Der ID.4 steht am Start. Schon heute ist der Anspruch hoch – Stichwort „Weltauto“. Mit ihrem ersten Elektro-SUV will die Marke Volkswagen die E-Mobilität in den Schlüsselmärkten Europa, China und USA aus der Nische holen. Hintergrund: In allen drei Regionen wird der ID.4 vor Ort produziert und verkauft, denn insgesamt fünf Werke auf drei Kontinenten werden das Elektro-SUV fertigen. Im sächsischen Zwickau hat die Serienproduktion bereits begonnen. In den chinesischen Werken Anting und Foshan startet die Fertigung ebenfalls noch in diesem Jahr. Für 2022 ist der Produktionsbeginn in Chattanooga (USA) sowie in Emden geplant. „Wir skalieren die MEB-Plattform rund um die Welt und schaffen die wirtschaftliche Basis für den Erfolg unserer ID. Familie“, sagt Ralf Brandstätter, CEO der Marke Volkswagen.

Nach dem ID.3 ist der ID.4 bereits das zweite ID.-Modell „made in Sachsen“. Zwickau übernimmt damit eine Vorreiterrolle bei der Transformation des weltweiten Produktionsnetzwerks. Mit Investitionen von rund 1,2 Milliarden Euro hat Volkswagen den Standort komplett auf die Produktion von E-Autos umgerüstet und zur leistungsfähigsten E-Auto-Fabrik Europas gemacht. Wie schon der ID.3 verlässt auch der ID.4 Zwickau bilanziell ohne CO2-Rucksack. Möglich wird das unter anderem durch die Nutzung von Ökostrom und ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung. „Auch für die energieintensive Batteriezellfertigung bei Lieferanten wird Grünstrom eingesetzt. Unvermeidbare Emissionen kompensiert Volkswagen durch Klimaschutzprojekte“, erläutert E-Mobilitäts-Vorstand Thomas Ulbrich.

Der ID.4 ist ein dynamischer Allrounder. Ein leistungsstarker E-Motor sorgt für müheloses Fahren, die adaptive Fahrwerksregelung DCC garantiert individuellen Komfort. Als E-Mobilitäts-Vorstand hat Thomas Ulbrich das Modell oft getestet: „Der ID.4 ist mit zukunftsweisenden Features technisch top ausgerüstet, hat einen tiefen Schwerpunkt und eine super Fahrdynamik. Dazu kommt eine richtig gute Beschleunigung. Ein Auto, das einfach viel Spaß macht.“ Der ID.4 beruht wie die gesamte ID. Familie auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) und nutzt damit alle Stärken der speziell auf Elektromobilität zugeschnittenen Plattform. Zu den Vorteilen gehören attraktive Kosten, große Reichweiten, schnelle Ladbarkeit, lange Lebensdauer und viel Platz im Innenraum. Nach dem Testzyklus WLTP erreicht das Auto eine Reichweite von bis zu 520 Kilometern. Bei Modellen mit 77 kWh-Batterie können Autofahrer in rund 30 Minuten Gleichstrom für die nächsten 320 Kilometer nachladen – mit bis zu 125 kW Ladeleistung. Für schnelles und komfortables Laden zuhause bietet Volkswagen mit dem ID. Charger die passende Wallbox an.

Schon das Äußere des ID.4 macht den Aufbruch in die neue Ära deutlich: Es vereint einen kraftvollen Ausdruck mit fließend-organischen Formen und hohen aerodynamischen Qualitäten. „Der ID.4 steht für eine elektrische Designevolution“, sagt Klaus Zyciora, Leiter Design Volkswagen Konzern. Das Exterieur wirkt auf neuartige Weise stark und selbstbewusst. „Das liegt vor allem an der nahtlosen, aerodynamischen Formensprache unserer ID. Familie, die wir mit dem ID.4 erstmals in das SUV-Segment übertragen haben“, erläutert Zyciora.

Gutes Design ist immer funktionell – bei einem Elektroauto spielt der Luftwiderstand eine Hauptrolle für die Reichweite. „Die elektrische Designevolution beim ID.4 bedeutet auch, dass wir die aerodynamischen Belange sehr stark berücksichtigt haben“, erklärt Zyciora. Der ID.4 erzielt einen cw-Wert von 0,28. Der wichtigste Faktor dafür ist die fließende Grundform von Karosserie und Fahrgastzelle, die nach hinten stark eingezogen ist.

