SEAT hat ein neues Kapitel aufgeschlagen: Zum Jahresanfang präsentierte der spanische Automobilhersteller die vierte Generation des Leon. Fakt ist, dass seit jeher dieses Kompaktmodell eine tragende Säule des Erfolgs der Marke. Schließlich wurden von den ersten drei Generationen insgesamt mehr als zwei Millionen Einheiten verkauft. SEAT will auf dem deutschen Markt ab Frühjahr auch mit der vierten Generation für frischen Wind in der wettbewerbsstarken Kompaktklasse sorgen. „Die vorangegangenen Generationen des Leon haben bereits bewiesen, dass dieses Modellein wichtiger Eckpfeiler seines Segments ist. SEAT investiert nun in die Zukunft des Leon, damit auch die neuste Generation diese Tradition fortsetzen und sogar ganz neue Möglichkeiten aufzeigen kann“, sagte Wayne Griffiths, Vorstand für Marketing und Vertrieb bei der SEAT S.A. gegenüber DIE AUTOSEITEN anlässlich der Vorstellung im SEAT-Werk in Martorell bei Barcelona. „Mit seiner Kombination aus eindrucksvollem Design und technologischer Fortschrittlichkeit erfüllt der neue Leon alle Wünsche unseres vielfältigen Kundenkreises und bringt endlich wieder frischen Wind in die Kompaktklasse.“ Entworfen und entwickelt wurde der neue  Leon in Barcelona. Am dortigen Hauptsitz von SEAT, dem Werk in Martorell, wird er auch produziert werden.

Basis für die Ästhetik des neuen Modells ist die weiterentwickelte MQB-Evo-Plattform, die dem Designteam die nötige Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bei der Gestaltung der Außenhaut gewährte. Die größeren Abmessungen des neuen Leon sorgen für harmonischere Proportionen. Wie bereits der Vorgänger als Fünftürer und Sportstourer (Kombi) lieferbar, ist der neue Leon In der Variante als Fünftürer 4,37 Meter lang (+86mm), 1,80 Meter breit (-16mm) und 1,45 Meter hoch (-3mm). Der Radstand beträgt 2,69 Meter, ist also um 50 mm größer als beim Leon der dritten Generation. In der Variante als Sportstourer ist der neue Leon 4,64 Meter lang (+93mm), 1,80 Meter breit (-16mm) und 1,49 Meter hoch(-3mm). Auch hier beträgt der Radstand 2,69 Meter und ist somit 50mm größer als beim Vorgängermodell.

Der neue SEAT Leon baut auf den Linien seines Vorgängers auf, zeigt sich jedoch mit einem markanteren Charakter, der unterstrichen wird durch seine glatten, fließenden Oberflächen und dem Mix aus Kanten und Rundungen an den richtigen Stellen. Zudem sorgt die verbesserte Aerodynamik des neuen Designs für eine höhere Effizienz – im Vergleich zum Vorgänger hat sich der Luftwiderstandsbeiwert des neuen Leon um rund acht Prozent verbessert. An der Front will sein Design für eine ausdruckstärkere Persönlichkeit sorgen, mit einer stärkeren dreidimensionalen Verbindung zwischen Kühlergrill und Scheinwerfern. Durch die zurückgesetzten LED-Scheinwerfer entsteht ein „Augenbrauen-Effekt“, der einen stärkeren Fokus erzeugt und das Fahrzeug für andere Verkehrsteilnehmer sofort erkennbar machen soll. Auch die im Vergleich zur Vorgängergeneration etwas längere Motorhaube trägt zum selbstbewussteren Design bei. SEAT Chefdesigner Alejandro Mesonero-Romanos erläuterte gegenüber DIE AUTOSEITEN: „Seine markante Persönlichkeit spiegelt sich zu dem in den weiter hinten platzierten A-Säulen, die die Frontproportionen zusätzlich strecken. Die vierte Generation des Leon überzeugt zudem durch die weiterentwickelten, verfeinerten Oberflächen der Außenhaut. Die prägnanteren Formen verleihen dem Modell eine besondere Eleganz und sorgen für ein facettenreiches Spiel von Farbveränderungen und -nuancen, wenn Licht auf die Lackierung der Karosserie trifft.“

