Eine Modellreihe, zwei Versionen – Volkswagen hat den neuen Arteon auf den Markt gebracht und gleich mit einer zweiten Version: den neuen Arteon Shooting Brake. Hier soll das Konzept des Variant neu interpretiert werden. „Volkswagen bringt in diesem Jahr 34 neue Modelle auf die Straße. „Mit dem Arteon Shooting Brake erweitern wir jetzt unser Modellangebot im wichtigen Mittelklasse-Segment. Mit seinem dynamischen Design, einer hohen Funktionalität und modernsten Technologien wird er in seiner Klasse neue Maßstäbe setzen“, sagt Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer und designierter CEO der Marke Volkswagen Pkw.

Seit 2017 ist der Arteon der Gran Turismo von Volkswagen. Jetzt fährt Volkswagen mit einem umfangreichen Update der Modellreihe vor. Das Design des neuen Arteon und Arteon Shooting Brake ist dabei „expressiv und avantgardistisch“, so das Unternehmen. Mit dem Arteon Shooting Brake gab es nie zuvor einen ähnlichen Volkswagen. „Im Arteon Shooting Brake fusioniert die progressive Dynamik eines Gran Turismo mit dem multivariablen Konzept eines Variant – neu interpretiert und betont expressiv“, sagt Klaus Zyciora, Leiter des Volkswagen Konzern Designs. Ab Höhe der B-Säulen ist das Design des neuen Arteon Shooting Brake nach hinten hin eigenständig. Marco Pavone, Leiter des Volkswagen Exterieur-Designs, erläutert: „Wir haben die Dachpartie und mit ihr die seitlichen Glasflächen zum Heck hin stark eingezogen, die Radhäuser hingegen ausgestellt und dem Shooting Brake dadurch eine sehr kraftvolle Schulterpartie gegeben. So entstand trotz der Funktionalität eines Fünftürers die Anmutung eines Sportwagens.“

Die beiden neuen Modelle, der Arteon und Arteon Shooting Brake stehen mit ihren athletischen Karosserie-Linien bullig auf der Straße. Ab den B-Säulen nach hinten hin unterscheiden sie sich aber signifikant voneinander: Während beim Fastback die Dach- und Fensterlinien parallel ab den B-Säulen in einem Bogen abfallen und so Teil des Coupé-förmigen Hecks werden, sind beim Shooting Brake die Dach- und Fensterlinien zum Heck hin verlängert und münden im neuen Dachspoiler. Im oberen Bereich verläuft die Fensterlinie parallel zum Dach. Unten jedoch steigt die Linienführung zu den D-Säulen hin an. Dadurch wird die Fensterfläche im Fond immer schmaler und markanter. Alle Elemente zusammen formen die für einen Shooting Brake typisch sportliche Heckpartie.

Prägend ist auch das Frontdesign mit neuer durchgehender Lichtleiste, Chromstreben und neuen Lufteinlässen unten. Der Kühlergrill und die lange, breite Motorhaube bilden formal eine Einheit und kennzeichnen beide Arteon Versionen als das Gesicht in der Menge – und das dank spezieller LED-Lichtsignatur in Front und Heck auch nachts.

Alle neuen technischen Entwicklungen kommen in beiden Karosserieversionen zum Einsatz. Dazu gehört erstmals im Arteon ein Plug-In-Hybridantrieb. Die rein elektrische Reichweite des Modells ist so groß, dass viele Fahrer des Arteon eHybrid und Arteon Shooting Brake eHybrid ihre täglichen Distanzen lokal emissionsfrei zurücklegen werden. Als Fastback-Version und Shooting Brake gehören beide Arteon zu den ersten Modellen ihrer Art, die in der gehobenen Mittelklasse mit einem Plug-In-Hybridantrieb erhältlich sein werden. Hier entwickelt die Allianz aus E-Maschine und Turbo-Benziner (TSI) eine Systemleistung von 218 PS (160 kW) – bis zu 59 Kilometer können rein elektrisch und damit lokal emissionsfrei gefahren werden. Vorteil auf der Langstrecke: die E-Maschine reduziert zudem den Verbrauch des TSI-Motors. Die Plug-In-Hybridmodelle wollen mit ihrer elektrischen Reichweite ideal zum typischen Nutzungsverhalten der heutigen Autofahrer passen. Beispiel Deutschland: Laut einer Studie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sind 95 Prozent aller täglichen Fahrten mit dem Auto kürzer als 50 Kilometer. Somit kann das Gros aller Fahrten im bevölkerungsreichsten Land Europas mit den eHybrid-Versionen des Arteon rein elektrisch zurückgelegt werden. Darüber hinaus bieten die neuen Arteon eHybrid-Modelle durch die elektrische Zusatzkraft eine Boostfunktion, die den Überholkomfort und die Fahrdynamik weiter verbessert.

