Der Volkswagen Konzern hat auf seinem ersten „Power Day“ die Technologie-Roadmap für die Bereiche Batterie und Laden bis 2030 präsentiert. Ziel der Roadmap ist, Komplexität und Kosten der Batterie signifikant zu senken, um das E-Auto für möglichst viele Menschen attraktiv und bezahlbar zu machen. Zugleich will der Konzern den Bedarf an Batteriezellen über 2025 hinaus absichern. Allein in Europa sollen bis Ende des Jahrzehnts sechs Gigafabriken mit einer Gesamtkapazität von 240 Gigawattstunden entstehen. Auch den weltweiten Ausbau des öffentlichen Schnellladenetzes treibt Volkswagen energisch voran. In Europa hat das Unternehmen dazu Kooperationen mit den Energieunternehmen BP (Großbritannien), Iberdrola (Spanien) und Enel (Italien) vereinbart.

 „E-Mobilität ist zu unserem Kerngeschäft geworden. Nun integrieren wir systematisch weitere Stufen in der Wertschöpfungskette. Wir sichern uns langfristig eine Pole-Position im Rennen um die beste Batterie und das beste Kundenerlebnis im Zeitalter der emissionslosen Mobilität“, sagt Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns – die markenübergreifende Verantwortung für diese Technologie-Roadmap trägt dabei die Volkswagen Group Components. Die nun von Volkswagen betriebene Gigafabrik in Salzgitter wird ab 2025 die Einheitszelle für das Volumensegment produzieren und Innovationen in Prozess, Design und Chemie entwickeln.

 Große Fortschritte strebt Volkswagen beim Batteriesystem mit allen seinen Komponenten bis hin zur Zelle an: Das Ziel ist, Kosten und Komplexität der Batterie zu senken und gleichzeitig ihre Reichweite und Performance zu steigern. Damit soll die E-Mobilität endgültig erschwinglich und damit zur Hauptantriebstechnologie aufsteigen – und Volkswagen will das Elektroauto künftig in private, geschäftliche und öffentliche Energiesysteme integrieren.

 Volkswagen flankiert seine Batterie-Offensive mit dem groß angelegten Ausbau des Schnellladenetzes. Bis 2025 will das Unternehmen im Verbund mit Partnern rund 18.000 öffentliche Schnellladepunkte in Europa betreiben. Das entspricht der fünffachen Menge des Schnellladenetzes gegenüber heute und rund einem Drittel des für 2025 prognostizierten Gesamtbedarfs auf dem Kontinent. Dazu soll neben dem Joint-Venture IONITY auch eine Reihe von strategischen Partnerschaften beitragen; beispielsweise will Volkswagen gemeinsam mit BP europaweit rund 8.000 Schnellladepunkte aufbauen.