Die Richtung ist klar vorgegeben: die Marke Volkswagen bringt 2020 weltweit 34 neue Modelle auf den Markt – zwölf davon sind SUV, acht Elektro- oder Hybrid-Fahrzeuge. „Wir stehen am Anfang einer neuen Ära. Wir meinen es ernst mit der Elektromobilität. Bis 2024 wird die Marke 19 Milliarden Euro für Zukunftstechnologien ausgeben, allein 11 Milliarden Euro stellen wir für die Weiterentwicklung der Elektromobilität bereit“, sagte Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer (COO) im Jahresabschlussgespräch Marke Volkswagen gegenüber DIE AUTOSEITEN und betont weiter, „bereits 2020 beginnt Volkswagen die größte Elektro-Offensive der Automobilindustrie: Im Sommer bringen wir den ID.3 zu den Kunden, kurz darauf folgt mit dem ID.Next unser erstes Elektro-SUV. Unsere ID.-Familie macht erstmals emissionsfreie Mobilität für viele Menschen möglich. Das ist New Volkswagen.“

Die Marke Volkswagen hat sich im Jahr 2019 neu ausgerichtet, wenn nicht sogar neu erfunden. Sichtbarster Ausdruck dieser Neuausrichtung ist das neue Logo, welches Volkswagen zeitgleich mit der ID.3-Premiere auf der IAA im September 2019 enthüllte. Das Design ist innovativ, die Logistik des Rebrandings beeindruckend: Verbirgt sich dahinter doch nicht weniger als weltweit eine der komplexesten Überarbeitungen eines Markenauftritts überhaupt. 

„Volkswagen hat in quasi allen Unternehmensbereichen mutige Entscheidungen getroffen und umgesetzt. Das umfassende Rebranding ist die logische Konsequenz der strategischen Neuausrichtung unserer Marke“, sagte Jürgen Stackmann, Mitglied des Markenvorstands für Vertrieb, Marketing und After Sales im Gespräch mit DIE AUTOSEITEN. „Ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben: ‚New Volkswagen‘ hat einen kräftigen und frischen, positiven und sympathischen Auftritt.“

Vieles ist neu, doch der Grundgedanke hinter Volkswagen bleibt: Denn seit jeher ist es Anspruch der Marke, Mobilität und Technologie vielen Menschen zugänglich zu machen. „Mit dem Käfer hat Volkswagen die individuelle Mobilität für jedermann geschaffen, mit dem Golf neue Technologien demokratisiert“, sagt Markenchef Ralf Brandstätter. „Mit dem ID.3 geht es uns nun darum, emissionsfreie Mobilität für alle Kunden attraktiv zu machen.“

Jürgen Stackmann, Mitglied des Markenvorstands für Vertrieb, Marketing und After Sales im Gespräch mit DIE AUTOSEITEN

Die Marke Volkswagen fuhr 2019 auf Erfolgskurs: „In einem schrumpfenden Gesamtmarkt hat die Marke Volkswagen weltweit Marktanteile dazugewonnen und das operative Ergebnis wesentlich verbessert. Zentral für diesen Erfolg war die voranschreitende Restrukturierung des Kerngeschäfts inklusive der positiven Effekte aus dem Zukunftspakt, und dem Erfolg der weltweiten SUV-Offensive. Ebenso wichtig waren die Ergebnisverbesserung in den Regionen und das erfolgreiche WLTP-Management.“

2020 startet New Volkswagen. „34 neue Modelle sind geplant,“ kündigt Ralf Brandstätter an und sagt, „dass wir unser Portfolio vom Golf über den Tiguan bis hoch zum Touareg hybridisieren. Und natürlich wird es auch einige emotionale Produkte geben wie das T-Roc Cabrio, den Arteon Shooting Brake oder den Tiguan R. Die Golf-Familie wird erweitert, vom GTI über GTD, R und GTE bis zum Variant Alltrack.“ Der ID.Next ist das nächste Mitglied der ID.-Familie und das erste vollelektrische SUV der Marke Volkswagen, „für mich persönlich ein echtes Highlight“, freut sich Ralf Brandstätter.

Unverändert hält die Marke an ihrem Bekenntnis zu den Klimazielen von Paris fest. Bis 2050 sollen Fahrzeuge und Unternehmen bilanziell CO2-neutral sein. Bis 2025 soll der CO2-Ausstoß in der Produktion halbiert werden. Volkswagen ist aufgrund seiner Elektro-Offensive hier auf einem guten Weg. Ein wichtiger Schritt zur Modernisierung und Digitalisierung des Unternehmens ist die „Roadmap Digitale Transformation“. 2019 beschlossen, zielt sie in den kommenden Jahren in Nachfolge des Zukunftspakts vor allem auf die weitere Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft. Zudem soll auf ihrer Basis die Softwarekompetenz von Marke und Konzern erhöht werden. Ab Januar 2020 wird die Car.Software-Organisation als eigenständige Geschäftseinheit ihren Betrieb aufnehmen. Bis 2025 soll der Eigenanteil der Softwareentwicklung im Auto und bei fahrzeugnahen Services von derzeit unter zehn auf mindestens 60 Prozent steigen.

Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer (COO) von Volkswagen