Kia will seine Elektrifizierung weiter ausbauen und bietet die mögliche E-Palette von 48-Volt-Mildhybriden über Voll- und Plug-in-Hybride bis zu reinen Elektroautos wie e-Niro und e-Soul an. Anfang 2020 will der koreanische Hersteller erstmals auch seine für den europäischen Markt konzipierte Kompakt-Familie Ceed unter Strom setze: Der Ceed Sportswagon (Kombi) und der neue Crossover XCeed werden auch als Plug-in-Hybride angeboten.

„Im ersten Halbjahr 2019 war bereits jeder siebte in Europa verkaufte Kia ein Fahrzeug mit elektrifiziertem Antrieb, Tendenz steigend“, sagt Emilio Herrera, Chief Operating Officer von Kia Motors Europe. „Mit den beiden Plug-in Hybriden bauen wir unsere Palette an Fahrzeugen mit zukunftsweisenden Antriebssystemen weiter aus und bieten Kunden, die nach umweltfreundlichen Autos mit niedrigen Betriebskosten suchen, eine noch größere Auswahl. Die Neulinge stellen einen wichtigen Schritt in der Kia-Strategie dar und werden die Attraktivität der äußerst erfolgreichen neuen Ceed-Familie weiter steigern.“

Seit Einführung der dritten Modellgeneration zeigt die Absatzkurve des Kompaktwagens nach oben. Europaweit wurden im ersten Halbjahr 2019 rund 40 Prozent mehr Ceed-Modelle verkauft als im Vorjahreszeitraum. In Deutschland hat sich der Absatz in diesem Zeitraum sogar mehr als verdoppelt. Die neuen Plug-in-Hybride werden wie alle Ceed-Modelle im slowakischen Kia-Werk produziert und sind die ersten Kia-Fahrzeuge mit Stecker „made in Europe“. Vorteil: In die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie, die für alle Neuwagen der Marke gilt, ist auch die Antriebsbatterie mit eingeschlossen.

Der Antriebsstrang der neuen Plug-in-Hybride beinhaltet einen 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer, einen 44,5 kW starken Elektromotor und eine 8,9-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Batterie. Die Gesamtleistung beträgt 141 PS (104 kW) und ein maximales Drehmoment von 265 Nm. Der E-Motor und der Benziner treiben die Vorderräder über ein Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) an, das mehr Fahrspaß als die im Hybrid-Segment verbreiteten stufenlosen Getriebe (e-CVT) bieten will. Hintergrund: Herkömmliche e-CVT-Hybride wandeln einen Teil der vom Verbrennungsmotor erzeugten Leistung in elektrische Energie um und betreiben damit den Elektromotor, was zu Energieverlusten führt. Das DCT der neuen Kia-Plug-in-Hybride minimiert derartige Verluste, indem es die volle Leistung von Verbrennungs- und Elektromotor parallel überträgt.

Zur hohen Energieeffizienz trägt auch das wirkungsvolle regenerative Bremssystem bei, das beim Coasting (freies Rollen) oder Bremsen kinetische Energie in elektrische umwandelt und damit die Batterie lädt. Nach vorläufigen Messungen haben beide Plug-in-Hybride eine elektrische Reichweite von bis zu 60 Kilometern, verspricht der Hersteller. Dadurch können sie einen Großteil der täglichen Fahrten inklusive kurzer Pendelstrecken als reine Stromer absolvieren.

Sowohl XCeed Plug-in Hybrid als auch Ceed Sportswagon Plug-in Hybrid sind mit einem „Virtual Engine Sound System“ ausgestattet, das im Elektrobetrieb ein bis zu 59 dBA lautes Warnsignal zum Schutz von Fußgängern erzeugt – aktiv ist das System bei niedrigen Geschwindigkeiten sowie beim Rückwärtsfahren.

Die dritte Ceed-Generation wurde von Beginn an so konzipiert, dass sich auch der Hybridantrieb oder deren Antriebsbatterien platzsparend integrieren lassen. Bei beiden Plug-in-Hybriden befindet sich der Akku unter der Rückbank neben dem 37 Liter fassenden Kraftstofftank. Das Gepäckraumvolumen wird so vergleichsweise wenig beeinträchtigt: das Gepäckabteil des Kombi fasst 437 Liter und lässt sich durch Umklappen der Rücksitzlehne (40:20:40) variabel auf bis zu 1.506 Liter erweitern. Der Gepäckraum des XCeed Plug-in Hybrid bietet ein Fassungsvermögen von 291 bis 1.243 Liter. Beide Modelle verfügen über ein Ablagefach im Gepäckraumboden, in dem sich das Ladekabel griffbereit deponieren lässt. Für beide ist zudem eine Anhängerkupplung lieferbar. Damit gehören sie – wie auch Kia Niro und Kia Niro Plug-in Hybrid – zu den wenigen Modellen im Hybridsegment, die sich auch als Zugwagen einsetzen lassen.