Der Volkswagen Konzern hat trotz der COVID-19-Pandemie die geplanten Zukunftsinvestitionen bekräftigt: 2019 als auch 2020 wurden wesentliche Weichenstellungen zu einem führenden Anbieter elektrischer, digitaler Mobilität vorgenommen und wichtige Meilensteine erreicht. Volkswagen Konzernchef Dr. Herbert Diess sagt: „Der Umbau des Unternehmens wird von Corona nicht gebremst, sondern beschleunigt.“ Der Konzern plant, bis 2024 rund 33 Milliarden Euro in die E-Mobilität zu investieren, mit dem Ziel, Marktführer bei batterieelektrischen Fahrzeugen zu werden. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist das neue Betriebssystem VW.OS, das in der Car.Software.Org entwickelt und erstmals im Audi-Projekt Artemis zum Einsatz kommen wird. Allein 14 Milliarden Euro fließen bis 2024 in den Aufbau der IT-Kompetenz und das autonome Fahren. Um Lieferketten auch während der Corona-Pandemie stabil zu halten und Händler und Kunden weiter mit Produkten zu versorgen, hat der Konzern einen 100-Punkte-Plan umgesetzt. Außerdem ist Volkswagen seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht geworden und hat unter anderem eine ehemalige Fabrik in Südafrika in ein provisorisches Krankenhaus umgebaut, Beatmungshilfen und medizinische Schutzmasken produziert und Hilfsgüter in Höhe von 40 Millionen Euro gespendet. 

DIE AUTOSEITEN im Gespräch mit Dr. Herbert Diess

Auch die Handelspartner wurden mit umfangreichen Förderprogrammen unterstützt. „Die 670.000 Beschäftigten von Volkswagen haben gerade in der Corona-Krise ihre Leistungsfähigkeit bewiesen“, freut sich Dr. Herbert Diess

Der Volkswagen Konzern hat in 2020 weltweit 9.305.400 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Das entspricht einem Covid-19-bedingten Rückgang um 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Dezember lagen die Auslieferungen nur 3,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat, im vierten Quartal gingen sie insgesamt um 5,7 Prozent zurück. Damit hat der Konzern in 2020 seinen globalen Pkw-Marktanteil in einem rückläufigen Gesamtmarkt leicht ausgebaut.

Die Elektro-Offensive des Konzerns mit zahlreichen neuen Modellen traf im abgelaufenen Jahr trotz der Covid-19-Pandemie auf großes Kundeninteresse. So wurden rund 231.600 vollelektrische Fahrzeuge ausgeliefert, mehr als dreimal so viele wie 2019. Auch die Plug-In-Hybride erfreuten sich mit 190.500 Fahrzeugen (+175 Prozent) großer Beliebtheit bei den Kunden. „2020 war durch die Covid-19-Pandemie ein extrem anspruchsvolles Jahr. Der Volkswagen Konzern hat sich in diesem Umfeld gut behauptet und seine Marktposition gefestigt“, sagt Dr. Christian Dahlheim, Leiter Volkswagen Konzern Vertrieb und erklärt weiter, „dass  es besonders erfreulich ist, dass wir bei unserer E-Offensive trotz der Pandemie voll durchgestartet sind und damit bei der Umsetzung unserer Strategie Together 2025+ einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht haben. Dieses Momentum nehmen wir mit ins laufende Jahr und legen mit zahlreichen weiteren attraktiven E-Modellen nach.“

Top 5 der vollelektrischen Modelle

– Volkswagen ID.3        56.500 Fahrzeuge
– Audi e-tron                  47.300 Fahrzeuge
– Volkswagen e-Golf     41.300 Fahrzeuge
– Volkswagen e-up!       22.200 Fahrzeuge
– Porsche Taycan          20.000 Fahrzeuge

Top 5 der Plug-In-Hybrid-Modelle

– Volkswagen Passat     27.200 Fahrzeuge
– Audi Q5                         23.500 Fahrzeuge
– Porsche Cayenne        21.500 Fahrzeuge
– Škoda Superb              16.400 Fahrzeuge
– Volkswagen Golf         15.200 Fahrzeuge

Konzernvorstand Dr. Herbert Diess sagt zur Elektrifizierung bei Porsche: „Die Marke hat sich von allen Konzernmarken die mit Abstand ambitioniertesten Elektrifizierungsziele vorgenommen. Porsche geht davon aus, dass spätestens 2025 mehr als die Hälfte aller neuen Porsche elektrifiziert sein werden – das heißt rein batterieelektrisch oder als Plug In-Hybrid angetrieben werden.“ Und die aktuelle Situation der ‚Sports & Luxury Marken‘ charakterisiert Diess wie folgt: „Unsere emotionalen Luxusautos Bentley, Lamborghini und Bugatti kommen überdurchschnittlich gut durch die Krise. Der Auftragsbestand im Motorradgeschäft bei Ducati liegt deutlich über dem Vorjahr.“

Sitzprobe im neuen ID. Buzz von Volkswagen

Für die Ausrichtung der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge sind im vergangenen Jahr wichtige Entscheidungen gefallen, bestätigt Herbert Diess: „Der wahrscheinlich radikalste Wandel im Konzern vollzieht sich bei den leichten Nutzfahrzeugen in Hannover. Durch die Entscheidungen zur Ford-Partnerschaft, die Elektrifizierung des VW Bullis und die Vorbereitung auf autonome Personen- und Gütertransporte mit ArgoAI sind die Weichen gestellt. Carsten Intra führt die leichten Nutzfahrzeuge durch diesen Wandel.“ Bedeutend sei vor allem die Kooperation mit Ford, die Entwicklungskosten deutlich senke und beiden Partnern Skalenvorteile erschließe.