Bei den Zulassungen verloren, aber den Anteil am Gesamtmarkt sowie in den relevanten Segmenten weiter verbessert: Das ist die Bilanz von Volvo Car Germany für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2020, das maßgeblich von der Corona-Pandemie und die mehrwöchigen „Lockdowns“ geprägt wurde. Der  deutsche Importeur der schwedischen Premium-Marke muss bei den Neuzulassungen im Vergleich zum Jahr 2019 zwar einen Rückgang von 11,4 Prozent auf 47.248 Einheiten (2019: 53.357 Einheiten) verbuchen, baute jedoch seinen Marktanteil auf 1,62 Prozent aus. In den von Volvo besetzten Fahrzeugsegmenten stieg der Anteil auf rund acht Prozent (2019: 6,3 Prozent).

„Angesichts des schwierigen Marktumfeldes haben wir uns im Vergleich zum Gesamtmarkt, der mit 19 Prozent im Minus abgeschlossen hat, sowie im Vergleich mit den wichtigsten Premium-Wettbewerbern noch gut behauptet und das bestmögliche Ergebnis erzielt“, erklärt Thomas Bauch, Geschäftsführer von Volvo Car Germany. „Zwar konnten wir nach sechs Jahren mit ununterbrochenem Wachstum diese Serie nicht fortsetzen und haben bei den Zulassungen einen Rückgang hinnehmen müssen, doch der Ausbau unserer Markt- und Segmentanteile ist ein klares Signal, dass wir weiter in die richtige Richtung gehen. Eine starke Leistung im zweiten Halbjahr hat viele Verluste der ersten Monate des Jahres kompensiert, insbesondere das Gebrauchtwagen-Geschäft hat spürbar zugelegt. Auch der Bereich Customer Service hat sich nahezu auf Vorjahresniveau zurückgekämpft.“

Die meistverkauften Modelle waren die beliebten SUV Volvo XC60 mit rund 14.500 Zulassungen und der Volvo XC40 mit mehr als 12.200 Neuzulassungen. Auf Platz drei folgt der Volvo V60 (mehr als 9.500 Einheiten). 

Angesichts drohender Strafzahlungen für ein zu hohes CO2-Niveau bei den Flottenemissionen konnte Volvo schon frühzeitig eine positive Entwicklung verkünden: Die für die Marke gültigen Grenzwerte wurden deutlich unterschritten, sodass Volvo Cars als Mutterhaus der Premium-Marke seine erworbenen Credits sogar an einen anderen Hersteller mit negativer Bilanz verkaufen konnte. Diese Einnahmen kommen weiteren nachhaltigen Projekten zugute. Der Anteil der verkauften Volvo Plug-in-Hybridmodelle betrug auf dem deutschen Markt 33 Prozent – womit ein maßgeblicher Beitrag für die europäische Gesamtbilanz von Volvo Cars geleistet wurde.

 Die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte ist einer der wesentlichen Bausteine von Volvo, um bis 2040 ein komplett klimaneutrales Unternehmen zu werden. Mit dem Start der Auslieferung des neuen, vollelektrisch angetriebenen Volvo XC40 Recharge P8 AWD Anfang 2021 soll für den schwedischen Automobilhersteller ein völlig neues Kapitel der Elektrifizierung beginnen – bis 2025 werden weitere vier vollelektrische Modelle folgen.

Der schwedische Automobilhersteller Volvo Cars gab bekannt: Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres verzeichnete das Unternehmen das höchste Absatzvolumen und auch den höchsten Gewinn aller Zeiten für diese sechs Monate – ein Erfolg, der auf die zügige Erholung von den Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie zurückzuführen ist. 

Verantwortlich für die beste zweite Jahreshälfte der Unternehmensgeschichte sind insbesondere die elektrifizierten Volvo Recharge Modelle, die beim Antriebskonzept über Plug-in-Hybrid- oder reinen Elektroantrieb verfügen. In den letzten sechs Monaten des Jahres verkaufte Volvo insgesamt 391.751 Fahrzeuge – gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung von 7,4 Prozent. Weltweit hat sich der Anteil der Volvo Recharge Modelle gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. „In Europa entfielen rund 30 Prozent des Gesamtvolumens auf die an der Steckdose aufladbaren Modelle, wodurch Volvo eine Vorreiterrolle in diesem Segment einnimmt“, bestätigt das Unternehmen. Auch in den USA ist Volvo die führende Marke bei Plug-in-Hybridfahrzeugen. 

In China und den USA, den für Volvo beiden größten Einzelmärkten, meldete das Unternehmen im Vergleich zu 2019 sogar einen steigenden Absatz: Das positiv verlaufene zweite Halbjahr hat die pandemiebedingten Rückgänge der ersten Jahreshälfte mehr als ausgeglichen. Dagegen hat Volvo Cars in Europa in der zweiten Jahreshälfte einen leichten Rückgang verzeichnen müssen