Doppelkupplungsgetriebe feiert Jubiläum

DSG feiert Geburtstag: Vor 15 Jahren präsentierte Volkswagen das erste Doppelkupplungsgetriebe (DSG) der Großserie – die Automatik der Neuzeit. Sparsamer und sportlicher als jedes automatische Getriebe zuvor, veränderte das DSG besonders in der kompakten Klasse die Art und Weise des Schaltens – und damit das Fahren an sich. Denn dort, wo bis 2003 fast ausschließlich von Hand die Gänge gewechselt wurden, setzte sich das schneller als jeder Fahrer schaltende DSG durch. Bis heute entschieden sich über 26 Millionen Käufer für einen Volkswagen oder ein Modell der weiteren Konzernmarken mit Doppelkupplungsgetriebe. Den Siegeszug der automatischen Schaltung leitete 2003 der Golf R32 (241 PS/177 kW) ein: Als erster Volkswagen wurde er optional mit einem 6-Gang-DSG angeboten. Diese neue Art des automatischen Getriebes schaltete extrem sportlich und war bis zu 20 Prozent sparsamer als die Automatikgetriebe mit hydraulischem Drehmomentwandler – und das änderte alles. 2018 lag in Deutschland die DSG-Einbaurate im Golf bei über 40 Prozent. Selbst der kleinere Polo kommt auf fast 30 Prozent, der Golf Sportsvan erreicht 50 Prozent. Auf einem ähnlich hohen Niveau haben sich die DSG-Zahlen für den T-Roc und Tiguan eingependel. Im Passat ist es im Schnitt zwischen 60 (Limousine) und 70 Prozent (Variant), der Arteon knackt kontinuierlich die 80-Prozent-Marke.

Das DSG-Getriebe wird permanent weiterentwickelt: Zum Standard wird etwa eine Freilauffunktion, bei der das DSG den Motor vom Antriebsstrang abkoppelt, um die kinetische Energie des Fahrzeugs zu nutzen und so den Verbrauch weiter zu senken – alle Doppelkupplungsgetriebe eint eine ungewöhnlich hohe Schaltperformance ohne Zugkraftunterbrechung. Der Schaltvorgang vollzieht sich so binnen weniger hundertstel Sekunden. Beim Cruisen schaltet das DSG indes sehr früh hoch – das spart Kraftstoff. Fakt ist zudem, dass die Doppelkupplungsgetriebe ideal mit den Hybridsystemen von morgen harmonieren. Auch deshalb gehört dem DSG die Zukunft.