Der Erfolg: Mehr als 35 Millionen Exemplare des Golf wurden in den letzten 45 Jahren produziert. Rein rechnerisch entscheidet sich circa alle 40 Sekunden irgendwo auf der Welt ein Mensch für einen neuen Golf. Er ist das Fahrzeug, das seit sieben Generation automobilen Fortschritt für jedermann ermöglicht.

„Egal welche Generation – das Erfolgsgeheimnis des Golf war und ist die Summe seiner Eigenschaften: Er ist ein perfekter Begleiter für den Alltag, er verkörpert Vielseitigkeit, Funktionalität, Zuverlässigkeit und Qualität wie kein anderes Auto“, sagt Dieter Landenberger, Leiter Heritage Volkswagen.

Rückblick: Seit seiner Einführung im Jahr 1974 gilt er als der sprichwörtliche Urmeter der Kompakt-Klasse, die bald „Golf Klasse“ hieß. Alle anderen müssen sich seitdem am Golf messen. Und dies rund um den Globus, denn der Golf ist ein weltweit ein Bestseller. 1974 ist das Jahr, in dem Deutschland zum zweiten Mal Fußballweltmeister wird, in China die Terrakotta-Armee entdeckt wird, in dem ABBA mit „Waterloo“ den Eurovision Song Contest gewinnt und in dem US-Präsident Richard Nixon aufgrund der Watergate-Affäre zurücktritt. Und es ist das Jahr, in dem Volkswagen den ersten Golf präsentiert, den Nachfolger des Käfer.

Volkswagen Chefdesigner Klaus Bischoff erklärt: „Der Schritt vom Käfer zum Golf war revolutionär. Mit der Umstellung vom luftgekühlten Heckmotor auf den wassergekühlten Frontmotor entstand damals ein völlig neues Fahrzeuglayout.“ Das Runde wurde eckig – ein Paradigmenwechsel. Die Stilmerkmale des erfolgreichsten Kompaktwagen-Designs? „Die Hauptdesignelemente des Golf I – die Silhouette mit der aufrechten, massiven C-Säule, die markanten Radläufe und die horizontale Front mit dem schlanken Grill und den nach unten rausragenden Scheinwerfern – stecken bis heute in jedem Golf“, sagt Bischoff.

Im März 1974 läuft der erste Golf in Wolfsburg vom Band. Die Werbung startet mit dem Slogan: „Der neue Volkssport: Golf“ – eine Vision, die in Erfüllung gehen sollte. Die erste Generation schlägt ein: 6,99 Millionen Mal wird der Nachfolger des Käfer verkauft.

Im Oktober 2019 startet die achte Generation des Golf. Sein Vorgänger wurde 2012 vorgestellte, die siebte Golf Generation ist die erste Volkswagen Modellreihe auf Basis des Modularen Querbaukastens (MQB). Dank des MQB und völlig neuer Proportionen gewinnt auch das Design an Dynamik. So rücken die Vorderräder deutlich nach vorn. Folge: Der vordere Überhang wird kürzer, die Motorhaube optisch länger. „Die Fahrzeugkabine bewegt sich visuell nach hinten, wodurch man einen sogenannten ‚Cab-backward-Eindruck‘ bekommt. So nennen wir die Proportionen von Oberklasse-Fahrzeugen, bei denen die Motorhaube lang ist und die Kabine sehr weit hinten sitzt“, erläutert Volkswagen Chefdesigner Klaus Bischoff, „wir haben deshalb beim Golf VII Proportionen, wie es sie sonst nur in höheren Segmenten gibt.“ 

Technologisch setzt er in seiner Bauweise Maßstäbe: Sein Gewicht ist um 100 Kilogramm gesunken, der Verbrauch ist je nach Motor um bis zu 23 Prozent geringer. Die siebte Generation des Golf etablierte eine neue Art der digitalisierten Anzeige- und Bedienelemente im Segment und brachte noch mehr Assistenzsysteme der Oberklasse in die Kompaktklasse. Kein Modell zuvor vernetzte sich stärker mit seiner Umwelt. Ein Meilenstein war auch die Elektrifizierung der Kompaktklasse im Jahr 2014: Der vollelektrisch angetriebene e-Golf kommt damals schon auf eine Reichweite von rund 190 Kilometern. Kurz danach startet der Golf GTE mit Plug-In-Hybridantrieb. Der Golf ist und bleibt das meistgebaute Volkswagen Modell aller Zeiten, insgesamt wurden weit über 35 Millionen Exemplare gefertigt. Vom Golf VII liefen bis heute rund etwa Millionen Exemplare vom Band – jetzt folgt der Golf 8.