Unterwegs in Marokko: Hier endet die Straße, hier beginnt der Spaß.

Neun Stunden Fahrzeit, für nur 154 Kilometer. Das ist das Paradies – wenn man ohne Straße unterwegs ist und gar nicht merkt, wie langsam man fährt. Das ist die Hölle – wenn man auf der Autobahn im Stau steckt und es einfach nicht voran geht. DIE AUTOSEITEN waren in Marokko unterwegs, fuhren mit dem neuen Touareg von Marrakesch ins nahe gelegene Skigebiet. Und am Ende des Tages ist der Touareg dreckig, aber so richtig dreckig. Roter Schlamm tropft aus den Radkästen von der Fahrt übers Atlasgebirge, durch enge Schotter-Serpentinen und Flüsse. Es war ein langer intensiver Tag für uns – aber einfach genial, atemberaubend und herausfordernd. In einem Wort: Abenteuer pur.

Die von der Volkswagen Driving Experience organisierte Tour ging im Konvoi von Marrakesch aus durch das Ourika-Tal, durch kleine Dörfer hinauf auf 2.700 Meter nach Oukaimeden, in die Skiregion Marokkos. Vor einer Safran-Farm stehen uralte Skier, am Straßenrand ein vergessener Skischuh, ein paar Meter weiter erkennt man einen Skilift. Von hier sehen wir den Jbel Toubkal, mit 4.167 Metern der höchste Berg Marokkos.

Auf einer Wiese fahren wir uns warm, testen die ersten Offroad-Features des neuen Touareg. Die Berganfahrhilfe, die den Touareg auch ohne Bremse hält und so ein sanftes Anfahren ermöglicht und den Bergabfahrassistent, der ohne Gas oder Bremse die langsame Geschwindigkeit hält, damit wir uns aufs Lenken konzentrieren können. Schön, dass der Touareg ehrlich bleibt, sofort Rückmeldung gibt und souverän bleibt. Schön für uns, er macht es dem in diesem Gelände ungeübten Fahrer leicht, auch sicher zu fahren. „Dieses Regelverhalten hat mich auch hier wieder sehr beeindruckt“, sagt Oliver Müller im Gespräch. „Hier wird der Fortschritt durch die Weiterentwicklung und Verfeinerung sehr deutlich erlebbar.“ Müller gehört zum Entwicklungsteam des Touareg und begleitet uns deshalb auf dieser Tour. Marokko ist für den Touareg einer der wichtigsten Märkte.

Ab 2020 plant die Marke Volkswagen die Einführung einer vollkommen neuen Generation von reinen Elektroautos auf Basis des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB). Die Vorbereitungen dafür schreiten planmäßig voran. So wird die Marke das Werk Zwickau für rund eine Milliarde Euro zum europäischen Kompetenzzentrum für E-Mobilität ausbauen – dort alle MEB-Fahrzeuge für den europäischen Markt produzieren. Zukünftig sollen dort bis zu 1.500 MEB-Fahrzeuge pro Tag produziert werden. Weitere Leitwerke sind in China und Nordamerika geplant. Die Elektroautos der neuen Generation können damit fast zeitgleich in den drei großen Regionen anlaufen.

Als erstes Modell der I.D. Familie wird im Jahr 2020 der Volkswagen I.D. auf den Markt kommen – in kurzen Abständen folgen weitere Elektro-Modelle. Rund um diese Fahrzeuge will Volkswagen zudem ein umfassendes Ökosystem schaffen, das von der Ladesäule über den grünen Strom bis zu digitalen Diensten reicht. So soll der Umstieg auf das Elektroauto denkbar einfach und attraktiv gemacht werden. „Die hohe Nachfrage nach dem e-Golf zeigt, dass sich das Elektroauto zunehmend durchsetzt. Wenn Technologie und Preis stimmen, dann steigen die Kunden gerne um. Mit der I.D.-Familie werden wir uns an die Spitze der Elektro-Bewegung setzen“, glaubt Konzern-Chef Dr. Diess.