Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland über 107.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen – fast ein Drittel mehr als 2019. Erstmals wurde die Marke von 100.000 Neuzulassungen übertroffen – und das nach einem Corona-bedingten Einbruch im Frühjahr. 2020 ist bereits das vierte Rekordjahr und das siebte Wachstumsjahr in Folge für die Caravaning-Branche in Deutschland. Besonders beeindruckend entwickelten sich mit einem Plus von rund 45 Prozent die Neuzulassungen von Reisemobilen – über 78.000 neu zugelassene Reisemobile sind ein Bestwert. Auch das Caravan-Segment wuchs mit über 8 Prozent kräftig und erzielte das beste Ergebnis seit 1994. Die Prognose: 2021 dürfte der Trend anhalten. Caravaning ist der Urlaubstrend in Deutschland. Nie verreisten mehr Deutsche mit Reisemobil und Caravan, wie die Neuzulassungen des vergangenen Jahres zeigen. 

Caravan-Neuzulassungen mit bestem Ergebnis seit über 25 Jahren: 29.148 Fahrzeuge wurden zwischen Januar und Dezember 2020 zugelassen – so viele wie seit 1994 nicht mehr. Das Plus von 8,2 Prozent bedeutet den siebten jährlichen Anstieg in Folge. „Caravaning steht für vielfältige und selbstbestimmte Urlaubsgestaltung und ist daher für immer mehr Menschenattraktiv“, sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes e.V. (CIVD). „Das gilt umso mehr unter den aktuellen Bedingungen. Mit einem Reisemobil oder Caravan verreist man individuell und nur mit Personen des eigenen Haushalts und ist durch eigene Wohn-, Schlaf-, Koch-und Sanitärmöglichkeiten weitestgehend autark. Die Pandemie hat grundsätzliche und langfristige Entwicklungen im Tourismus wie Nachhaltigkeit, regionales und individuelles Reisen oder den Trend zurück in die Natur beschleunigt. Wegen der besonderen Eignung von Caravaning für diese Kundenbedürfnisse und die aktuelle Situation dürfte sich das Wachstum der Neuzulassungen 2021 fortsetzen“, erläutert Onggowinarso.

Die Caravaning-Branche ist trotz der anhaltenden Corona-Pandemie optimistisch ins neue Jahr gestartet. Die Mitgliedsunternehmendes Branchenverbandes CIVD erwarten 2021 mehrheitlich eine erneute Steigerung der Absatzzahlen in Deutschland und ein wieder anziehendes Exportgeschäft. Die Stimmung in der Caravaning-Industrie ist gut, denn trotz Corona floriert das Geschäft mit Reisemobilen und Caravans. Entsprechend positiv ist der Ausblick auf die kommenden Monate, so der Caravaning Industrie Verband. Die große Mehrheit der Fahrzeughersteller rechnet 2021mit einer weiter steigenden Binnennachfrage – obwohl gerade erst im vergangenen Jahr ein neuer Rekord erreicht wurde. 

Bei Caravans erwarten alle Herstellereine Steigerung des Absatzes, bei den Reisemobilen sind es „nur“ 87Prozent. Die restlichen 13 Prozent gehen von einem Ergebnis auf dem Niveau des Rekordvorjahres aus – ein Rückgang erwartet kein Hersteller. Beim Exportgeschäft mit Caravans rechnen 55 Prozent der Unternehmen mit Zuwächsen in 2021. Knapp die Hälfte der Firmen erwartet Ausfuhren auf dem Niveau von 2020. Steigende Ausfuhren von Reisemobilen prognostizieren zwei Drittel der CIVD-Mitglieder. 33 Prozent kalkulieren mit einem gleichbleibenden Auslandsgeschäft. Dass weniger Fahrzeuge ausgeführt werden, wird also für keines der beiden Segmente angenommen. „Die Corona-Pandemie hat 2020 den Output in der Produktion durch temporäre Werksschließungen und stockende Lieferketten erheblich verringert“, erklärt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes e. V. (CIVD). „Wir gehen davon aus, dass wir das Produktionsvolumen 2021 wieder steigern und so die enorm hohe Nachfrage nach Reisemobilen und Caravans in Deutschland und fast allen Teilen Europas bedienen können“, gibt sich Onggowinarso zuversichtlich.