Der Corsa mit klassischem Verbrenner hat mit dem vollelektrischen Corsa-e einen attraktiven Bruder – Verbrenner oder Elektroantrieb? Das soll bei Opel keine dogmatische Richtungsentscheidung sein, denn mit der Multi-Energy-Plattform geht beides in einer Modellreihe. Opel glaubt, dass die Kunden entscheiden, welcher neuer Corsa für ihren jeweiligen Einsatzzweck der richtige ist. Opel hat bewusst mit dem Corsa die populärste Baureihe der Marke gewählt, um die Elektromobilität von ihrem (noch) Nischendasein zu befreien. Rückblick: Der Opel Corsa ist ein absoluter Bestseller: Über 13,6 Million Kleinwagen sind seit der Premiere 1982 vom Band gelaufen. Der Corsa hat Millionen Menschen mobil gemacht – das wundert es nicht, dass er jetzt ihnen den attraktiven Einstieg in das emissionsfreie Fahren bieten will.

Der neue Corsa-e möchte Elektromobilität populärer gestalten: Mit seiner Reichweite von bis zu 330 km nach dem WLTP-Zyklus will der Fünfsitzer uneingeschränkt alltagstauglich sein. Opel verspricht, dass innerhalb von 30 Minuten per Schnellladung die 50 kWh-Batterien zu 80 Prozent wieder aufgeladen werden kann. Egal ob Kabellösung für die Haushaltssteckdose, Wallbox oder High-Speed-Charging – der Corsa-e ist auf alle Ladeoptionen vorbereitet und will zudem mit einer 8-Jahres-Garantie für die Batterie überzeugen.

In der Theorie lässt sich mit der myOpel-App von überall der Ladestatus kontrollieren, sodass der Reisende stets Ladezeit und Ladekosten optimieren kann – das machte auf den Praxistest neugierig, den der Corsa-e eindrucksvoll bestanden hat. Darüber hinaus soll der Fahrer wesentlich Einfluss auf die Reichweite nehmen. Er hat die Wahl zwischen den drei angebotenen Fahrstufen Normal, Eco und Sport. Der Sport-Modus verändert das Ansprechverhalten und steigert die Fahrdynamik – da sollte ein Reichweitenminus nicht überraschen. In der Fahrstufe „Eco“ soll dann der Corsa-e zum Kilometerfresser werden: ohne nennenswerten Komfort-Verlust lässt sich die Reichweite so steigern.

Unterschiedlichste Stromnetze mit unterschiedlichen Ladeoptionen – die Energieinfrastruktur in Europa ist vielfältig. Opel gibt sich selbstbewusst: Den Besitzern des Corsa-e könnte es egal sein. Die Marke mit dem Blitz bietet für den rein batterie-elektrischen Corsa Ladeoptionen nach Maß: von diversen Kabeln zum Anschluss an Steckdosen und Ladesäulen über eine Auswahl an Wallboxes bis hin zu einem innovativen „Universal-Ladekabel“. Ebenso wichtig wie der Zugang zu allen Lademöglichkeiten sind möglichst kurze Ladezeiten. Dafür soll im Corsa-e leistungsstarke On-Board-Charger sorgen.

 Das Ladezubehör ist perfekt auf den neuen Corsa-e abgestimmt – soll so die Voraussetzungen für möglichst kurze Ladezeiten und ein langes Leben der Batterie schaffen. Den Einstieg in die Elektromobilität ermöglicht das serienmäßige „Mode-2-Ladekabel“, mit dem der Corsa-e an jede normale Haushaltssteckdose angeschlossen werden kann. Damit wird sichergestellt, dass Kunden praktisch überall eine „Stromtankstelle“ finden und nie in die Verlegenheit geraten, die Batterie nicht laden zu können.

Um schneller Zuhause laden zu können, ist eine Wallbox die leistungsstärkere Alternative. In etwas mehr als fünf Stunden kann damit die Batterie im Corsa-e wieder vollständig aufgeladen werden. Unterwegs ist ein „Mode-3-Ladekabel“ erste Wahl, mit dem der Newcomer an regulären öffentlichen AC-Ladepunkten-angeschlossen (AC = Wechselstrom) werden kann. Diese technische Lösung ist vor allem in Städten weit verbreitet und damit kann in etwas mehr als einer Stunde eine Reichweite von rund 100 Kilometer ergänzt werden.

Noch schneller geht es an DC-Schnellladesäulen (DC = Gleichstrom), wie sie vielfach an Autobahnen installiert sind. Der Corsa-e kann auch an diesen Ladepunkten mit bis zu 100 kW geladen werden, die es ermöglichen, die Batterie in weniger als 30 Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität zu füllen. Für Kunden, die mit ihrem Corsa-e oft im Ausland unterwegs sind und für diejenigen, die auch ohne Wallbox schneller Zuhause laden wollen, hält Opel mit dem „Universal-Ladekabel“ die ideale Lösung bereit. Mit verschiedensten Adaptern ist es das „Schweizer Taschenmesser“ unter den Ladeoptionen und soll auch die theoretische Reise von Moskau bis Lissabon problemlos möglich machen.