Ein Novum im neuen T6.1 ist der E-Antrieb

Er ist die Ikone unter den Nutzfahrzeugen: über sechs Generationen (vom T1 bis zum T6) hat Volkswagen Nutzfahrzeuge weltweit fast zwölf Millionen Exemplare verkauft – als Transporter, Caravelle, Multivan und California. Jetzt hat die Baureihe ein großes Update erhalten: T6.1 – Ikone neuester Stand, eben digitalisiert und vernetzt. DIE AUTOSEITEN vor Ort: Volkswagen Nutzfahrzeuge präsentierte den Bulli 6.1 in der Autostadt Wolfsburg – nur wenige Meter entfernt von dem Ort, wo vor 70 Jahren die ersten Prototyen der Baureihe auf die Räder gestellt wurden. Seitdem wurde die Blaupause der europäischen Transporter, Großraum-Vans und Reisemobile immer wieder neu erfunden, weiterentwickelt und verbessert. Und heute: „Der neue T6.1 ist das Auto für das Hier und Jetzt. Wir haben ein bewährtes Fahrzeug genommen und die Assistenz- und Infotainmentsysteme und die Konnektivität auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die hydraulische Servolenkung des T6 wich im T6.1 einer elektromechanischen. Das ändert alles, da sie den Zugang zu neuen Assistenzsystemen öffnet. Mit dem T6.1 wollten wir neue Maßstäbe im Hinblick auf die Fahrzeugsicherheit und den Komfort setzen“, sagte Dr. Thomas Sedran, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge, während der Vorstellung und machte deutlich, „dass uns besonders wichtig die Fahrstabilität war, hier haben wir deutliche Fortschritte realisiert.“ Auf den Markt kommen wird der neue Bulli T6.1 im Herbst 2019.

 Zu den neuen Assistenzsystemen gehört der serienmäßige Seitenwindassistent: Er stabilisiert den Bulli 6.1 automatisch, sobald der seitliche Wind zum Sturm wird. Optional kann der Kunde das Spurhaltesystem „Lane Assist“ bestellen, aber auch den „Park Assist“, der das Parken vereinfacht. Damit beim manuellen Rangieren alles klappt, ist optional nun ein Flankenschutz erhältlich, vor Unfällen beim Zurücksetzen schützt der Ausparkassistent und das Manövrieren mit Anhänger vereinfacht der „Trailer Assist“. Ergänzt wird das Angebot der neuen Systeme durch eine Verkehrszeichenerkennung.

Erste Sitzprobe im neuen T6.1: Hier fällt sofort die neugestaltete Instrumententafel auf. „Wir haben die Anforderungen an den Arbeitsplatz des Fahrers konsequent auf die digitale Welt zugeschnitten“, freut sich Chefdesigner Albert Kirzinger. So entstanden die Voraussetzungen, um im T6.1 das „Digital Cockpit“ mit volldigitalen Instrumenten und die dritte Generation des Modularen Infotainmentbaukasten (MIB3) integrieren zu können. Durch die Fusion von „Digital Cockpit“ und MIB3 entsteht eine neue, digitale Display-Landschaft der Anzeige- und Bedienelemente. Wichtigstes neues Ausstattungsfeature aller Infotainmentsysteme ist eine integrierte SIM-Card (eSIM). Mit dieser eSIM öffnet sich ein neues Spektrum online-basierter Funktionen und Services. Die MIB3-Systeme bieten zudem Features wie Internet-Radio und Musik-Streaming-Dienste. Intuitiver wird dank eSIM die Bedienung. Denn die neuen 8- und 9,2-Zoll-Infotainmentsysteme im T6.1 reagieren künftig auf natürliche Sprachbefehle.

 Das Motorenangebot ist neu angepasst: Der T6.1 wird mit dem effizienten 2,0-Liter Turbodiesel starten – der 2.0 TDI leistet 90 PS/66 kW bis 199 PS/146 kW. Sie alle erfüllen die Abgasnorm Euro-6d-TEMP-EVAP. Erstmalig: Über eine Kooperation mit dem Partner ABT wird es den Bulli T6.1 sogar als Zero-Emission-Vehicle geben (112 PS/82 kW). Mit einer Batteriekapazität von bis zu 77,6 kWh können Reichweiten von mehr als 400 km möglich sein.

 Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) ist erfolgreich in das neue Jahr gestartet: Im Januar wurden weltweit 39.500 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet das ein Plus von 14,4 Prozent. Die europäischen Kernmärkte erzielten dabei mit 26.700 Ausliefer­ungen über zwei Drittel des gesamten Monatsvolumens (+24,9 Prozent). „Wir sind hervorragend ins Jahr 2019 gestartet. Ich freue mich besonders, dass wir in unseren europäischen Kernmärkten deutliche Zuwächse erzielen konnten. Damit haben wir nahtlos an die positive Ent­wicklung aus dem letzten Quartal angeknüpft. Unsere Werke in Hannover und Polen laufen auf Hochtouren. Wir sind zuversichtlich, dass sich der positive Trend auch in den nächsten Monaten fortsetzen wird“, sagte Heinz-Jürgen Löw, Vorstand für Vertrieb und Marketing Volkswagen Nutzfahrzeuge.