Besonders dynamisch entwickelt sich der Verkauf an Plug-In Hybride (PHEV), deren Neuzulassungszahlen sich in Deutschland nahezu versechsfachten. „PHEV sind ein wesentlicher Baustein für nachhaltige individuelle Mobilität. Plug-in-Hybride vereinigen das Beste aus zwei Welten: Neben dem elektrischen, lokal emissionsfreien Antrieb ermöglichen sie auch die von vielen Kunden gewünschten größeren Reichweiten“, betonte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Die Neuzulassungen rein batterieelektrischer Pkw (BEV) stiegen beispielsweise im Juli um 182 Prozent – ebenfalls ein neuer Höchstwert. Damit entfielen in den ersten sieben Monaten zwei von drei in Deutschland neu zugelassene Elektroautos auf deutsche Hersteller.

 „Die Modelloffensive, aktuell sind 70 verschiedene Elektromodelle deutscher Konzernmarken im Angebot, trägt offensichtlich Früchte. Für ein weiteres Wachstum ist aber der flächendeckende Ausbau der Ladeinfrastruktur notwendiger denn je“, so Hildegard Müller. Wichtigste Haltergruppe waren im Juli mit 40 Prozent Anteil an den Elektro-Pkw-Neuzulassungen die privaten Käufer, die sich erstmals in diesem Jahr vor die Firmenwagen (38 Prozent) setzen konnten. „Der Nachfragestau löst sich jetzt offenbar auf, nachdem der Umweltbonus von Seiten des Bundes verdoppelt worden ist“, unterstrich Hildegard Müller. Die neuen Fördersätze gelten rückwirkend für Fahrzeuge, die nach dem 3. Juni 2020 zugelassen wurden.