„Ich nehme das Thema Klimawandel sehr ernst“, sagte Hildegard Müller zu ihrem Amtsantritt als Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA). „Die deutschen Hersteller und Zulieferer leisten bereits einen erheblichen Beitrag, damit die ambitionierten Klimaschutzziele erreicht werden. Diese Aktivitäten werden in den kommenden Jahren noch intensiv ausgebaut“, verspricht die VDA-Präsidentin. Der VDA glaubt, dass die deutschen Hersteller ihr Angebot elektrifizierter Fahrzeuge bis zum Jahr 2023 auf über 150 E-Modelle verdreifachen. In die Forschung und Entwicklung alternativer Antriebe investieren Hersteller und Zulieferer bis 2024 rund 50 Mrd. Euro. Hinzu kommen im selben Zeitraum 25 Mrd. Euro für Digitalisierung sowie vernetztes und automatisiertes Fahren.

„Die Automobilindustrie steht vor einem grundlegenden Wandel, und ich setze mich dafür ein, diesen engagiert voranzutreiben“, kündigte Hildegard Müller an und unterstreicht ihr Vorhaben, „dass wir eine intensive und sachliche Debatte um die Vereinbarkeit von Klimaschutz und nachhaltiger individueller Mobilität brauchen. Es geht nicht mehr um die Frage, ob sich unsere Schlüsselindustrie zu mehr Klimaschutz bekennt, sondern wie wir gemeinsam dieses gesamtgesellschaftliche Ziel erreichen. Wir verstehen Nachhaltigkeit nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch und sozial“, sagte Hildegard Müller. „Wir tragen Verantwortung in allen drei Dimensionen. Dazu wird die Automobilindustrie ihren Beitrag leisten und mit allen Beteiligten den Dialog suchen.“

VDA-Vizepräsident Ola Källenius erinnerte anlässlich des Neujahrsempfangs des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in Berlin: „Auf den Tag genau vor 134 Jahren hat Carl Benz das Patent für sein ‚Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb‘ eingereicht. Der 29. Januar 1886 war die offizielle Geburtsstunde des Automobils. Dass Carl Benz ein besserer Ingenieur als Prophet war, zeigt sich in einem seiner bekanntesten Sätze. Ich zitiere: ‚Das Auto ist fertig entwickelt – was kann noch kommen?‘ – mangelndes Selbstvertrauen kann man ihm jedenfalls nicht attestieren.“ 

Die Automobilbranche ist eine global aufgestellte Industrie mit Standorten in der ganzen Welt: „Allein schon deshalb müssen wir für Offenheit werben – und sie auch vorleben. Unser Verband will deshalb noch stärker aus und in der Mitte der Gesellschaft wirken. Das bedeutet für uns, den Menschen die Transformation und ihre Auswirkungen zu erklären, sie mitzunehmen und den Prozess gemeinsam mit ihnen zu gestalten. Deshalb werden wir die IAA 2021 nicht nur auf dem Messegelände stattfinden lassen, sondern die Mobilität von morgen noch direkter zu den Bürgerinnen und Bürgern bringen“, sagte Källenius und freut sich weiter, „dass das Interesse an der neuen IAA riesengroß ist. Sieben Städte haben sich beworben. Und die Bewerbungen sind durchweg sehr kreativ und nach vorn gerichtet. Wir sind davon überzeugt: Die neue IAA wird wichtige Impulse für die Transformation des Automobils und unserer Branche setzen.“

Im Mittelpunkt steht die klimaneutrale Mobilität. Der VDA-Vizepräsident: „Wir sind überzeugt: Die Zukunft des Autos ist emissionsfrei und in großen Teilen elektrisch – ob batterieelektrisch, als Plug-in-Hybrid oder mit Brennstoffzelle. Die Automobilindustrie hat sich längst auf den Weg gemacht und arbeitet mit großer Begeisterung an der CO2-neutralen Mobilität – und zwar über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.“ Die Automobilindustrie will den Klimaschutz voranbringen, „indem wir die Kunden mit zukunftsweisenden Technologien und faszinierenden Produkten überzeugen.“