Porsche legt nach – das klassische Sportwagen-Trio ist komplett: nach dem Coupé und Cabriolet folgt jetzt mit dem 911 Targa die dritte Karosserievariante der neuen Elfer-Generation. Das prägnante Stilelement bleibt auch hier das vollautomatische Dachsystem. Es besteht wie beim legendären Ur-Targa von 1965 aus dem charakteristischen breiten Bügel, einem beweglichen Dachteil über den Vordersitzen und der umlaufenden Heckscheibe. In 19 Sekunden lässt es sich komfortabel öffnen oder schließen.

Rückblick: Der 911 Targa 2.0 von 1965 war Wegbereiter für ein neues Fahrzeugkonzept und bot damit eine Vorbild-Funktion. Anfangs wurde der Targa noch als „Sicherheitscabriolet mit Überrollbügel“ vermarktet. Doch schon bald hatte sich der Sportwagen mit dem herausnehmbaren Dach als eigenständiges Konzept etabliert und zur Stil-Ikone entwickelt. Mit dem 911 Targa verbindet Porsche bis heute zwei Welten: Die Vorteile des „Offenfahrens“ in einem Cabriolet sind mit dem Alltagskomfort und der Sicherheit eines Coupés kombiniert.

Heute prägen den 911 Targa optisch die Design-Elemente der aktuellen 911-Generation. Vorn kennzeichnen die Karosserie im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich prägnantere Radhäuser. Zwischen den LED-Scheinwerfern nimmt die Fronthaube mit der eingeprägten Vertiefung das Design der ersten 911-Generationen auf. Am Heck dominiert der breitere, variabel ausfahrbare Heckspoiler und das nahtlos integrierte feine Leuchtenband. Mit Ausnahme des Bug- und Heckteils besteht die gesamte Außenhaut aus Aluminium.

Das Interieur ist geprägt von den klaren und geraden Linien der 911-Armaturentafel mit der zurückversetzten Instrumentenebene. Hier standen die Elfer aus den 1970er Jahren Pate. Neben dem Porsche-typisch mittig positionierten Drehzahlmesser erweitern zwei dünne, rahmenlose Freiform-Displays die Informationsanzeigen für den Fahrer. Unter dem 10,9 Zoll großen Centerscreen des Porsche Communication Management (PCM) befindet sich eine kompakte Schaltereinheit mit fünf Tasten für den direkten Zugriff auf wichtige Fahrzeugfunktionen.

Wie die 911 Carrera-Modelle profitieren auch die beiden 911 Targa-Varianten von dem Leistungszuwachs der aufgeladenen 3,0-Liter Sechszylinder-Boxermotoren: Das Triebwerk im 911 Targa 4 leistet 385 PS (283 kW) – das sind 15 PS (elf kW) mehr als beim Vorgänger. Beim 911 Targa 4S mit 450 PS (331 kW) sind es 30 PS (22 kW) mehr Leistung im Vergleich zum Vorgängermodell. Stets serienmäßig an Bord sind das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) und der intelligente Allradantrieb Porsche Traction Management (PTM). Der 911 Targa 4S kann alternativ auch mit dem neu entwickelten Siebengang-Schaltgetriebe einschließlich Sport Chrono-Paket geordert werden.

Die Verbindung von traditionellen Stil-Elementen, zeitlosem Design und moderner Technik will Porsche mit einem speziellen Sondermodell des 911 Targa vertiefen – Debut Anfang Juni.