Porsche Triple Demo Run: PS-starke Gartenparty

Porsche brachte zum ersten Mal beim berühmten Hill Run in Goodwood einen elektrischen Sportwagen an den Start. Dieses Debüt war Teil des Porsche Triple Demo Runs. Der Taycan absolvierte dabei innerhalb von drei Wochen drei Auftritte auf drei Kontinenten. In Goodwood startete der Prototyp mit einer Union-Jack-Grafik auf dem Dach und Mark Webber am Steuer.

„Wahnsinn, was der Taycan für eine Kraftentfaltung hat“, berichtete der langjährige Formel-1-Pilot. „Vor zwei Jahren bin ich hier mit einem Porsche 911 GT2 RS angetreten. Daher wusste ich schon, dass es dort auf Leistung und Traktion ankommt. Aber wie der Taycan, obwohl noch ein Prototyp, vom Start weg und aus den Ecken heraus beschleunigt, ist selbst für einen Vollblut-Motorsportler wie mich absolut beeindruckend“, sagte Webber.

Vor einer Woche war der chinesische Rennfahrer Li Chao mit dem Taycan unterwegs. Der Teilnehmer des Porsche Carrera Cup Asia absolvierte Demo-Runden auf dem anspruchsvollen Handling-Parcours des Porsche Experience Centers (PEC) in Shanghai. Werksfahrer Neel Jani fuhr den Taycan im Rahmen des Saisonfinales der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft im Juli 2019 in New York/USA. Mit China, Großbritannien und den USA besucht Porsche einige der größten Absatzmärkte seines ersten rein elektrisch betriebenen Sportwagens.

Der Taycan wird im September vorgestellt und kommt Ende 2019 auf den Markt. Markentypische Entwicklungsziele des über 600 PS starken Allradlers waren Rennstrecken-Performance, mehrfache Beschleunigungen sowie eine alltagstaugliche Reichweite. Die 800-Volt-Architektur des Fahrzeugs ermöglicht kurze Ladezeiten. Die Lithium-Ionen-Batterie wird über eine Kapazität von zirka 90 kWh verfügen.

Die Strecke: Goodwood Hillclimb

Als eine „Kreuzung zwischen dem Großen Preis von Monaco und Royal Ascot“ hat die britische Zeitung Sunday Times das legendäre Bergrennen im Rahmen des Festival of Speed bezeichnet. Fast 200.000 Motorsport-Fans kommen jedes Jahr zu dieser besonderen Veranstaltung in West Sussex in Südengland. Eng, uneben und mit Strohballen gesichert, ist die 1,87 Kilometer lange Strecke eine Herausforderung für Piloten und Fahrzeuge. Der Kurs führt durch die Parkanlage von Goodwood House, dem Anwesen von Charles Henry Gordon-Lennox, 11. Duke of Richmond. Der motorsportbegeisterte Brite hat 1993 das Goodwood Festival of Speed ins Leben gerufen.