Elektroautos und Plug-in Hybride fahren automatisch

 Eine lange und vielfach augenscheinlich auch sehr gern ausgefochtene Diskussion scheint sich dem Ende zuzuneigen – zumindest wenn man vielen Auto-Experten glauben will. Denn nach ihrer Einschätzung wird das „gute alte“ Schaltgetriebe in naher Zukunft „aussterben“. Warum? Weil autonome Fahrzeuge und solche mit Elektroantrieb besser mit Automatikgetrieben harmonieren. Der Abschied vom lieb gewonnenen Schaltknüppel wird einigen sogenannten sportlichen Fahrern möglicherweise schwerfallen. Aber hat der alte „Schalter“ denn wirklich noch Vorteile im Vergleich mit einem modernen Automatikauto? Spätestens im innerstädtischen Stop-and-go-Verkehr während der Rushhour oder im Stau kommen daran Zweifel auf. Denn eine Automatik kann dabei ihren Komforttrumpf voll ausspielen – im Gegensatz zu den vielen Kuppel- und Schaltvorgängen, die beim ständigen Anfahren und Abbremsen nötig sind.

In solchen Situationen können selbst eingefleischte Schaltfans ins Grübeln geraten. Zumal ihnen inzwischen auch das Argument des sportlicheren Fahrens im Auto mit Schaltgetriebe weitgehend abhandengekommen ist. Heute liegen die Verbrauchswerte von Autos mit Automatik meist günstiger. Das alte Ressentiment, dass Automatikgetriebe Spritfresser seien, ist also überholt.  Dagegen erweisen sich bei Autos mit Schaltgetriebe vielfach deren Lenker am Steuer als die eigentlichen Umweltsünder, weil ihr sogenannter sportlicher Fahrstil den Treibstoffverbrauch unnötig hochtreibt. Automatikgetriebe dagegen sind in der Regel darauf ausgelegt, möglichst schnell in einen Sprit sparenden Gang zu wechseln.