Dr. Silke Bagschik, Leiterin für Vertrieb und Marketing der der ID. Familie, hat im ID.- Projekt die Interessen von Kunden, Handel und auch Mitarbeitern im Blick. Wie das gelingt und warum der ID.3 wie kein anderes Modell ‚New Volkswagen‘ repräsentiert, erzählt Bagschik, die ihre Karriere 2009 im Produktmarketing bei der Marke Volkswagen startete.

An welchem Punkt merkten Sie, dass Elektromobilität für jedermann vor dem Durchbruch steht?

Wir haben vor vier Jahren die E-Mobilität wirklich groß, neu, als Plattform mit Skaleneffekten und mit einem Preisziel ähnlich heute üblicher Autos gedacht. Als sich das Konzept aus allen Fachbereichen zusammenfügte und klar wurde, dass der ID.3 mit seiner Ausstrahlung und einem tollen Fahrerlebnis zum Preis eines Golf ein großartiges Auto wird, hatte ich das erste Mal Gänsehaut und dachte: So wird’s funktionieren! Ein tolles Elektrofahrzeug für Millionen und nicht für Millionäre. So richtig Volkswagen, wie es sich gehört.

Im Detail: Welche Technologie finden Sie beim neuen ID.3 am faszinierendsten?

Der ID.3 bietet einfach ein faszinierendes Fahrerlebnis. So fühlt sich Zukunft an! Vom „Punch“ bei der Beschleunigung an der Ampel bekomme ich nie genug – das macht Schmetterlinge im Bauch. Und auf längeren Strecken beruhigt elektrisch fahren ungemein. Man fährt anders – leiser, konstanter, automatisierter, effizienter – und kommt entspannter an! Das ist der neue Luxus. Das genau ist es, was „New Volkswagen“ mit seinem neuen Sound- und Lichtdesign unterstützt. Und es geht weiter: Autos werden sich immer natürlicher in unser Leben einfügen. Der ID.3 hat eine Persönlichkeit, Augen – ein Gesicht. Er schaut dich kurz freudig und energiegeladen an, wenn du morgens auf ihn zugehst. Und natürlich kannst du mit ihm reden – er antwortet via ID. Light – dir oder dem Beifahrer.

Über den gesamten Projektverlauf betrachtet: Was war die größte Herausforderung, vor der Sie standen?

Es gibt große Barrieren und Vorurteile, die viele Leute im Kopf haben. In der Vergangenheit waren Elektroautos ja auch teuer, die Reichweite nicht ausreichend, die Ladeinfrastruktur ein Abenteuer. Teil meiner Aufgabe ist es, diese Vorurteile abzubauen und möglichst vielen Menschen bewusst zu machen: Now you can! E-Mobilität wird jetzt auch für dich funktionieren, probiert es aus.

Dafür haben wir früh mit der Kommunikation begonnen, denn ein Systemwandel braucht Zeit. Wir sind konstant in den Aussagen und in der Umsetzung unserer Strategie. Unsere Partner sollen sich auf uns verlassen können. Mit der Kommunikation auf unserer Website www.volkswagen.de/id haben wir bereits viel Aufklärungsarbeit betrieben, von der die E-Mobilität als Ganzes profitiert.

Was nehmen Sie persönlich aus dem Projekt mit?

Das ist eine ganz besondere Zeit für mich: Der ID.3 ist mein Baby und so geht es meinem ganzen Team. Viele von uns sind seit 2016 dabei, waren in Oslo, wo ganz klar wurde: „Die denken hier elektrisch, es funktioniert mit den richtigen Autos und Rahmenbedingungen.“ Danach ging bei uns in Wolfsburg die Post ab. Wir wollten das erste bilanziell CO2-neutrale Elektrofahrzeug für jedermann kreieren. Je mehr wir Importeure und Händler einbezogen haben, desto stärker wurde der Sog. Für mich ist es überwältigend zu sehen, dass wir auf dem Weg in eine Ära der klimafreundlichen Mobilität sind, von der Produktion bis zum Produkt. Mitnehmen tue ich einmal mehr, welche Wirksamkeit innere Überzeugung, Verantwortungsübernahme und ein Management erzeugen, das einen machen lässt. Das macht wirklich Spaß.