Bei Hyundai bildet der Kona zusammen mit den Sport Utility Vehicles (SUV) Tucson und Santa Fe das aktuelle SUV-Modellportfolio der Marke. Als erster Hyundai SUV im B-Segment markierte er bei seinem Marktstart im Jahr 2017 einen wichtigen Meilenstein und erschließt seitdem neue Kundenkreise für den koreanischen Automobilhersteller. „Der Hyundai Kona macht rund ein Viertel unserer Gesamtzulassungen dieses Jahres aus und ist neben unseren i-Modellen und dem Tucson ein wichtiger Baustein für unseren Erfolg in Deutschland“, sagte Jürgen Keller, Geschäftsführer Hyundai Motor Deutschland, gegenüber DIE AUTOSEITEN. „Außerdem bildet der Kona Elektro den zentralen Baustein für unsere Elektrooffensive.

Deshalb ist es für uns wichtig, dieses Modell kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern – damit wir unseren Kunden den Zugang zur Elektromobilität so attraktiv und leicht wie möglich anbieten können.“ Herzstück des frontgetriebenen Hyundai Kona Hybrid ist das Antriebssystem, das den 1,6 Liter Benzin-Direkteinspritzer und den Elektromotor verknüpft. Je nach Fahrsituation und Ladezustand der Antriebsbatterie unterstützt der Elektromotor das Verbrennungsmotor – und zwar ohne, dass der Fahrer selbst aktiv werden muss. Zugleich liefert die Lithium-Polymer-Batterie mit einer Kapazität von 1,56 kWh ausreichend Energie, damit der Kona Hybrid je nach Akku-Ladung kürzere Strecken auch rein elektrisch zurücklegen kann. Beide Einheiten mobilisieren gemeinsam eine Systemleistung von 141 PS (104 kW) – ein maximales Drehmoment von 265 Nm will in jeder Lage einen kraftvollen Durchzug und ein dynamisches Beschleunigungsvermögen gewährleisten. 

Wichtig zu wissen: Das Antriebssystem des 4,17 Meter langen Kona Hybrid mit seinen zwei Motoren und dem 1,56 kWh großen Hochleistungsakku als Energiereserve für das E-Aggregat schränkt das Raumangebot im Vergleich zu den anderen Versionen nicht ein. Mit den zusätzlichen Antriebskomponenten weist der kompakte Kona Hybrid dieselben Platzverhältnisse auf wie seine herkömmlich angetriebenen Familienmitglieder. Das praxistaugliche Gepäckraumvolumen erreicht 361 Liter. Ein Handgriff genügt, um die geteilten Rücksitzlehnen vorzuklappen – schon stehen bis zu 1.143 Liter Laderaum zur Verfügung. Jetzt ist auch der aufgefrischten Santa Fe beim Hyundai-Händler, der auf einer völlig neuen Fahrzeugplattform basiert und zudem mit neuen umweltfreundlichen Triebwerken punkten will.

Die Hybrid-Version des neuen Santa Fe, der mit Zweirad- oder Allradantrieb angeboten wird, verfügt über einen neuen Smartstream 1,6-Liter-T-GDI-Motor und einem 44,2 kW Elektromotor, der seine Energie aus einer 1,49 kWh starken Lithium-Ionen-Polymerbatterie bezieht. Das Triebwerk bietet 230 PS (169 kW) und ein Drehmoment von 350 Nm. Anfang 2021 soll der Santa Fe auch als Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb auf den Markt kommen. Hier ist ebenfalls der Smartstream 1,6-Liter-T-GDI-Motor eingebaut, der mit einem 66,9-kW-Elektromotor und einer 13,8-kWh-Lithium-Ionen-Polymerbatterie kombiniert ist – hier beträgt die Gesamtleistung 265 PS (195 kW). Sowohl die Hybrid- als auch die Plug-in-Hybrid-Version erhalten ein neu entwickeltes Sechsgang-Automatikgetriebe (6AT), das eine verbesserte Kraftübertragung und Kraftstoffeffizienz bieten soll.

Was ist bei den Plug-In-Hybriden und rein elektrischen Modellen in 2020 und 2021 zu erwarten?

„Da haben wir viel vor. Bis Ende 2020 werden wir 75 Prozent unserer Modelle elektrifizieren. Zudem hat die Hyundai Motor Company gerade erst die Einführung der Submarke IONIQ bekanntgegeben, unter der bis 2024 drei neue Elektromodelle auf unserer eigenständigen „Electric Global Modular“-Plattform auf den Markt kommen werden. Den Anfang machen wir zu Beginn des nächsten Jahres mit dem IONIQ 5, einem mittelgroßen CUV das auf unserem Konzept 45 beruht. Die Sportlimousine IONIQ 6 folgt im Jahr 2022 und IONIQ 7, ein SUV, dann zu Beginn des Jahres 2024.“

Jürgen Keller, Geschäftsführer Hyundai Deutschland.