Die ABB FIA Formel E startet jetzt in ihre sechste Saison. Aus deutscher Sicht verspricht die attraktive Rennserie Spannung: Zum ersten Mal treffen mit Audi (Audi Sport Abt Schaeffler), BMW (BMW i Andretti Motorsport) und den beiden Neueinsteigern Mercedes-Benz (Mercedes-Benz EQ) und Porsche (TAG Hauer Porsche FE Team) vier deutsche Hersteller aufeinander. Mit Daniel Abt, André Lotterer, Maximilian Günther und Pascal Wehrlein zählen auch vier deutsche Piloten zum 24-köpfigen Fahrerfeld der vollelektrischen Straßenrennserie. 

Heute ist die Formel E mehr als spannender Motorsport: Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich die Elektrorennserie als Pionier für technologische Innovationen, Nachhaltigkeit und Elektromobilität. Die Rennen finden auf eigens entworfenen Straßenkursen in den Stadtzentren großer Metropolen statt. Auf diese Weise wird das Event direkt zu den Zuschauern gebracht – und nicht umgekehrt. Die Elektrorennserie stellt für die Automobilindustrie eine lukrative Spielwiese dar, auf die Marke auch im Motorsport die Leistungsfähigkeit seiner batterieelektrischen Antriebe demonstrieren und seine Serienmodelle gegenüber den Kunden positiv aufladen kann.

Während die actionreichen Rennen und der Eventcharakter die Zuschauer direkt ansprechen und involvieren, werden zukünftige Generationen zu einem nachhaltigen Leben angeregt. Auf diese Weise kann die Entwicklung von innovativen Technologien für Elektrofahrzeuge ebenso vorangetrieben werden wie das Werben für eine Verbesserung der Luftqualität in den Städten und der aktive Kampf gegen den Klimawandel.

„Die Formel E bringt die Begeisterung und Leidenschaft für den Rennsport in die Stadtzentren – das ist ein einzigartiges Konzept“, sagte Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff. „Damit ist die Rennserie eine neue Spielwiese für uns. Aber wir freuen uns auf die Herausforderung, auch im Motorsport die Leistungsfähigkeit unserer batterieelektrischen Antriebe zu demonstrieren und die Marke EQ positiv aufzuladen.“

Mit dem Einstieg in die Formel E ist Mercedes der einzige Automobilhersteller der Welt, der sowohl in der Formel 1 als auch der Formel E antritt. Diese Strategie ermöglicht es Mercedes, die Lehren aus beiden Meisterschaften auf die Straße zu übertragen. Auf diese Weise stellen beide Plattformen gemeinsam einen wichtigen Technologietreiber für die gesamte Mercedes-Familie dar und helfen dabei, die Zukunft des Automobils mitzugestalten. „In der Formel E erhalten wir die Gelegenheit, eine junge Zielgruppe mit einem Interesse für die Zukunft der Mobilität direkt in den Innenstädten großer Metropolen anzusprechen“, fügte Toto Wolff hinzu. „Gleichzeitig ist es eine fantastische Plattform, um sicherzustellen, dass das Nachhaltigkeitsprinzip auch diese Zielgruppe erreicht. Wir sind natürlich allen voran Racer, aber diese Konstellation ist für mich einer der weiteren treibenden Faktoren hinter unserem Engagement in der Formel E.“ 

 Bei Porsche geht mit Pascal Zurlinden ein Teammitglied aus dem erfolgreichen LMP1-Projekt neue Wege: Als Gesamtprojektleiter Werksmotorsport ist er seit August übergreifend sowohl für die GT-Rennserien als auch das Formel-E-Projekt zuständig und damit Teil des TAG Heuer Porsche Formel-E-Teams. Zurlinden begeisterte sich schon in jungen Jahren für Fahrzeuge von Porsche. „Ich habe mich als Kind immer gefragt, wer hinter diesen Projekten steht“, erklärt er. Seit 2014 arbeitet der Franzose selbst für den Sportwagenhersteller. Es mache ihn stolz, „ein Teil der Porsche-Familie zu sein“, sagt Zurlinden: „Wir repräsentieren eine großartige Marke“, die auch in Zukunft Motorsport-Geschichte schreiben werde. Mit dem Formel-E-Projekt will der Sportwagenhersteller seine Erfolgsserie im Motorsport fortsetzen.

