Der Countdown läuft: In wenigen Tagen schalten die Ampeln in den Straßen von Diriyah in Saudi-Arabien auf grün. Dann bestreitet das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team sein Debütrennen in der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft. Mit den offiziellen Formel-E-Testfahrten in Valencia hatte Porsche kürzlich die letzten Vorbereitungen getroffen für den Werkseinstieg in die erste vollelektrische Rennserie der Welt.

Insgesamt standen dem TAG Heuer Porsche Formel-E-Team, wie auch anderen Herstellern, 15 Testtage zwischen dem 1. Januar und 1. Oktober 2019 zur Verfügung. Im Anschluss folgte Mitte Oktober der offizielle Formel-E-Test in Valencia auf dem Circuit Ricardo Tormo. Dort trafen die zwölf Teams, die in Saison 6 an den Start gehen, zum ersten Mal direkt aufeinander. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team hat drei intensive Testtage auf dem Circuit Ricardo Tormo nahe Valencia absolviert. Beim ersten Aufeinandertreffen mit allen anderen Teams, die in der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft 2019/2020 antreten, haben die Einsatzmannschaft und die beiden Stammfahrer Neel Jani und André Lotterer wertvolle Erfahrungen gesammelt. Die Daten wurden anschließend bis zum Saisonstart bei Porsche Motorsport in Weissach analysiert, um daraus zielgerichtete Schlüsse zu ziehen. Die ersten beiden Rennen des TAG Heuer Porsche Formel-E-Teams finden am 22. und 23. November 2019 mit dem Diriyah E-Prix am Stadtrand von Riad statt. 


Malte Huneke, Technischer Projektleiter Formel E

Das Programm beim offiziellen Formel-E-Test in Valencia bestand zu großen Teilen aus Tests von unterschiedlichen Fahrzeugeinstellungen sowie Simulationen von Qualifikation und Rennen. Das Team hatte erstmals die Gelegenheit, mit beiden Porsche 99X Electric die operativen Abläufe an einer Rennstrecke zu testen und zu optimieren. Insgesamt legte Neel Jani 119 Runden und damit rund 368 km auf dem Circuit Ricardo Tormo zurück. André Lotterer drehte 154 Runden und kommt damit auf insgesamt 476 Kilometer. Der Porsche 99X Electric absolvierte in der Test- und Entwicklungsphase mehr als 5.000 Testkilometer. Während der Fokus in der Anfangsphase hauptsächlich auf der Zuverlässigkeit des Porsche Antriebsstrangs lag, fokussierte sich die Einsatzmannschaft im weiteren Verlauf vermehrt auf die Performance.

„Mit über 5.000 Testkilometern haben wir in den vergangenen Monaten wichtige Erkenntnisse über den Porsche 99X Electric gewonnen. Die Lernkurve geht stetig nach oben. In Weissach analysieren wir zurzeit eine Vielzahl von Daten, die wir während der letzten Testtage in Valencia gesammelt haben. Die Gegebenheiten an der Rennstrecke sind nicht direkt mit den Formel-E-Stadtkursen vergleichbar, zum Beispiel im Hinblick auf Streckenführung und Asphalt. Nichtsdestotrotz konnten wir viele wertvolle Informationen mitnehmen, insbesondere in Sachen Rennsimulationen, sowie unsere operativen Abläufe optimieren“, sagt Malte Huneke, der Technischer Projektleiter Formel E.