Im Gespräch erläutert  Entwicklungsvorstand Frank Welsch die Vorzüge von Hybrid-Fahrzeugen.

DIE AUTOSEITEN: Für den Übergang zur E-Mobilität setzen Sie auf eine wachsende Zahl von Hybrid-Modellen. Welche Vorteile bringen diese Autos?

Welsch: Kurz gesagt: Unsere Hybride verbinden das Beste aus zwei Welten. Ein gutes Beispiel ist der Touareg, den wir zum ersten Mal als Plug-In-Hybrid anbieten. Kurze Strecken können unsere Kunden mit dem E-Antrieb und damit nahezu emissionslos zurücklegen. Für viele Stadtfahrten wird das ausreichen – also genau dann, wenn es besonders wichtig ist. Bei längeren Strecken oder mehr 140 km/h kommt der V6-Turbobenziner zum Einsatz und ermöglicht hohe Reichweiten.

Wie sieht es mit den praktischen Qualitäten aus?

Welsch: 700 Newtonmeter Drehmoment, 3,5 Tonnen Anhängelast und der permanente Allrad-Antrieb machen den Touareg R zu einem der besten Zugfahrzeuge im Pkw-Markt. Einen zusätzlichen Boost-Effekt liefert der E-Motor – man muss sich das vorstellen wie einen elektrischen Turbolader. Übrigens ist der Touareg R auch der einzige Hybrid-SUV mit Trailer Assist. Rangieren mit Anhänger ist dadurch besonders einfach.

Eine andere Neuheit ist der Golf GTE – ebenfalls ein Hybrid…

Welsch: Der neue Golf GTE ist ein tolles Beispiel, wie sich dynamisches und emissionsfreies Fahren verbinden lassen. Mit einer Systemleistung von 180 kW – also 245 PS – ist der Golf GTE jetzt so stark wie der Golf GTI. Gleichzeitig fährt das Auto rund 60 Kilometer rein elektrisch – dank verbesserter Aerodynamik und weiterentwickelter Batterien mit 50 Prozent höherem Energiegehalt. Möchte der Kunde sportlich fahren, aktiviert er einfach den GTE-Modus. Dann packen E-Motor und TSI zusammen an. Der neue Golf GTE bildet sehr überzeugend das ganze Spektrum ab – das richtige Auto für jeden gewünschten Fahrstil. Er ist einer meiner Favoriten in der Golf Familie.

Dr. Frank Welsch, Mitglied des Volkswagen Markenvorstands für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung. Sein berufliche Werdegang begann 1994 in der Forschung des Volkswagen Konzerns und in der Technische Entwicklung von Volkswagen Pkw. Als Leiter der gesamten Aufbauentwicklung war er ab 2011 für alle Modellreihen von Volkswagen Pkw zuständig. Ab September 2012 wechselte er zu Skoda Auto a.s. und leitete dort als Vorstand die Technische Entwicklung in Mladá Boleslav. Danach kehrte er im Dezember 2015 in seine jetzige Position nach Wolfsburg zurück.