Buggy feiert auf dem Genfer Automobil-Salon im März Premiere

Er steht für Freiheit, wehendes Haar und den Geschmack von Meerwasser auf der Zunge. Elvis, James Bond und Steve McQueen, sie alle fuhren ihn: den Strand-Buggy der 1960er- und 70er-Jahre. Jetzt kehrt das Kultauto zurück – und zwar vollelektrisch. Die Studie, die auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten basiert, feiert auf 89. Internationalen Automobil-Salon in Genf Premiere. Rückblick: 1964 montierte der Amerikaner Bruce Meyers eine selbst gefertigte, offene Kunststoffkarosse ohne Türen und ohne Dach auf ein gekürztes Käfer-Chassis. Er suchte eine Alternative zu den schweren Allrad-Jeeps, um in den kalifornischen Dünen schneller zu sein. Der erste Buggy, „Meyers Manx“, war geboren. Das Spaßmobil eroberte schnell die Strände der amerikanischen Küsten und wurde zum Kultauto der 70er-Jahre. Bis in die 80er-Jahre entstanden weltweit rund 250.000 individuelle Fahrzeuge auf Käfer-Basis in Kleinserien und Unikaten: Vom Käfer-Cabriolet über Sonder- und Spezialkarosserien von Firmen wie Hebmüller und Rometsch und eben dem berühmten, komplett offenen Meyers-Manx Buggy. 

Diese Legende wird nun wiederbelebt: Die Studie des vollelektrischen Buggys kommt. Der konzeptionelle Ansatz orientiert sich an den historischen Vorbildern aus Kalifornien: Damals bildete das Käfer-Chassis die Grundlage. Heute präsentiert sich der Modulare E-Elektrifizierungsbaukasten (MEB), die speziell auf E-Autos ausgelegte Technologie-Plattform, ähnlich flexibel. Die Neuinterpretation des reinrassigen Buggys verzichtet stilecht auf ein festes Dach und klassische Türen. Zusätzlich dominieren freistehende Räder mit Offroad-Reifen und offene Seitenschweller den Gesamteindruck.

„Ein Buggy ist mehr als ein Auto. Es ist ein automobiles Lebens­gefühl. Das spiegelt sich auch im ID. Buggy, der zeigt, wie die moderne, retrofreie Interpretation eines solchen Klassikers aussieht und vor allem, wie emotional Elektromobilität sein kann“, sagt Klaus Bischoff, Chefdesigner der Marke Volkswagen. Die Studie auf MEB-Basis beweist, dass die vollelektrische Plattform nicht nur für Großserien-Modelle genutzt werden kann. Der Modulare Elektrifizierungsbaukasten hat das Potenzial, genau wie damals die Käfer-Plattform, individuelle Kleinserien entstehen zu lassen. Sie zeigt so einmal mehr, dass „E“ auch für Emotion steht.

Foto: Friso Gentsch/Volkswagen