Die dritte Generation des Ford Kuga ist startbereit. Der neue Kuga wird in sieben Ausstattungslinien zum Preis ab 26.550 Euro angeboten. Die Kunden können zunächst unter vier Antriebskonzepten wählen: dem konventionellen EcoBoost-Benziner mit 1,5 Liter Hubraum, dem 2,5 Liter Duratec-Benziner als Plug-in-Hybrid (PHEV) und dem konventionellen EcoBlue-Diesel wahlweise mit 1,5 oder mit 2,0 Liter Hubraum sowie einem 2,0 Liter EcoBlue Mild-Hybrid-Diesel  mit 48-Volt-Technologie (mHEV). Darüber hinaus soll ab Ende 2020 auch noch eine Voll-Hybrid-Version (FHEV) bestellbar sein – basierend auf dem 2,5 Liter Duratec-Benziner (Atkinson-Zyklus). Damit ist der neue Kuga die erste Baureihe von Ford, die auch in drei elektrifizierten Versionen lieferbar ist: als EcoBlue Hybrid (48 Volt), als Plug-in-Hybrid-Variante und als Voll-Hybrid-Alternative.

Ford will somit eine Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs, bezogen auf das gesamte Motorenangebot, gegenüber dem Vorgänger von rund 30 Prozent erreichen. Das Unternehmen hat angekündigt, bis Ende 2021 in Europa insgesamt 18 Modelle mit elektrifizierten Antrieben auf den Markt zu bringen. Dazu zählt auch der neue Ford Kuga, der in drei elektrifizierten Versionen verfügbar sein wird: als mild-Hybrid (EcoBlue Hybrid), als Plug-in-Hybrid sowie als Voll-Hybrid.

Der Kuga Plug-in Hybrid (PHEV) will den Reichweitenvorteil und die Flexibilität eines konventionellen Benziners mit der hohen Energie-Effizienz und der Laufkultur eines batteriebetriebenen Elektromotors verbinden. Hier setzt sich das Plug-in-Hybrid-System aus dem 2,5 Liter Vierzylinder-Benziner, einem Elektromotor sowie einer Lithium-Ionen-Hochvolt-Batterie mit einer Kapazität von 14,4 Kilowattstunden (kWh) zusammen. Gemeinsam entwickelt dieses Antriebssystem eine Leistung von 225 PS (165 kW), die über ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe auf die Straße gebracht wird. Der Benziner leistet dabei 152 PS (112 kW) und der E-Antrieb 131 PS (97 kW). Rein elektrisch, und damit lokal emissionsfrei, kann der Kuga Plug-in-Hybrid bis zu 56 Kilometer zurücklegen – er eignet sich daher für Fahrten in der City (Umweltzonen). Darüber hinaus ist dieser Ford Kuga ein förderfähiges Elektroauto und qualifiziert sich damit für den Umweltbonus. Der Kuga Plug-in Hybrid verbraucht im kombiniertem WLTP-Normdurchschnitt lediglich 1,4 Liter/100 km und emittiert 32 Gramm CO2 pro Kilometer (WLTP). Dem stehen flotte Fahrleistungen gegenüber: Der ausschließlich mit Fronttrieb lieferbare Kuga PHEV (ab 39.550 Euro) bis zu 200 km/h schnell und beschleunigt in 9,2 Sekunden von null auf Tempo 100.

Der Plug-in-Hybrid im Kuga

Ist die Batterie-Kapazität aufgebraucht, verhält sich ein Plug-in-Hybrid-Antrieb wie ein Voll-Hybrid-Fahrzeug. Das bedeutet, dass sich der Benzinmotor dazu schaltet, es aber noch genug Energiereserven gibt, um elektrisch zu unterstützen. Wie ein Voll-Hybrid kann auch der Plug-in-Hybrid im Schubbetrieb oder durch regeneratives Bremsen Energie zurückzugewinnen.

