Nach der Markteinführung des 911 Carrera hat Porsche sein Basis-Angebot um die Allrad-Modelle – 911 Carrera 4 Coupé und 911 Cabriolet erweitert. Wie die 911 Carrera-Modelle leisten die offene Variante 385 PS (283 kW) aus dem 3,0-Liter Sechszylinder-Boxermotor mit Biturbo-Aufladung. Die verbesserte Performance der neuen 911 Carrera 4-Modelle geht wie bei den 911 Carrera 4S-Sportwagen mit der Weiterentwicklung des Vorderachsgetriebes einher. Die jetzt wassergekühlte Einheit aus Kupplung und Differenzial verfügt über verstärkte Kupplungslamellen für mehr Belastbarkeit und Robustheit. Eine Erhöhung der Stellmomente an der Kupplung verbessert deren Stellgenauigkeit und damit die Funktion des zusätzlichen Antriebs über die Vorderachse. In Summe unterstützt das weiterentwickelte Vorderachsgetriebe mit dem PTM (Porsche Traction Management) eine noch bessere Traktion bei allen Fahrbahn-zuständen.

Das 911 Carrera 4 Coupé und 911 Carrera 4 Cabriolet sind mit PASM (Porsche Active Suspension Management) ausgestattet. Wie bei den anderen 911 Carrera-Modellen zählt das elektronisch variable Dämpfersystem auch hier zur Serienausstattung. Es justiert die Dämpfer-Eigenschaften mit Hilfe der Einstellungen „Normal“ und „Sport“ in Bezug auf Fahrkomfort und Handling. Eine voll variable, elektronisch gesteuerte Differenzialsperre für die Hinterachse inklusive Porsche Torque Vectoring (PTV), welche beim 911 Carrera S und 4S zur Serienausstattung gehört, kann für die neuen 911 Carrera 4-Modelle gegen Aufpreis bestellt werden.

Wie die anderen Porsche-Elfer der achten Generation verfügen auch die Allrad-Modelle serienmäßig über den Porsche Wet Mode. Diese Funktion erkennt mittels Sensoren in den vorderen Radhäusern automatisch Nässe auf der Fahrbahn und empfiehlt dem Fahrer über ein Signal im Cockpit manuell in den Wet Mode zu wechseln. Aktiviert der Fahrer den Wet Mode, werden unter anderem das Porsche Stability Management (PSM) sowie das Porsche Traction Management (PTM) und das Ansprechverhalten des Antriebs so angepasst, dass ein Maximum an Fahrstabilität gewährleistet ist. Die fahrdynamische Abstimmung umfasst an der Vorderachse Reifen der Dimension 235/40 ZR auf 19-Zoll-Leichtmetallrädern, an der Hinterachse sind 20-Zoll-Räder mit 295/35 ZR-Reifen montiert – optional können Räderkombinationen in 20- und 21-Zoll bestellt werden.

Die Verzögerung übernehmen 330 Millimeter große Bremsscheiben mit schwarzen Vier-Kolben-Monobloc-Festsätteln an beiden Achsen. Die Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) kann als Option bestellt werden.

Äußerlich übernehmen die neuen 911 Carrera 4-Modelle nahezu unverändert die Designmerkmale der achten 911-Generation. Einziger Unterschied zu den heckangetriebenen Modellen sind die Chromeinleger im Heckgitter. Im Vergleich zu den 911 Carrera 4S-Modellen differenzieren sich die Basis-Allradler zudem durch die Einzelendrohrblenden der Abgasanlage.