel 1 Weltmeisterschaft mit einer neuen Lackierung: Das kräftige Rot entspricht nicht nur der Farbwelt von Mercedes-AMG, sondern vor allem auch der des Mercedes-AMG Petronas F1 Team-Partners CrowdStrike, der ab dieser Saison auch als Official Mercedes Safety Car Sponsor auftritt. Wie in den Vorjahren dient als Basis für das Safety Car der Mercedes-AMG GT R (585 PS/430 kW) und als Medical Car kommt der Mercedes-AMG C 63 S T-Modell (510 PS/375 kW) zum Einsatz.

Bernd Mayländer wird das Formel 1-Feld in diesem Jahr wechselweise in unterschiedlichen Fahrzeugen um die Rennkurse führen: Erstmals seit 1996 teilt sich Mercedes-AMG die anspruchsvollen Sicherheitsaufgaben von FIA Safety Car und FIA Medical Car mit einem anderen Automobilhersteller – der britischen Sportwagenmarke Aston Martin, mit der eine weitreichende Technik-Kooperation besteht, unter anderem in Form der Achtzylinder Biturbo-Motoren von Mercedes-AMG. Den ersten Einsatz übernimmt Aston Martin beim Saisonauftakt am 28. März beim Formel 1 Gulf Air Bahrain Grand Prix 2021. Mercedes-AMG startet mit seinen Sicherheitsfahrzeugen am 18. April beim zweiten Lauf der FIA Formel 1 Weltmeisterschaft in Imola (Italien).

„Bereits seit 1996 führen Fahrzeuge von Mercedes-AMG als Official Safety Cars die Formel 1 sicher um den Kurs, wenn schlechte Witterungsverhältnisse oder Zwischenfälle den Einsatz erforderlich machen. Somit war es für uns eine Selbstverständlichkeit, den Vertrag weiter zu verlängern. Maximale Sicherheit gehört für uns zur höchsten Priorität – sowohl im Rennsport als auch bei unseren Straßenfahrzeugen“, sagt Christoph Sagemüller, Leiter Mercedes-AMG Motorsport. „Dennoch hoffen wir natürlich, dass beide Fahrzeuge in dieser Saison möglichst wenig zum Einsatz kommen müssen.“ Das erste Safety Car von Mercedes-Benz war 1996 der C 36 AMG, später folgten die Modelle CLK, CL, SL und SLK 55 AMG. Ab 2006 fuhr der CLK 63 AMG an die Spitze des Formel 1-Feldes, gefolgt vom SL 63 und SLS AMG. 2015 debütierte dann der Mercedes-AMG GT

DIE AUTOSEITEN vor Ort: Saison-Start 2021 der Formel-1-Weltmeisterschaft in Bahrain