 Dank einer breiten Palette an modernen Antriebskonzepten will der Leon noch effizienter sein. Das neue Modell wird in verschiedenen Varianten erhältlich sein: als Benziner (TSI), mit Dieselmotor (TDI), als CNG-Modell (TGI), als Mildhybrid (eTSI) und als Plug-in-Hybrid (eHybrid). Den 2,0-Liter Vierzuylinder TDI wird es in zwei Leistungsstufen geben die Benziner wahlweise als Drei- oder Vierzylinder ab 115 PS (85 kW). Es folgen auch Mildhybrid mit 48-Volt-Bordnetz und ein Plug-in-Hybrid für den neuen Leon. Zudem gibt es für den Bestseller von SEAT eine Fülle von serienmäßigen Technologien und Sonderausstattungen, die unabhängig von der gewählten Ausstattungsvariante – Reference, Style, XCELLENCE oder FR – möglichst viele individuelle Bedürfnisse und Wünsche der Kunden erfüllen wollen. Auch den permanenten Allradantrieb „4Drive“ wird wieder für den Leon Sportstourer angeboten. Alle Leon-Modelle profitieren vom schlüssellosen Schließ-und Startsystem „Kessy“ und verfügen auf den vorderen wie hinteren Sitzplätzen über USB-Anschlüsse. Zur Serienausstattung gehört zudem die fortschrittliche LED-Scheinwerfertechnologie, ein 8-Zoll-Infotainment-System sowie die SEAT Connect Technologie.

In große Fußstapfen treten

Nachgefragt bei Bernhard Bauer, Geschäftsführer der SEAT Deutschland GmbH

In diesem Jahr gibt es bei SEAT eine wichtige Markteinführung, der neue Leon steht in den Startlöchern. Wird die vierte Generation des Leon zukünftig in verschiedenen Antriebsvarianten angeboten?

Bernhard Bauer: „Der neue Leon tritt in große Fußstapfen. Er war sicherlich der Erfolgsfaktor der letzten Jahre und ist auch nach wie vor der meistverkaufte Seat. Trotz aller Erfolgszahlen, wir kommen von vor zehn Jahren mit 50.000 Autos und sind heute bei 140.000 Autos oder werden dann vermutlich mit einer kleinen Steigerung dieses Jahr noch etwas größer werden. Ihre Frage ist ganz deutlich mit „ja“ zu beantworten, auch mit einer Elektrifizierung als Hybrid und Mild-Hybrid, weil wir im Konzern eine deutliche Entscheidung getroffen haben, das heißt, alle reinen Elektroautos auf eine separate Elektroplattform zu stellen. Das heißt, wir werden mit dem neuen Leon einen moderneren und noch erwachseneren Leon erleben. Es wird ihn als Benziner, als Diesel, als Mild-Hybrid, als Plug-in-Hybrid und mit CNG-Antrieb geben. Daran halten wir fest und sagen: ‚name it, we got it‘. Ich finde, das ist eine sehr schöne Aussage, es sei denn, sie sagen, sie wollen einen Leon rein elektrisch, dann sagen wir, der heißt el-Born.“ 

Der SEAT el-Born kommt Ende 2020 auf den deutschen Markt. „Wir üben sozusagen derzeit mit dem Mii electric, der el-Born ist natürlich dann der Einstieg in die moderne SEAT Welt, wie man sich das Elektroauto der Zukunft vorstellt“, sagte Bernhard Bauer im Gespräch mit DIE AUTOSEITEN. Und erläutert weiter, „die MEB-Plattform des Konzerns ist die modernste Plattform, die man im Moment im Markt haben kann. Hier kann man ein Auto aufbauen, was von der Größenordnung schon deutlich mehr Platz bietet als der Mii, da sind wir locker im Leon Bereich unterwegs.“ Der SEAT el-Born ist bereits letztes Jahr der Öffentlichkeit auf einer Messe gestellt worden. Der el-Born wird dann eine Lücke schließen und das Produktportfolio Ende 2020 erweitern.