Der Ford Mustang elektrisiert seit mittlerweile 57 Jahren seine Fans rund um den Globus – dies ist sprichwörtlich aber nicht technisch gemeint. Doch 2021 ist die US-Ikone bereit für eine elektrifizierte Zukunft: Mit dem neuen Mustang Mach-E präsentiert der Konzern eine rein elektrisch angetriebene Variante. Der 5-türige Crossover-SUV soll ebenso von der Sehnsucht nach Freiheit, Fortschritt und herausragenden Fahrleistungen geprägt sein wie der legendäre Sportwagen, der 1964 auf den Markt kam. Der 4,71 Meter lange und 1,62 Meter hohe Mustang Mach-E möchte heute diese Ideale auf eine neue Ebene heben. Dies soll sich beispielsweise in der von bis zu 610 Kilometern, der serienmäßigen Schnell-Lade-Option mit Gleichstrom und einer maximalen Ladeleistung von bis zu 150 kW widerspiegeln. Die Höchstgeschwindigkeit des Mustang Mach-E ist allerdings auf 180 km/h abgeriegelt – die Preise starten bei 46.900 Euro.

 Ford bietet den neuen Mustang Mach-E wahlweise mit Heck- (RWD) sowie dank Dual-Elektromotor auch mit Allradantrieb (AWD) an. Außer der Standard-Range-Batterie ist eine Extended-Range-Batterie für eine noch größere Reichweite lieferbar. Die bezogen auf die Reichweite kleinere der beiden zur Wahl stehenden Batterien („Standard Range“) hat 288 Lithium-Ionen-Zellen und eine nutzbare Speicherkapazität von 68 Kilowattstunden (kWh) – in Kombination mit Heckantrieb ergibt sich in dieser Konstellation eine kombinierte Reichweite von bis zu 440 Kilometern. Die größere Batterie („Extended Range“) hat 376 Zellen und eine nutzbare Kapazität von 88 kWh. In Kombination mit Heckantrieb ermöglicht dies eine Reichweite von bis zu 610 Kilometern. 

Der Mustang Mach-E mit Heckantrieb (RWD) ist mit einem neu entwickelten Wechselstrom-Motor ausgerüstet, der für die Kraftübertragung auf die Hinterräder verantwortlich ist. Das permanenterregte Synchron-Aggregat stellt sein maximales Drehmoment von jeweils 430 Nm nahezu verzögerungsfrei zur Verfügung. Das bedeutet in der Praxis: Der Mach-E reagiert äußerst spontan auf Pedal-Befehle. Im Mustang Mach-E Allrad (AWD) kommt zusätzlich an der Vorderachse ein permanenter Dual-Elektromotor zum Einsatz, der die Vorderräder antreibt. Das Powertrain-Control-Modul regelt die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse unabhängig voneinander. Die Drehmomentverteilung hängt von mehreren Parametern ab – vornehmlich von der Beschleunigung, dem Schlupf an den Räder durch das ESP-Signal und der Geschwindigkeit. Der Mustang Mach-E mit Standrad-Range sowohl als RWD als auch AWD leistet 269 PS (198 kW); der Mustang Mach-E mit Extended-Range leistet als RWD 294 PS (216 kW) und als AWD 351 PS (258 kW).    

 Während einer ersten Testfahrt vermittelte der Ford Mustang Mach-E Allrad eine  dynamische Fahrcharakteristik und eine sichere Traktion. „Die ausgewogene Gewichtsverteilung und das schnelle Ansprechverhalten der elektrischen Architektur haben es uns ermöglicht, den Fahrspaß auf jeder Art von Straße zu maximieren – sei es auf der Serpentinenstrecke in den Alpen, sei es auf deutschen Autobahnen oder sei es auf britischen Landstraßen“, betont Geert Van Noyen, Leiter Fahrzeugdynamik bei Ford Europa.