Vier unterschiedliche EV-Fahrprogramme (EV = Electric Vehicle) stehen zur Wahl. Sie entscheiden darüber, wie und wann die verfügbare Akku-Ladung genutzt wird:

  • „EV Auto (matic)“ (Standardmodus) wechselt je nach Fahrsituation und verfügbarer Batterie-Ladung automatisch zwischen rein elektrischem Fahren, der Nutzung des Benzinmotors oder dem kombinierten Antrieb. So erzielt er auf der Autobahn wie auch im Stadtverkehr stets die optimale Leistungs- und Effizienz-Ausbeute.
  • Im „EV Jetzt“-Modus wird das Fahrzeug rein elektrisch angetrieben, bis der Akku-Ladezustand nicht mehr für reine Elektrofahrten ausreicht. Der Kuga wechselt dann in den kombinierten Elektro-Batterie-Antrieb („EV Auto“).
  • Der „EV Später“-Modus schont die elektrische Reichweite für eine spätere Nutzung. Der Kuga fährt überwiegend mit aktiviertem Benzinmotor („EV Auto“) und nutzt das regenerative Laden, um den Ladezustand des Akkus möglichst hoch zu halten. Dies ist von Vorteil, wenn zum Beispiel die Einfahrt in eine emissionsfreie Umweltzone absehbar ist.
  • „EV Aufladen“ nutzt den Benzinmotor, um die Batterie aktiv aufzuladen, damit weitere Fahrten im rein elektrischen „EV Jetzt“-Modus möglich sind.

Das Laden der Batterie kann in drei Abläufen geschehen:

  • über den Anschluss im vorderen Stoßfänger an einer öffentlichen Ladestation, an einer Wallbox oder an einer Haushalts-Steckdose mit 230 Volt – für Letztere gehört das entsprechende Ladekabel zum serienmäßigen Lieferumfang, das Aufladen des Kuga Plug-in-Hybrid dauert rund sechs Stunden. An einer Wallbox oder einer öffentlichen Ladestation ist das Wiederaufladen der Batterie bereits nach rund 3,5 Stunden abgeschlossen.
  • während der Fahrt durch regeneratives Bremsen, also das Rekuperieren von kinetischer Energie, die andernfalls als Reibung an den Bremsen ungenutzt verloren ginge.
  • während der Fahrt durch die reine Motorkraft („EV Aufladen“).

Mehr Raum

Der neue Kuga ist 89 Millimeter länger und 44 Millimeter breiter als die Vorgänger-Generation. Konkret: Der neue Kuga ist 4,61 Meter lang, mit ausgeklappten Außenspiegeln 2,18 Meter breit und 1,68 Meter hoch. Der Radstand legte um rund 20 auf nun 2,71 Meter zu. Obwohl der neue Kuga sechs Millimeter flacher ist als der Vorgänger, dürfen sich alle Insassen über mehr Kopf-Freiheit freuen.

Die gesamte hintere Sitzreihe kann vor- oder zurückgeschoben werden. So ergibt sich wahlweise ein Plus an Beinfreiheit oder ein zusätzliches Kofferraum-Volumen von 67 Litern. Und die hinteren Sitze lassen sich per Auslösemechanismus zu einem ebenen Ladeboden umklappen.

In der fünfsitzigen Konfiguration bis Gepäckraum-Abdeckung fasst der Kofferraum 435 Liter (Plug-in-Hybrid: 405 Liter). Maximal fasst das Kuga-Gepäckabteil 1.534 Liter (Plug-in-Hybrid: 1.481 Liter) – dies ist dann die 2-Sitzer-Konfiguration bei Beladung bis zum Dach.

Mehr Ausstattung

Ford hat beim Design des neuen Kuga vor allem auf ausbalancierte Proportionen gesetzet. Der längere Radstand verleiht dem Kompakt-SUV zusammen mit der tiefer gestreckten Motorhaube, der flacher geneigten Windschutzscheibe und der niedrigeren Dachlinie einen sportlichen Auftritt. Um die Ausstattungs-Komplexität zu verringern, wurden diverse Einzeloptionen zu optionalen Paketen zusammengefasst. Damit die Kunden ihren neuen Kuga aber dennoch bestmöglich nach ihren individuellen Wünschen zusammenstellen können, sind Optionen wie  eine abnehmbare und schwenkbare Anhängevorrichtung, eine kraftstoffbetriebene Standheizung, eine elektrische, sensorgesteuerte Heckklappe oder ein elektrisches Panorama-Schiebedach separat bestellbar. Ford bringt die dritte Kuga-Generation in sieben Ausstattungsvarianten auf den Markt: der Trend (ab 26.550 Euro), Cool & Connect (ab 28.350 Euro), Titanium (ab 32.150 Euro), Titanium X (ab 34.150 Euro), ST-Line (ebenfalls ab 34.150 Euro), ST-Line X (ab 36.150 Euro) sowie Vignale (ab 38.400 Euro).