Nach 40 Jahre formiert sich Alpine ab 2021 gleich in zwei Motorsportklassen neu und unterstreicht damit seine Ambitionen als Sportwagen-Marke der Renault Gruppe: Das Renault Formel-1-Werksteam startet ab der kommenden Saison als Alpine F1 Team in den Farben der französischen Trikolore: Der neue Formel 1-Wagen wird rot, weiß und blau lackiert sein. Als Fahrer übernehmen der zweimalige F1-Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien und der Franzose Esteban Ocon das Steuer.

Darüber hinaus wird Alpine in der kommenden Saison unter dem Namen Alpine Endurance Team in der LMP1-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft World Endurance Championship (WEC) an den Start rollen. In den vergangenen Jahren war Signatech-Alpine erfolgreich in der LMP2-Kategorie präsent und gewann dreimal die LMP2-Wertung bei den 24 Stunden von Le Mans. Für das neue Engagement wird Alpine einen Alpine LMP1-Prototypen auf der Basis eines Oreca-Fahrgestells und eines Gibson-Motors einsetzen. Das Alpine Endurance Team wird den LMP1-Prototypen und die Fahrerbesetzung in den kommenden Monaten zu Beginn seines Testprogramms vorstellen.

„Der Motorsport ist untrennbar mit der Marke Alpine verbunden. Nach acht erfolgreichen Jahren in der LMP2 ist es Zeit für den nächsten Schritt. Die jüngsten Änderungen des Reglements für 2021 ermöglichen es der Marke, in der kommenden Saison ihr technisches Know-how und ihre Rennerfahrung in einem wettbewerbsorientierten und fairen Umfeld zu zeigen“, sagt Patrick Marinoff, Alpine Managing Director. „Durch verschiedene Maßnahmen zur Kostenkontrolle können wir dies mit einer überschaubaren Investition sicherstellen. Gemeinsam mit dem Partner Signatech wollen wir ein neues Kapitel in der Geschichte von Alpine schreiben und mit den französischen Farben auf dem höchsten Niveau des Motorsports antreten.“

 Damit unterstreicht Alpine seine Ambitionen als Sportwagen-Marke der Renault Gruppe und will an die erfolgreiche Motorsporthistorie der Marke anknüpfen. Ursprünglich feierte die Marke im Rallye-Sport ihre größten Erfolge und siegte bei der internationalen Rallye-Markenmeisterschaft 1971 und der Rallye-Weltmeisterschaft 1973. Darüber hinaus war Alpine im Langstreckenrennsport aktiv, erzielte Siege im Formel-Sport und unterstützte Renault in den frühen Jahren von dessen Formel 1-Engagement. Rennsport bedeutete in den Anfangsjahren von Alpine vor allem Rallye-Sport. 1960 siegen Jacques Féret und Jacques Rambaud mit der A106 bei der Rallye Monte Carlo in der Wertung der GT-Fahrzeuge unter 1.000 Kubikzentimeter.