Die junge Performance-Marke CUPRA will seine Erfolgsgeschichte im Motorsport fortschreiben und wird als Hauptpartner des Rennstalls ABT Sportsline bei der neuen Rennserie „Extreme E“ antreten. Durch die Kooperation mit dem ABT Team kann CUPRA seine langjährige Erfahrung im Motorsport mit dem neuen Konzept des Elektro-Rennsports verbinden. „Für CUPRA passt die Extreme E Rennserie perfekt zum Ziel der Marke, den Beweis anzutreten, dass sich Elektromobilität und Sportlichkeit perfekt ergänzen“, sagte Wayne Griffiths, Vorstandsvorsitzender von SEAT und CEO von CUPRA gegenüber DIE AUTOSEITEN. „Mit dieser Partnerschaft treiben wir unser Engagement für Elektrifizierung weiter voran. Anfang 2021 werden wir über zwei Plug-in-Hybrid-Modelle verfügen, während wir in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres unser erstes vollelektrisches Fahrzeug ausliefern können.“

Die SUV-Rennserie Extreme E wird ab 2021 auf Off Road-Strecken in den extremsten und entlegensten Gegenden der Welt ausgetragen. Das Rennprogramm der Eröffnungssaison umfasst Arktis, Wüste, Regenwald, Gletscher sowie Küstenregionen und konzentriert sich dabei auf Orte, die vom Klimawandel bereits betroffen oder bedroht sind. Hintergrund: Mit ihrer Präsenz an diesen Orten möchten Veranstalter und Teilnehmer gleichermaßen auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. Dabei soll besonders auf die Herausforderungen in den jeweiligen Ökosystemen hingewiesen werden. Die Ausrüstung der Teams reist mit einem umgebauten Frachter, um so klimafreundlich wie möglich zu den Austragungsorten zu kommen. Das Ziel: Zum Ende ihrer ersten Saison will die Extreme E vollständig klimaneutral sein.

DIE AUTOSEITEN im Gespräch mit Mattias Ekström

Jedes Team besteht immer aus einer Frau und einem Mann, die sich im Cockpit abwechseln. Fest steht, dass der männliche Fahrer des Teams CUPRA Markenbotschafter Mattias Ekström ist. Bei den fünf Events wird jeweils ein etwa acht Kilometer langer Off Road-Parcours durchfahren, auf dem mehrere Tore passiert werden müssen – Fahrer und Fahrerin legen jeweils eine Runde zurück. Jedes Event besteht aus zwei Renntagen: Samstags werden die Qualifying-Rennen ausgetragen, sonntags geht es ins Halbfinale und Finale. „Die Extreme E ist eine Mischung aus Rallye Raid und Rally-Cross und führt durch sehr unterschiedliche Umgebungen, in denen die Rennstrecke per GPS markiert ist“, erklärte Mattias Ekström im Gespräch mit DIE AUTOSEITEN. „Für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen ist dies ein sehr vielversprechendes Format: Die gesammelten Daten werden als Feedback in verschiedenen Bereichen eingesetzt.“

Rennprofi Ekström ist schon in vielen Rennserien gefahren. Extreme E ist ganz neu, hier sind die Autos rein elektrisch unterwegs. Eine echte Herausforderung? „Ich starte in jeder Rennserie, um zu gewinnen”, sagte Ekström. „Bei Extreme E muss man sich zunächst an das Fahrgefühl mit dem Elektromotor gewöhnen. Also ich glaube, es gibt viele Kleinigkeiten, die man beherrschen muss. Zum Start haben wir ja alle dasselbe Fahrzeug. Man muss eben nur der beste Fahrer sein, gemeinsam mit einem guten Copiloten.“ Mit einem rein elektrisch angetrieben Rennwagen zu fahren, ist schon etwas besonderes, „das Schwierige ist, dass man kein Motorgeräusch hat und keine Gänge. Also du weißt nicht genau, wie schnell man ist. Motorbremse und Beschleunigung, alles ist anders. Das Gefühl für das Grip-Limit zu finden, dies wird eine Weile dauern,” erläuterte Mattias Ekström gegenüber DIE AUTOSEITEN.

Rennfahrer Mattias Ekström, Hans-Jürgen Abt, Geschäftsführer ABT SPORTSLINE und Wayne Griffiths, CEO von CUPRA

Gemeinschaftlich stark: Die Extreme E nimmt CUPRA gemeinsam mit ABT Sportsline in Angriff. Schon bei der Veredelung diverser Straßenmodelle sind CUPRA und ABT Sportsline seit Jahren enge und erfolgreiche Partner. Das Unternehmen aus Kempten bringt ebenfalls große Erfahrungen aus dem elektrischen Motorsport mit – seit dem Start der Formel E im Jahr 2014 ist ABT in der Rennserie vertreten. „Die Entscheidung, als erster Automobilhersteller an der Extreme E teilzunehmen und unsere Zusammenarbeit mit ABT Sportsline zu intensivieren, ist ein Beweis für die gemeinsame Vision beider Partner, die Welt der Hochleistungsfahrzeuge durch Elektrifizierung neu zu erfinden“, sagte Dr. Werner Tietz, SEAT-Vorstand für Forschung und Entwicklung, anlässlich der Vorstellung. Die Beteiligung von CUPRA an der Extreme E kommt nicht überraschend, schließlich sucht die Marke die Herausforderung an der Grenze des Machbaren. Beispielsweise sind im CUPRA e-Racer – dem ersten vollelektrischen Tourenwagen der Welt – vier Elektromotoren verbaut, die zusammen mit einem flüssigkeitsgekühlten 65-kWh-Batteriepack eine Spitzenleistung von 500 kW (680 PS) und ein Drehmoment von 960 Nm erzielen und damit den Elektro-Motorsport völlig neu definieren. Damit konnte die Marke wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die in die Serienmodelle der Marke wie den neuen CUPRA Leon, den CUPRA Formentor und den sich derzeit noch im Konzeptstadium befindenden CUPRA el-Born einfließen – alle Fahrzeuge bieten somit nicht nur nachhaltige Mobilität, sondern wollen auch in puncto Dynamik überzeugen. „Die Extreme E ist eine Mischung aus Rallye Raid und Rally-Cross und führt durch sehr unterschiedliche Umgebungen, in denen die Rennstrecke per GPS markiert ist“, erklärte Mattias Ekström im Gespräch mit DIE AUTOSEITEN. „Für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen ist dies ein sehr vielversprechendes Format: Die gesammelten Daten werden als Feedback in verschiedenen Bereichen eingesetzt.“