Zudem stehen die bei Geschäftswagen-Fahrern und Flottenbetreibern besonders gefragten Turbodiesel-Versionen (TDI) mit 150 PS (110 kW) und 200 PS (147 kW) bereit – optional kann die 200-PS-Version mit dem Allradabtrieb 4MOTION kombiniert werden. Zum Jahreswechsel folgen noch zwei Turbo-Benziner (TSI) mit 190 PS (140 kW) und 280 PS (206 kW). Alle in Deutschland angebotenen Arteon Versionen haben das automatische Direktschaltgetriebe (DSG) an Bord.

Der Arteon will als Gesamtkonzept seine Alltagstauglichkeit unterstreichen: Sowohl vorne als auch im Fond profitieren alle Insassen beider Arteon Versionen vom Modularen Querbaukasten (MQB). Die maximale Beinfreiheit im Fond von 1.016 mm ist ein Best-in-Class-Wert. Aufgrund seiner eigenständigen Dachpartie bietet der Shooting Brake vorn und hinten ein Plus an Innenhöhe. Serienmäßig ist die Rücksitzlehne in beiden Modellen asymmetrisch umklappbar. Hinter der Rücksitzbank des Arteon Shooting Brake erschließt sich bei Beladung bis an die Rücksitzlehne und zur Höhe der Gepäckabdeckung ein 565 Liter großer Stauraum – im Fastback sind es 563 Liter. Wird bis an die Lehnen der Vordersitze beladen, steigt das Ladevolumen auf 1.632 Liter (Fastback: 1.557 Liter). Die Ladefläche ist maximal jeweils 2,09 m lang – bis zu den Vordersitzen.

Innen will die neue Modellreihe durch eine neu designte Cockpitlandschaft überzeugen, die dem Arteon noch mehr Exklusivität verleihen will. Die Bedienung wird durch Touchslider für die Klimaautomatik und ein neues Multifunktionslenkrad mit Touchflächen erleichtert. Ebenfalls neu: die nun kabellose Einbindung von Apps via „App-Connect Wireless“ für „Apple CarPlay“ und „Android Auto“ (Google) sowie ein 700 Watt starkes Highend-Soundsystem des Audio-Spezialisten harman/kardon – das speziell auf den Arteon und Arteon Shooting Brake zugeschnitten wurde. Perfektioniert wird das neue Interieur auf Wunsch durch eine in bis zu 30 Farben einstellbare Ambientebeleuchtung. Dabei werden die Dekore in den Armaturen und Türverkleidungen durchleuchtet – Licht wird so zum neuen Chrom.

Noch dynamischer, der Arteon R

Das Topmodell der Modellreihe ist der Arteon R, der im Frühjahr 2021 auf den Markt kommen soll – der Arteon R und Arteon Shooting Brake R ist mit einem Performance-TSI mit 320 PS (235 kW) ausgerüstet. Das Ziel: Volkswagen will weiter in den „Premium-Performance-Bereich“ vordringen. Faszinierend soll hier nicht nur die reine Leistung sein, sondern ebenso die Art und Weise, wie die der Arteon R seine Kraft in Vortrieb umsetzen. Eine neue progressive Technologie, das R-Performance Torque Vectoring, sorgt dafür, dass über einen Torque-Splitter die Antriebskraft nicht nur variabel zwischen den Achsen, sondern ebenso situativ zwischen den Hinterrädern verteilt wird – und dies soll in dieser Klasse für ein neues Niveau an Fahrdynamik vermitteln.