Mit dem Einstieg in die Formel E ist Mercedes der einzige Automobilhersteller der Welt, der sowohl in der Formel 1 als auch der Formel E antritt. Diese Strategie ermöglicht es Mercedes, die Lehren aus beiden Meisterschaften auf die Straße zu übertragen. Auf diese Weise stellen beide Plattformen gemeinsam einen wichtigen Technologietreiber für die gesamte Mercedes-Familie dar und helfen dabei, die Zukunft des Automobils mitzugestalten. „In der Formel E erhalten wir die Gelegenheit, eine junge Zielgruppe mit einem Interesse für die Zukunft der Mobilität direkt in den Innenstädten großer Metropolen anzusprechen“, fügte Toto Wolff hinzu. „Gleichzeitig ist es eine fantastische Plattform, um sicherzustellen, dass das Nachhaltigkeitsprinzip auch diese Zielgruppe erreicht. Wir sind natürlich allen voran Racer, aber diese Konstellation ist für mich einer der weiteren treibenden Faktoren hinter unserem Engagement in der Formel E.“ 

Das Format der Formel E

Zum Auftakt von Saison 6 in Saudi Arabien finden zwei Rennen auf dem Straßenkurs „Diriyah E-Prix“ statt – jeweils eines am Freitag und Samstag. Am Vortag des ersten Rennens gibt es einen kurzen Funktionstest (Shakedown). Am ersten Renntag stehen zwei freie Trainings auf dem Plan. Das erste dauert 45 Minuten, das zweite 30 Minuten. Im Qualifying werden die Fahrer in vier Gruppen unterteilt. Sie müssen in den jeweiligen Gruppen innerhalb von sechs Minuten ihre schnellste Runde absolvieren. Die Top 6 aus allen Gruppen qualifizieren sich für die 20-minütige Super Pole. Dort wird entschieden, wer das Rennen aus der ersten, zweiten und dritten Startreihe in Angriff nehmen wird. Das Rennen dauert 45 Minuten plus eine Runde. Das Programm zu Rennen 2 am Samstag ist nahezu identisch, es gibt jedoch nur eine 45-minütige Trainingseinheit.

Termine 2019/2020

22.11.2019 – Saudi-Arabien – (Ad Diriyah)
23.11.2019 – Saudi-Arabien – (Ad Diriyah)
14.12.2019 – noch offen – (noch offen)
18.01.2020 – Chile – (Santiago de Chile)
15.02.2020 – Mexiko – (Mexico City)
01.03.2020 – China – (Hong Kong)
21.03.2020 – China – (noch offen)
04.04.2020 – Italien – (Rom)
18.04.2020 – Frankreich – (Paris)
03.05.2020 – Südkorea – (Seoul)
30.05.2020 – Deutschland – (Berlin)
20.06.2020 – USA – (New York)
25.07.2020 – Großbritannien – (London)
26.07.2020 – Großbritannien – (London)

An seine ersten Eindrücke von der Formel E erinnert sich Pascal Zurlinden gut. „Beim New York E-Prix war ich das erste Mal vor Ort. Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn etwas skeptisch war“, erzählt der Franzose. Doch seine Zweifel seien schnell verflogen. „Die Formel E ist eine einzigartige Rennserie. Das Tages-Konzept ist anspruchsvoll, da die Zeit, die zwischen Training, Qualifying und Rennen zur Verfügung steht sehr begrenzt ist. Man muss einen konkreten Plan haben und sehr fokussiert arbeiten.“

Für die Formel E Teams ist in der Saison 6 vieles neu, so gilt es einige Neuerungen im Reglement zu beachten. So wird jedem Rennwagen ab dieser Saison pro Minute während einer Unterbrechung (Safety Car und Full Course Yellow) 1 kWh von der zur Verfügung stehenden Energie abgezogen. Mit dem Ziel, dass dadurch die Energie-Effizienz noch mehr in den Vordergrund rückt. Außerdem wird die Rennzeit im Falle einer Unterbrechung angehalten, was sicherstellen soll, dass ein E-Prix über die volle Distanz geht. Die übliche Renndauer beträgt in der Formel E 45 Minuten plus eine Runde. 

Der sogenannte Attack-Mode wird in dieser Saison leicht verändert. Wenn die Überhol-Hilfe durch das Überfahren von drei Aktivierungsstreifen abseits der Ideallinie aktiviert wird, erhält der Fahrer für eine gewisse Zeit mehr Power. Die maximale Leistung des Zusatz-Boosts beträgt nach der Aktivierung künftig 235 kW anstatt 225 kW. Gleichzeitig darf der Attack-Mode nicht mehr während einer Safety-Car-Phase oder einer „Full Course Yellow“ eingesetzt werden.

Auch bei der Punktevergabe gibt es eine Neuerung: die schnellsten Fahrer der jeweiligen Qualifying-Gruppen erhalten einen Extra-Punkt. Der Pole-Setter darf sich weiterhin über drei Zusatz-Zähler freuen. Im Rennen werden die Punkte nach dem aus der Formel 1 bekannten Schema von Platz eins bis zehn vergeben. Einen weiteren Zusatzpunkt gibt es für die schnellste Rennrunde, allerdings nur, wenn der jeweilige Fahrer innerhalb der Top-10 ins Ziel gekommen ist.