Die Welt im 21. Jahrhundert ist nicht nur durch wachsenden Mobilitätsbedarf gekennzeichnet, sondern vor allem durch eine zunehmende Vielfalt an Mobilitätsformen: Individualisierung, Konnektivität, Urbanisierung und das ökologische Bewusstsein bestimmen die Mobilität von morgen. Technische Innovationen und veränderte Bedürfnisse der Menschen werden zum Motor neuer Formen der Fortbewegung: vernetzt, digital und geteilt. Was wir erleben, ist eine Evolution der Mobilität – stehen am Beginn eines neuen, multimobilen Zeitalters.

Gleichzeitig sind täglich Ballungsgebiete und Großstädte dicht – im Durchschnitt stehen wir sechs Tage im Jahr im Stau. Hintergrund: Der Wandel unsere Mobilität ist rasant, alleine in den letzten fünf Jahren haben sich die Anforderungen enorm verändert. Darauf reagieren auch Auto-Konzerne, so befindet sich das klassische Modell des Autokaufs im Wandel. Denn zunehmend werden Fahrer zu Nutzern, sind nicht mehr die Besitzer eines Autos.  

Dafür bedarf es zukünftig Lösungen, die über das Anbieten von Autos hinausgeht. Es geht vielmehr um Plattformen und Systeme, die Mobilität möglich machen. Grundgenug dies zu testen: der spanische Hersteller SEAT startet einen Pilotprojekt im Werk Matorell in der Nähe von Barcelona.

Mitarbeiter aus allen Bereichen nutzen gemeinsam das werkseigene Mobiltätsangebot – einfach und nachhaltig

Einfacher, effizienter und nachhaltiger unterwegs sein: dies ist das Ziel von SEAT. Auf einer Grundfläche von 2,8 Millionen Quadratmetern arbeiten täglich über 14.000 Menschen, die unzählige Gebäude und Produktionen anfahren. Auch Lieferanten und Partner des Unternehmens sind Gäste und verkehren auf dem Werksgelände.

SEAT hat sein Areal zur Smart City umfunktioniert und bietet dort verschiedenste Mobilitätslösungen an, um die Mitarbeiter zu transportieren. Ob mit dem eigenen Kick-Scooter, dem Fahrrad oder dem hauseigenen „Bybus“-Service – alle Angebote sind interaktiv und über Apps buchbar. Die Mitarbeiter teile sich die einzelnen Fahrzeuge und können sich individuell auf dem Werksgelände bewegen. Um den „ByBus“-Service nutzen zu können, buchen Mitarbeiter zehn Minuten vor der geplanten Abfahrt eine Fahrt, indem sie ihren Standort, ihr Ziel und die Anzahl der Reisenden angeben. Sobald die Reservierung erfolgt ist, holen ein Auto mit Fahrer sie an der nächstgelegenen Haltestelle ab und bringt sie dorthin wo sie hin möchten.

Dies konnten DIE AUTOSEITEN vor Ort testet. Erstes Fazit: es funktioniert, ob mit Bus oder Fahrrad, es ist bequem, schnell und kostenlos. Der Verkehr im Werk hat sich durch das Angebot enorm reduziert, sagt SEAT. Aktuell werden täglich mit fünf SEAT Alhambra rund 400 Fahren als „ByBus“-Fahrten durchgeführt. Fahrten, die in der Vergangenheit mit einzelnen Fahrzeugen durchgeführt wurden.

Der neue SEAT Mii elektric ist in Barcelona bereits als CarSharing im Einsatz

Hinzu kommen Fahrten, die zu anderen Standorten in Barcelona durchgeführt werden. Diese können mit dem eignen Car-Sharing gefahren werden. An den einzelnen Standorten stehen reserviere Parkplätze und Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung. Hintergrund: auch bei SEAT ist die Zukunft elektrisch. Neben dem neuen El Born steht schon heute der Mii Elektric in den Startlöchern. Derzeit testen Mitarbeiter von SEAT den ersten voll elektrischen SEAT im Car-Sharing – und sollten die Wege in der Innenstadt kürzer sein, kommt der SEAT eXS KickScooter zum Einsatz.

Fakt ist, dass die Bedeutung der innerstädtischen Mobilität in Zukunft weiter steigen wird. Um die passenden Konzepte und Angebote bieten zu können, hat SEAT eine neue strategische Geschäftseinheit geschaffen: SEAT Urban Mobility. Dieser neue Geschäftsbereich wird alle produkt-, service- und plattformbasierten Mobilitätslösungen für den Volkswagen Konzern entwickeln und integrieren. Hier entsteht ein Kompetenzzentrum für Mikromobilität im Konzern, mit dem Ziel sich auf die neuen Mobilitätsbedürfnisse der Benutzer zu konzentrieren.

100% elektrisch:
Der SEAT eXS KickScooter für die kurzen Wege in der Stadt