Opel Corsa der nächsten Generation fährt auf der Zielgeraden

 Die sechste Corsa-Generation befindet sich zur Markt-Einführung im Herbst auf der Zielgeraden. Der Kleinwagen ist mit den neuesten virtuellen Entwicklungsmethoden besonders effizient entstanden. Aktuell absolviert er seine Runden auf den gewohnten Opel-Teststrecken, wo ihn die Opel-Ingenieure auf Herz und Nieren in der rauen Praxis testen, verfeinern und validieren. Seit Januar haben die Opel-Experten für Fahrwerk, Antriebsstrang, Elektronik, Beleuchtung und weitere Entwicklungsfelder den langen und eiskalten polaren Winter für ausführliche Testfahrten auf zugefrorenen Seen und tief verschneiten Landstraßen genutzt. Die bereits weit entwickelten Vorserienfahrzeuge drehen zudem jetzt ihre Runden im Test Center Dudenhofen – zugleich finden am Rüsselsheimer Stammsitz zahlreiche Labortests statt. Hier wird beispielsweise die elektromagnetische Verträglichkeit der gesamten Bordelektronik geprüft, wie zum Beispiel die Unabhängigkeit von externen Spannungs- und Strahlungsquellen.

„Bei der Entwicklung der sechsten Opel Corsa-Generation haben wir besonderen Wert auf die Effizienzsteigerung gelegt“, sagt Thomas Wanke, Global Lead Development Engineer, Vehicle Performance. Der Opel-Ingenieur arbeitet bereits zum vierten Mal am Entstehen einer neuen Corsa-Generation. „Das Auto ist deutlich leichter geworden, was den Verbrauch senkt und den Fahrspaß erhöht. Im Moment legen wir letzte Hand beim Chassis an. Wie bei den vorangegangenen Corsa-Generationen, an denen ich gearbeitet habe, wurde es auf den unterschiedlichsten europäischen Straßen entwickelt – darunter natürlich auch bei hohen Geschwindigkeiten auf der deutschen Autobahn. Denn wir wollen den Kunden ein Top-Chassis bieten, mit der perfekten Balance aus Sicherheit, Komfort und Fahrspaß.“

Kunden können sich schon jetzt auf einen sehr spritzigen und sehr effizienten Corsa freuen. Durch Leichtbau-Technologie konnte das Gewicht des Bestsellers um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorgängermodell reduziert werden. Die leichteste Variante unterbietet mit 980 Kilogramm ohne Fahrer sogar die magische 1.000-Kilo-Marke. Das Fahrwerk überzeugt mit der Opel-typischen Ausgewogenheit aus Sportlichkeit und Komfort – wobei der Neue sich spürbar dynamischer als sein Vorgänger gibt. Erstmals wird der Opel Corsa auch als rein elektrische Variante angeboten – und das gleich zum Verkaufsstart im Frühsommer.

Die Opel-Ingenieure sind im Dauertest auf der Rundbahn in Dudenhofen unterwegs – aber auch auf dem Handlingkurs und der Komfortstrecke im Test Center unweit des Opel-Stammsitzes Rüsselsheim. Auf den langen Geraden haben die Experten dem Newcomer seine Autobahnreife antrainiert. Vor allem Lenkung und Dämpfung müssen dabei einer ganz eigenen Opel-Philosophie folgen. „Wir legen höchsten Wert auf die Aufbaukontrolle. Jeder Opel muss beispielsweise lange Bodenwellen bei Autobahngeschwindigkeit straff und präzise wegstecken. Niemals darf sich das Auto dabei schwammig anfühlen. Der neue Corsa überzeugt auch in dieser Disziplin“, erklärt Entwicklungs-Ingenieur Thomas Wanke. 

Also wurde die geschwindigkeitsabhängige Lenkung auf beste Präzision, homogenen Kraftaufbau und gute Rückmeldung abgestimmt. Die Stoßdämpfer sind so ausgelegt, dass der Corsa auch in der Neutrallage – wenn die Dämpfer eigentlich gerade Pause haben – stets stabil geführt wird, um bei der kleinsten Fahrbahnunebenheit oder einem Lastwechsel sofort anzusprechen. Auch bei Spurwechsel- und Bremstests in Autobahntempo mussten sich die Vorserienfahrzeuge beweisen. Selbst jenseits von Tempo 140 km/h darf der neue Corsa hier nicht unkontrolliert ausbrechen; Bremsübersteuern ist absolut tabu. Zudem werden bei den Hochgeschwindigkeitsfahrten durch die Steilkurve alle Karosseriekomponenten geprüft – kein Teil darf flattern, vibrieren oder lästige Geräusche verursachen. 

Hat der Corsa alle Autobahndisziplinen erfolgreich absolviert, kann er zum Baden fahren: In der Wasserdurchfahrt werden verschiedene Tiefen ab 25 Zentimeter getestet. Dabei schiebt der Testwagen eine imposante Welle vor sich her. Nun darf kein Wasser ins Innere eindringen, der Motor keines ansaugen, alle elektrischen Systeme müssen sich unbeeindruckt zeigen, und jedes Bauteil soll der Bugwelle widerstehen. Besonders die untere Motorabdeckung – obwohl mit vollem Wasserdruck belastet – darf nicht abreißen.