Die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen erreichten im ersten Halbjahr einen Rekordwert von knapp 55.000 Fahrzeugen – vier Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2019. Daran hatte der Juni mit einem Plus von fast 50 Prozent einen großen Anteil. Die Neuzulassungen von Caravans erholten sich nach einem Krisen-bedingten Einbruch mit einem Plus von 20 Prozent im Juni deutlich. Die Reisemobilneuzulassungen legten sogar um über 65 Prozent zu.

Die Urlaubsform Caravaning erfreut sich derzeit steigender Beliebtheit. Die Caravaning-Branche erlebte trotz der Corona-Pandemie das beste erste Halbjahr ihrer Geschichte. Die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen stiegen um 3,7 Prozent im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 54.439 Fahrzeuge neu zugelassen – bereits zur Halbzeit so viele wie im gesamten Jahr 2016.

Im April hatte der Kfz-Handel auf Beschluss der Bundesregierung und der Bundesländer zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vorübergehend schließen müssen. Das hatte zu einem drastischen Einbruch der Neuzulassungen geführt. Mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen und der Wiedereröffnung der Handelsbetriebe, setzte im Mai insbesondere bei den Reisemobilen ein starker Nachholeffekt ein. Hinzu kommen seitdem viele neue Kunden, die sich erstmals für einen Urlaub mit Reisemobil oder Caravan interessieren, wie Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), sagt: „Caravaning ist in diesen Zeiten eine der sichersten Urlaubsformen, da man mit einem Freizeitfahrzeug individuell und nur mit Personen des eigenen Haushaltes verreist und durch eigene Schlaf-, Wohn-, Koch- und Sanitärmöglichkeiten weitestgehend autark ist.“

Von Januar bis Juni wurden insgesamt 39.627 Reisemobile neu zugelassen. Das sind 12,0 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres und ein neuer Allzeitbestwert. Die Neuzulassungen von Caravans (14.812 Einheiten) liegen derzeit noch 13,5 Prozent hinter dem Halbjahresergebnis 2019. „Unsere Annahme, dass der Nachholeffekt bei Caravans etwas später und langsamer einsetzt, hat sich bestätigt“, erklärt CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. „Der Turnaround ist geschafft. Mit der Senkung der Mehrwertsteuer gibt es in der zweiten Jahreshälfte einen zusätzlichen Anreiz, ein Freizeitfahrzeug zu erwerben. Wir sind optimistisch für die kommenden sechs Monate.“