Mit den drei serienmäßigen Fahrmodi „Whisper“ (zahm), „Active“ (aktiv) und „Untamed“ (temperamentvoll) soll möglichst jeder Mach-E-Fahrer eine Gangart finden, die seinen Vorstellungen entspricht. Die Fahrmodi lassen sich über den Touchscreen auswählen und vereinen maßgeschneiderte Dynamik-Eigenschaften mit einem speziellen sensorischen und akustischen Erlebnis. Dies reicht von fein abgestimmten Rückmeldungen zum Beispiel der Lenkung über die Ambiente-Beleuchtung bis hin zu authentisch komponierten „Motor“-Soundeffekten und der Animation der Bedienelemente.

Der „Zahm“-Modus bedeutet eine leichtgängige Lenkung, eine zurückhaltende Charakteristik des Beschleunigungspedals und einen möglichst leisen Innenraum – dies ist eine entspannte Art den Mustang Mach-E zu erleben. Dieser Modus optimiert zudem die Traktionskontrolle, die auf nasser und rutschiger Fahrbahn optimalen Grip sicherstellen will und den Fahrer zusätzlich entlasten soll.

 Der „Aktiv“-Modus lässt die ruhige, unaufgeregte Seite des E-Autofahrens ebenso zu wie den jederzeit agilen Antritt – eignet sich somit für viele Alltagssituation. Wenn zusätzlich der auf maximale Energie-Effizienz ausgelegte EcoMode eingreift, wird dies auf dem digitalen Kombi-Instrument angezeigt und die Multicolor-LEDs der Ambiente-Beleuchtung tauchen den Innenraum in ein dezentes Blau.

 Möchte der Fahrer das volle Leistungspotenzial des Mustang Mach-E ausloten, wählt er „Temperamentvoll“. Dieser Modus strafft die Lenkung, lässt das Beschleunigungspedal direkter ansprechen und vermittelt beim Verzögern das Gefühl sportlichen Zurückschaltens. Dazu soll auch der künstlich erzeugte „Motor“-Sound im Innenraum, die orangefarbene Beleuchtung und die dynamischen Linien auf dem Fahrerdisplay sorgen, die alle Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte grafisch abbilden.

 „Beim Mustang Mach-E haben wir die Möglichkeit genutzt, das Fahrerlebnis je nach Bedarf maß zu schneidern. So kann jeder Fahrer genau die Fahrzeug-Charakteristik wählen, die er sich wünscht – je nachdem, wie er sich gerade fühlt. So wird das Auto zu einem Gefährten, der auf die Stimmungslage reagiert“, sagte Matthias Tonn, Leitender Programingenieur für den Mustang Mach-E in Europa, gegenüber DIE AUTOSEITEN anlässlich der Fahrvorstellung und erklärte weiter, „dass sich die individuellen Einstellungen unterscheiden sich von Modus zu Modus nicht einmal sehr stark – aber der Gesamteffekt ist exakt so, wie man es möchte.“

Zwei Ladekabel für den Mustang Mach-E

Die Käufer des Mustang Mach-E erhalten ab Werk zwei Ladekabel: Das sechs Meter lange Mode 3-Kabel ist für öffentliche Wechselstrom-Ladesäulen und Wallboxen mit Typ 2-Anschluss gedacht. Außerdem gehört ein 6,7 Meter langes Heimladekabel zum serienmäßigen Lieferumfang. Damit können die Besitzer ihren Mustang Mach-E sowohl an der haushaltsüblichen 230 Volt-Steckdose als auch an einem blauen CEE-Anschluss aufladen. Auf Wunsch gibt es die Ford Connected Wallbox mit 7,5 Meter langem Ladekabel – Preis: 599 Euro zuzüglich Installation. Das an der Wand montierte Ladegerät ist mit einer Leistung von 11 kW (3-phasig) verfügbar und kann die Batterie des Mustang Mach-E in rund sechs Stunden von zehn auf 80 Prozent aufladen. Die Ford Connected Wallbox ist wetterfest und eignet sich daher auch für eine Installation im Freien. Sie kann mit der FordPass-App vom Smartphone aus überwacht und gesteuert werden.