Volkswagen hält Wort: Die Marke konzentriert sich konsequent auf den Ausbau der E-Mobilität, baut sein Angebot bei vollelektrischen Modellen und bei Hybriden deutlich aus. Der richtige Weg: Schon vor der Markteinführung des neuen ID.3 in diesem Sommer zeigt sich, dass die Nachfrage nach E-Mobilität in Deutschland deutlich gestiegen ist: Bei der Modellreihe up! entfällt bereits jede zweite Bestellung auf die vollelektrische Version – rund 20.000 Bestellungen liegen vor. Und auch die elektrifizierte GTE-Versionen der aktuellen Passat-Generation steigen in der Käufergunst: Mittlerweile wählt jeder siebte Kunde den Plug-In-Hybrid (PHEV).

Hybridisierung ist ein weiteres Kern­element der Antriebsstrategie auf dem Weg ins emissionsfreie Zeitalter. „Deshalb führt der Volkswagen Konzern die Plug-In-Hybridtechnologie in vielen wichtigen Volumensegmenten ein“, sagt Dr. Kai Philipp, Leiter Projektsteuerung PHEV-Entwicklung und erläutert weiter, „dass den Anfang ab 2014 die GTE-Modelle machten, deren elektrische Reichweite in der zweiten Modell­-Generation durch eine größere Batteriekapazität gesteigert wurde.“

Der neue Passat Variant GTE leistet 218 PS (160 kW) und fährt im WLTP-Zyklus bis zu 56 Kilometer rein elektrisch. Er deckt damit weit mehr als das Tagespensum eines Durchschnitts­kunden von Volkswagen ab, das bei 42 Kilometern liegt. Im Passat-Segment, in dem vorwiegend Dieselmotoren geordert werden, macht der Benziner mit Plug-In-Hybridtechnik mittlerweile 15 Prozent der Bestellungen aus, die Anzahl hat sich gegenüber dem GTE-Vorgängermodell verfünffacht.

Der Plug-In-Hybridantrieb des neuen Golf GTE besteht aus einem TSI-Vierzylinder-Aggregat mit 150 PS (110 kW), einer 115 PS (85 kW) starken E-Maschine, einem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und einer neuen Lithium-Ionen-Batterie. Der Antrieb entwickelt eine Systemleistung von 245 PS (180 kW) und ein maximales Systemdrehmoment von 400 Nm. Gegenüber dem Vorgänger vergrößert sich die rein elektrische Reichweite deutlich – sie beträgt jetzt rund 60 km. Das Plus an Reichweite wurde über die verbesserte Aerodynamik des neuen Golf und einen um 50 Prozent auf 13 kWh vergrößerten Energiegehalt der Batterie realisiert – rein elektrisch kann der Golf GTE mit bis zu 130 km/h gefahren werden.

Der e-up! (83 PS/61 kW) ist das neue Einstiegsmodell in die elektrische Volkswagen Welt – seit November 2019 auf dem Markt. Er bietet gegenüber dem Vorgänger deutlich mehr Reichweite – bis zu 260 km im WLTP-Zyklus. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden rund 20.000 Fahrzeuge bestellt. Entscheidendes Kaufargument sind die geringen Unterhaltskosten: Sein Anschaffungspreis von 21.975 Euro reduziert sich um den Umweltbonus von 6.570 Euro – beides Brutto) und die Einstufungen der Versicherung sind günstig (Haftpflicht-Klasse: 12, Vollkasko: 16). Vorteil: Die Kfz-Steuer und die Kosten für Motorölwechsel kann man sich beim e-up! ganz sparen.

„Nach dem Debüt im Passat und Passat Variant stellt Volkswagen 2020 eine ganze Reihe neuer Plug-In-Hybridmodelle vor“, kündigte Dr. Kai Philipp gegenüber DIE AUTOSEITEN an. Der neue Golf der achten Generation wird wieder als GTE angeboten, daneben kommt auch der normale Golf als zusätzliche Version Golf eHybrid. Im Laufe des Jahres startet die Technik im aufgefrischten Arteon und dem neuen Arteon ShootingBreak sowie im neuen Kompakt-SUV Tiguan. Schon Anfang März hatte das Topmodell der Marke seine Premiere: Mit dem neuen Touareg R bietet Volkswagen einen betont durchzugsstarken PHEV, dessen hybridische Systemleistung aus Verbrennungs- und elektrischem Antrieb bei 462 PS (340 kW) liegt. Im Gespräch mit DIE AUTOSEITEN sagte Dr. Kai Philipp zum Ausbau des PHEV-Angebots für die Marke Volkswagen: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Spitzenmotorisierungen künftig hybridisch ausgelegt werden“. – wir sind gespannt.

Ein Volkswagen, zwei Antriebe  

Mit dem neuen Passat GTE ist auch das Zero-Emission- und Langstrecken-Fahrzeug der zweiten GTE-Generation am Start – ein Passat zwei Autos. So will das beliebte Mittelklasse-Modell im „GTE“-Modus seine besonders sportliche Seite zeigen. Plug-In-Hybrid, das steht in diesem Fall für die Kombination eines Turbobenzindirekteinspritzers (TSI) mit einer E-Maschine, die von einer extern ladbaren Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt wird.

Die Allianz aus Elektro- und Benzinmotor birgt große Vorteile: Einerseits bieten die GTE Modelle mit ihrer Kombination aus E-Maschine und effizientem Turbobenziner (218 PS/160 kW Systemleistung) die Vorteile eines Langstreckenfahrzeugs. Anderseits sind sie in der urbanen Welt als Zero-Emission-Vehicle einsetzbar. Und das klappt jetzt noch besser: der neue Passat GTE ist mit einer größeren Batterie ausgestattet. Ihr Energiegehalt stieg von 9,9 kWh auf 13,0 kWh – ein Plus von rund 30 Prozent. Vorteil: Die reine elektrische Reichweite konnte vergrößert werden. Sie beträgt im neuen, praxisnahen WLTP-Zyklus bis etwa 55 km – im alten Zyklus (NEFZ) ergibt sich eine Reichweite von rund 70 km.

Der 1,4 Liter Vierzylinder-TSI-Motor entwickelt eine Leistung von 156 PS (115 kW), die E-Maschine liefert 115 PS (85 kW) – das maximale Drehmoment des Plug-In-Hybridantriebs beträgt jetzt 420 Newtonmeter. Fakt: Leistung und Kraft wollen umweltschonend und effizient genutzt werden – serienmäßig ist eigens für den Hybridantrieb entwickelten 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an Bord. Der Passat GTE startet mit ausreichend geladener Lithium-Ionen-Batterie stets im „E-Mode“. Geladen werden kann die Hochvolt- Batterie der Passat GTE Modelle wie gehabt über das externe Stromnetz oder während der Fahrt via TSI-Motor und Rekuperation. Um am Ende einer längeren Fahrt in der Stadt gezielt im „E-Mode“ unterwegs sein zu können, hat Volkswagen die Modi des Hybridsystems neu konfiguriert und das Nachladen der Batterie während der Fahrt vereinfacht.