Mit dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) verfügt Volkswagen bereits heute über eine der leistungsfähigsten reinen Elektro-Plattformen der Industrie. Diese wird mit der Produktion in Europa, China und USA weltweit skaliert. Bis 2022 sollen konzernweit 27 Modelle auf Basis des MEB angeboten werden. Bereits im nächsten Jahr will der Konzern zudem erste Fahrzeuge auf Basis der Premium Platform Electric (PPE) mit mehr Beschleunigung, höheren Reichweiten und kürzeren Ladezeiten bringen. Bis Mitte des Jahrzehnts will der Konzern mit der Scalable Systems Platform (SSP) die nächste Generation einer rein-elektrischen, volldigitalen und hochskalierbaren Fahrzeugplattform entwickeln – mit dem Ziel: Auf der Modelle aller Marken und Segmente gebaut werden können.

 „Elektrifizierung und Digitalisierung verändern das Auto schneller und radikaler als je zuvor. Für beide Themen sind Skaleneffekte absolut entscheidend. Mit unserer Plattform-Roadmap werden wir das volle Potenzial unseres Konzernverbunds noch besser ausschöpfen. Wir bündeln die Kräfte unserer starken Marken und können so Zukunftstechnologien noch schneller skalieren und für möglichst viele Menschen verfügbar machen“, sagte Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, anlässlich der Bilanzvorlage für das abgelaufene Geschäftsjahr.

 Der Rückblick: „Im Jahr 2020 hat der Volkswagen Konzern erneut seine Robustheit unter Beweis gestellt, trotz der andauernden Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie. Mit einem operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen von über 10 Milliarden Euro haben wir die Erwartungen aus der ersten Hochphase der Pandemie im Frühjahr 2020 deutlich übertroffen“, erklärte  Frank Witter, Konzernvorstand Finanzen und IT. „Wir sind sehr zufrieden, dass der Volkswagen Konzern trotz der Pandemie sein strategisches Ziel von über 10 Milliarden Euro Clean Cash Flow in 2020 erreicht hat.“

Der größte Einzelmarkt China erholte sich schnell und erwies sich als Stabilitätsanker in der Krise. Alle vertretenen Marken des Konzerns konnten dort positive Ergebnisse erzielen. In Südamerika konnte das Unternehmen seinen Marktanteil auf einen neuen Rekordwert von über 14 Prozent steigern. Hier erwartet der Konzern im laufenden Geschäftsjahr die Rückkehr in die Gewinnzone. In Nordamerika erlebt Volkswagen fünf Jahre nach der Dieselkrise mit einer Vielzahl neuer, auf den US-Markt zugeschnittener Modelle ein Comeback.

In Europa stieg vor allem der Absatz von E-Autos mit der Markteinführung des ID.3 an. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge an den Auslieferungen in Westeuropa erhöhte sich auf 10,5 Prozent (2019: 1,9 Prozent). Damit belegt der Volkswagen Konzern im reinen Elektro-Segment in Westeuropa den Spitzenplatz mit einem Anteil von rund 25 Prozent.

 Fakt ist, die große E-Offensive von Volkswagen greift. 2020 hat der Konzern den Absatz rein-elektrischer Fahrzeuge mehr als verdreifacht. Bis spätestens 2025 will der Konzern Weltmarktführer für E-Mobilität werden. Dazu plant das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren Investitionen in Höhe von rund 46 Milliarden Euro in die Elektromobilität und die Hybridisierung seiner Flotte. Bis 2030 soll der Anteil rein-elektrischer Fahrzeuge in Europa auf bis zu 60 Prozent steigen. Klares Statement: Die Festlegung auf einen festen Zeitpunkt für das Ende der Verbrenner-Technologie lehnte der Konzern mit Verweis auf die je nach Region unterschiedlichen Primärenergienutzung und die regulatorischen Rahmenbedingungen ab.