Weltweit unterschiedliches Tempo bei der Entwicklung der E-Mobilität

Dank einer frühen Produktoffensive nimmt die BMW Group mit elektrifiziertem Antrieb eine Führungsrolle ein. Im Segment der elektrifizierten Autos mit reinem Elektro- und Plug-in-Hybrid-Antrieb ist das Unternehmen Marktführer bei den Neuzulassungen in Deutschland sowie erfolgreichster Anbieter unter den etablierten Premium-Marken in Europa und weltweit – Quelle: IHSMarkit Report 8/2019. Die Einführung der aktuellsten Batteriezellen-Technologie in den Plug-in-Hybrid-Modellen der BMW-Baureihen 2er, 3er, 5er und 7er Reihe, des BMW X5, des MINI Countryman und der BMW i Automobile i3 und i8 sorgt für eine weitere Steigerung der elektrischen Reichweite und bringt neue Komfortfunktionen auch beim Laden. Fakt ist, dass so elektrisches Fahren zu einer attraktiven Alternative für immer weitere Kundenkreise ist. Mit erhöhten Elektro-Fahranteilen und mithilfe von digitalen Services wie der Funktion BMW eDrive Zones zum automatischen Erkennen von Umweltzonen können die neuen Plug-in-Hybrid-Modelle einen maßgeblichen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen in Städten leisten.

Bereits 2020 bringt die BMW Group weitere Modelle mit elektrifiziertem Antrieb auf den Markt, darunter die Plug-in-Hybrid-Varianten des BMW X3, X1 und 3er Touring sowie der rein elektrische MINI Cooper SE. Damit soll die bei der Entwicklung von BMW i Automobilen erworbene Kompetenz auf dem Gebiet der elektrifizierten Antriebe einmal mehr für einen Technologietransfer genutzt. Bis zum Jahr 2023 soll die Zahl der Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb der BMW Group auf 25 Modelle steigen.

Jetzt hat die BMW Group den nächsten Meilenstein der Elektromobilität im Blick: „Bis Ende 2021 wollen wir insgesamt eine Million elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße gebracht haben“, sagte Oliver Zipse, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, auf der IAA in Frankfurt. „Wir fahren bereits an der Spitze der Elektromobilität. Kein Hersteller hat 2019 bislang mehr elektrifizierte Fahrzeuge in Deutschland an Kunden ausgeliefert als die BMW Group. Und in Norwegen haben drei von vier Neuwagen der BMW Group einen elektrifizierten Antrieb.“

Oliver Zipse, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG

Mit Blick auf das nächste Jahrzehnt rechnet Oliver Zipse mit einem weltweit sehr unterschiedlichen Tempo bei der Entwicklung der E-Mobilität. Hintergrund: die Infrastruktur, die Fahrprofile der Kunden und die politischen Rahmenbedingungen unterscheiden sich. Nach Prognosen der BMW Group wird die Kundennachfrage dafür sorgen, dass im Jahr 2030 in China über 50 Prozent der Neuzulassungen im Premiumsegment rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) sein werden. Gleichzeitig wird dieser Anteil in Europa nur etwa halb so hoch erwartet. Die USA als weltweit zweitgrößter Fahrzeugmarkt dürften etwa auf dem Niveau Europas liegen, so die Einschätzung von BMW.  

„Die BMW Group ist ein globales Unternehmen. Wir werden in der Lage sein, unseren Kunden alle relevanten Antriebsarten anzubieten: konventionelle Motoren, die Maßstäbe bei Effizienz setzen, batterieelektrische Antriebe sowie Plug-in-Hybride und in Zukunft auch die Wasserstoff-Brennstoffzelle“, sagte Oliver Zipse und unterstreicht die BMW-Strategie. „Wir sind damit in einer hervorragenden strategischen Position, um den Herausforderungen der Mobilität der Zukunft und des Klimawandels zu begegnen.“

BMW-Chef Zipse bekräftigte den im Juni angekündigten Plan, beim Ausbau der Elektromobilität signifikant das Tempo zu erhöhen: Die zunächst für 2025 angekündigte Zahl von 25 elektrifizierten Modellen wird das Unternehmen bereits 2023 und damit zwei Jahre früher im Angebot haben. Mehr als die Hälfte dieser 25 Modelle wird dabei vollelektrisch sein. Grundlage dafür sind die flexiblen Fahrzeugarchitekturen für vollelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Verbrenner-Modelle sowie ein hochflexibles Produktionssystem. Damit kann das Unternehmen schnell auf die jeweilige Marktnachfrage reagieren.

Das Klima gilt es zu schützen

Die Elektromobilität kann einen zentralen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Entscheidend ist aus Sicht der BMW Group dabei der Kunde: Denn eine Technologie kann nur dann wirksam sein, wenn Kunden sie begehren und nutzen möchten. 

„Wir wollen den Ausstoß von Emissionen deutlich senken. Dabei müssen wir dort ansetzen, wo wir die größte Wirkung erzielen. Deswegen steht für uns die Frage im Mittelpunkt: Welche Antriebe, Technologien und Services wollen unsere Kunden in Zukunft? Und wie erreichen wir dabei das beste Ergebnis für den Klimaschutz? Klar ist: Wir bekennen uns zum Pariser Klimaabkommen.“ 

Nachhaltigkeit beginnt für die BMW Group dabei schon ganz am Anfang der Wertschöpfungskette. Das zeigt beispielhaft der BMW iX3 mit der fünften Generation des elektrischen Antriebs, der 2020 auf den Markt kommt: Die E-Maschine wird ohne seltene Erden hergestellt und das Kobalt für die Batteriezellen wird direkt aus Minen in Australien und Marokko bezogen. Außerdem ist der größte Teil der Elektrizität für die Produktion durch erneuerbare Quellen abgedeckt.