SEAT fährt mit seiner Flotte in den hohen Norden  

Morgens um 7 Uhr, hoch oben im Norden: Gonzalo Giménez, Leiter Bremsen und aktive Fahrsicherheitssysteme bei SEAT, liest die Wettervorhersage und hofft, dass sich heute bei – 25 Grad wenigstens die Sonne blicken lassen wird. Die Tester sind mit etwa 90 Fahrzeugen an den nördlichen Polarkreis gereist, um sie Schnee, Eis und extremen Temperaturen auszusetzen. Gemeinsam wollen sie sicherstellen, dass alle Systeme korrekt funktionieren, bevor sie in den Verkauf gehen. Eisige Stimmung am Arbeitsplatz Gonzalo Giménez und sein Team aus 16 Ingenieuren und Experimentatoren machen sich auf den Weg zu einem zu gefrorenen See. Das sechs Quadratkilometer große Gewässer ist von einer 60 Zentimeter dicken Eisschicht bedeckt und eignet sich somit ideal als Teststrecke. Während ihrer Zeit in Lappland unterziehen die Ingenieure die Fahrzeuge bis zu 60 verschiedenen Tests.

Dieses Mal geht es um die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC): Nach und nach werden Teile des ESC-Systems deaktiviert, am Ende ist es komplett ausgeschaltet. Bricht das Fahrzeug aus, sorgen die Ingenieure dafür, dass das System die Reifen so weit stabilisiert, dass sie wieder in die Spur kommen. Vor ihnen liegt eine 200 Meter lange Strecke – halb Asphalt, halb Eis –, auf der sie den Grip der Reifen testen. Giménez fährt ein paar Mal hin und her und bremst auf beiden Oberflächen zugleich. Auf diese Art können er und seine Kollegen das ABS-System verfeinern, das dem Fahrer erlaubt, die Kontrolle über das Auto zu behalten, wenn es auszubrechen droht. Giménez erzählt, die größte Veränderung im Laufe seiner Karriere sei, „wie sich die Technologie weiterentwickelt hat. Dadurch hat sich die Effizienz der Fahrzeugsysteme deutlich erhöht. Zudem stehen uns ganz neue, zunehmend leistungsfähige und schnelle Arbeitsmittel zur Verfügung.“ Am Ende werden dann die Daten ausgewertet und die verschiedenen Systeme anhand der Testergebnisse nachjustiert.