Im Innenraum will der ID.4 durch großzügiges Platzangebot, puristisches Design, effektvolle Beleuchtung und nachhaltige Materialien überzeugen. Der 4,58 Meter lange ID.4 nutzt die Architektur des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) von Volkswagen. Sie teilt die Räume für Mensch und Technik völlig neu und zugunsten der Passagiere auf. Das Platzangebot im Innenraum liegt auf dem Niveau eines konventionellen SUV der nächstgrößeren Klasse. Der Gepäckraum fasst je nach Stellung der Rücksitzlehnen 543 bis 1.575 Liter. Zum Ausstattungsprogramm des ID.4 gehören eine elektrische Heckklappe, eine Dachreling und eine Anhängevorrichtung. Das Gepäck kann bequem verstaut werden – bereits mit aufrecht stehenden Fondlehnen bietet der Kofferraum 543 Liter Volumen. Das Interieurdesign will das großzügige Raumgefühl noch unterstreichen: Ganz ähnlich wie das Exterieurdesign wirkt es fließend-leicht und auf das Wesentliche konzentriert. Die Instrumententafel scheint zu schweben – sie hat keine Verbindung zur Mittelkonsole, die als eigenes Bauteil ausgeführt ist. Designer Zyciora bringt das Interieur auf eine prägnante Formel: „Draußen Freiheit, innen Freiraum.“

 „Der ID.4 ist ein emotionaler Allrounder, der mit seinem effizienten Elektro-Antrieb, einem großzügigen Raumangebot, modernsten Assistenzsystemen und einem kraftvollen Design viele Kunden begeistern wird“, sagt Ralf Brandstätter, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen. „Dieses Modell wird als erstes E-Weltauto unsere für die Elektromobilität entwickelte MEB-Plattform global ausrollen. Damit beweist Volkswagen im Volumenmarkt erneut seine Führungsrolle bei Innovation, Technologie und Qualität.“

E-Offensive und die SUV-Offensive

Marke Volkswagen vereint beides in einem Auto 

Mit dem ID.4 geht das erste Elektro-SUV von Volkswagen an den Start – auch das neue Modell soll die E-Offensive des Unternehmens weltweit voranbringen. Im Gespräch Ralf Brandstätter, CEO der Marke, und E-Mobilitäts-Vorstand Thomas Ulbrich.  

?: Herr Brandstätter, gerade erst ist der ID.3 auf die Straße gekommen, schon rollt der ID.4 an. Was erwarten Sie vom ersten E-SUV der Marke Volkswagen?

Brandstätter: Mit dem ID.4 holen wir die E-Mobilität in unseren drei großen Schlüsselregionen aus der Nische. Das Auto wird in Europa, in China und später auch in den USA gebaut und verkauft. Der ID.4 wird damit schrittweise zum elektrisch betriebenen Weltauto. Wir skalieren unsere MEB-Plattform und schaffen die wirtschaftliche Basis für den Erfolg unserer ID. Familie. Zugleich führen wir über den ID.4 zwei wichtige Ziele unserer bestehenden Strategie TRANSFORM 2025+ zusammen: die E-Offensive und die SUV-Offensive der Marke Volkswagen – beides vereint in einem Auto.

Ralf Brandstätter, CEO der Marke Volkswagen

?: Was macht Sie so zuversichtlich, dass der ID.4 ein Erfolg wird?

Ulbrich: SUVs stehen bei immer mehr Kunden hoch im Kurs. Sie bieten Übersicht, Sicherheit und Komfort. In den USA und China sind SUVs das beliebteste Fahrzeugsegment. Auch in Europa und Deutschland steigen die Marktanteile beständig, vor allem kompakte Modelle boomen. Der ID.4 ist unser erstes Elektro-SUV – und er zielt klar auf den Volumenmarkt. Er bietet den Raum, die Flexibilität und alle Vorteile, die Kunden an SUVs schätzen.

?: Warum wird der ID.4 auf drei Kontinenten gebaut?

Brandstätter: Volkswagen will Weltmarktführer bei der E-Mobilität werden – das passiert aber nicht von selbst. Die Marke Volkswagen investiert deshalb bis 2024 rund 11 Milliarden Euro. Als kompakter SUV hat der ID.4 aus unserer Sicht die besten Voraussetzungen, in allen wichtigen Märkten im Massengeschäft erfolgreich zu sein. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Marke Volkswagen 2025 insgesamt bereits 1,5 Millionen E-Autos pro Jahr produziert. Und rund ein Drittel davon dürfte auf den ID.4 entfallen. Der ID.4 wird damit zum hunderttausendfachen Motor unserer Neuausrichtung.

?: Wie geht es mit der E-Offensive weiter?

Ulbrich: Mit dem ID.4 beginnt der globale Rollout unserer MEB-Plattform, die speziell auf die Anforderungen von Elektrofahrzeugen zugeschnitten ist. Damit baut Volkswagen seinen Wettbewerbsvorteil über wachsende Skaleneffekte und Synergien in der Produktion aus. Der gesamte Konzern will bis 2029 rund 20 Millionen E-Fahrzeuge allein auf Basis des MEB bauen. Die ersten Modelle wie ID.3, ID.4, ŠKODA ENYAQ, Audi Q4 e-tron und Cupra el-Born kommen nun schrittweise auf den Markt.

Thomas Ulbrich, E-Mobilitäts-Vorstand der Marke Volkswagen